Moritz Leonhardt und Luis Rüger: Duell der Grenzgänger

Kaufering/München – Münchener Weggefährten, Kauferinger Weggefährten, häufig Kameraden, am Samstag Gegner: Das Pokalachtelfinale am Samstag um 18 Uhr (Stimmen der Trainer hier) zwischen den gastgebenden Red Hocks (1. FBL) und dem FC Stern (2. FBL Süd/West) bringt für zwei Akteure eine ganz besondere Ausgangssituation mit sich. Moritz Leonhardt (21) stammt aus dem Nachwuchs der Landeshaupstädter, wechselte an den Lech und ist dort mittlerweile Topscorer. Luis Rüger (18) tat es seinem großen Bruder Julian, mittlerweile Chemnitzer, gleich und schloss sich per Zweitlizenz ebenfalls den Red Hocks an. Seine Erstlizenz liegt aber weiterhin bei den Münchenern – am Samstag kommt er als Gegner ins Sportzentrum.

Servus Männer, zum heutigen Samstag muss man eigentlich nicht mehr viel sagen, wir probieren es dennoch und starten mit der alten Reporter-Floskel: Wie fühlt es sich an?

Rüger: „Es ist natürlich ein sehr komisches Gefühl, im Sportzentrum gegen Teamkollegen zu spielen.“

Leonhardt: „Klar, es ist etwas Besonderes. Der FC Stern hat mir viel gegeben in meiner Jugend. Ich kenne die meisten aus dem Team, habe entweder schon mit ihnen zusammengespielt oder sie trainiert. Mit ein paar Jungs bin ich als Trainer zusammen Deutscher Meister geworden. Ihnen jetzt auf dem Feld als Gegner zu begegnen wird spannend. Mittlerweile versuche ich es als ein ganz normales Spiel anzusehen. Ich will mich verhalten so wie bei jedem anderen Spiel auch.“

Früher Stern München, heute Red Hocks: Moritz Leonhardt. (Fotos: Finkenzeller/Olenik)


Ihr habt es gesagt, Ihr kennt Eure Gegner am Samstag in- und auswendig. Was zeichnet jenes Team aus, auf das Ihr am Samstag trefft? 

Leonhardt: „Stern hat einen sehr breiten Kader, gespickt mit klasse Einzelspielern – so wie Luis. Es ist ein sehr junges Team, das trotzdem über Erfahrung verfügt. Die Stärke sehe ich in ihrer Technik, ihrer Schnelligkeit und Abschlussstärke. Das ist eine gefährliche Mischung. Es wird wichtig sein, München nicht in den Rhythmus kommen zu lassen und keinen Raum zum Schuss zu bieten. Der FC Stern ist heiß. Ich habe mit einem ehemaligen Mitspieler gesprochen, der meinte, dass er Kaufering endlich mal schlagen will. Wir sind gewarnt.“

Rüger: „Es wird sehr spannend, das haben die vergangenen Testspiele gezeigt: sehr hitzig, intensiv, mit vielen Torchancen. Die Halle wird gut gefüllt sein. Wer es dann am Ende ins Viertelfinale schafft, hängt wohl von der Chancenverwertung ab.“

Erstlizenz beim FC Stern, Zweitlizenz bei den Red Hocks: Luis Rüger. (Fotos: FC Stern/emtyvision)


Genug der Gegneranalyse, wie schaut’s im – heute – eigenen Team aus?

Rüger: „Ich kann nur für mich sprechen, der Rest des Teams sieht es aber sicher genauso: Ich hab unglaublich Bock ins Final4 zu kommen. Das ist ein wirklich großer Traum für mich und ich werde alles dafür geben – vor allem jetzt, wo wir so kurz davor sind es zu erreichen.“

Leonhardt: „Wir Kauferinger sind über die Saison immer stärker geworden. Die letzten Wochen waren schwierig, da wir teilweise nur zwei Reihen zur Verfügung hatten, aber wir haben die Zeit gut genutzt um uns in manchen Bereichen weitere Lösungen zu erarbeiten. Unsere Stärke ist unser Kampfgeist und unsere Heimfans im Rücken. Sie werden uns am Samstag zum Sieg schreien.“

Zum Abschluss: Wie geht’s aus?

Rüger: „6:4 für München.“

Leonhardt: „Stern ist kein klassischer Zweitligist. Es wird brutal schwer. Wir Red Hocks gewinnen 7:5.“

 

Beitragsfoto: Finkenzeller

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