Floorball ist eine Hallensportart, die in Schweden entwickelt wurde und dort sowohl als Freizeit- wie auch als Spitzensport sehr populär ist. Schätzungen zufolge hat jeder zehnte Schwede einen Schläger zuhause und spielt regelmäßig in einer Mannschaft – landesweit sind es rund 130.000 lizenzierte Spieler. Auch in Finnland (40.000 Lizenzierte), der Schweiz (30.000 Lizenzierte) und in Tschechien (35.000 Lizenzierte) ist die Trendsportart schon sehr verbreitet. Floorball lässt sich am besten beschreiben als eine Mischung aus Hockey und Eishockey.

Im Vergleich zu Hockey ist Floorball einfacher zu spielen, im Vergleich zum Eishockey eine deutlich “sanftere” Sportart. Die Regeln verbieten einen harten Körpereinsatz wie etwa Checks. Ebenfalls untersagt ist das Drücken oder Anheben des gegnerischen Stocks. Stockschlag und Stockwurf werden gleichermaßen abgepfiffen wie das Ausholen mit dem Schläger über Hüfthöhe. Durch die leicht verständlichen Regeln und das körperlich defensive Spiel kann Floorball auch von Jugendlichen und Erwachsenen sowie von Männern und Frauen in gemischten Teams gespielt werden. Diese sogenannte Mixed-Variante findet vor allem im Schulsport große Verbreitung.

Es wird unterschieden zwischen Groß- und Kleinfeld. In beiden Spielformen ist das Spielfeld von einer 50 Zentimeter hohen Bande umgeben. Auf dem Großfeld (40m x 20m), der “Königsklasse” des Floorball, hat jede Mannschaft fünf Feldspieler und einen Torwart. Auf dem Kleinfeld (28m x 16m) treten lediglich drei Feldspieler auf jeder Seite an.

Gespielt wird mit leichten Schlägern aus Kohlefaser oder Carbon, deren Anschaffung mit 30-100 Euro nicht übermäßig teuer ist. Da Floorball eine weniger körperbetonte Sportart reicht neben dem Schläger eine normale Sportausstattung (Hose, T-Shirt, Hallenschuhe) vollkommen aus, um den Sport zu betreiben.

Im Jugendbereich wird dennoch empfohlen, dass die Spieler eine Schutzbrille tragen. Als Spielgerät dient ein leichter Plastikball, der einen Durchmesser von 7,2 Zentimetern sowie 26 Löcher mit einem Durchmesser von je einem Zentimeter hat. Geübte Spieler können hier Schussgeschwindigkeiten von bis zu 200km/h Stunde erreichen. Der Torwart ist der einzige Spieler, der ohne Stock auskommen muss, allerdings mit einem Helm, einem Tiefschutz und einer speziellen Torwarthose (wahlweise noch einer Schutzweste, Handschuhen und Halsschutz) ausgerüstet ist.

Bilder: Martin Finkenzeller

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