U17-Sommertrophy: Süden auf Rang zwei

Ingolstadt – Vier Spiele, drei Siege, eine Niederlage. Über einige Strecken ist der Südauswahl bei der U17-Trophy in Ingolstadt eine vielversprechende Leistung gelungen. Der Griff nach dem Pokal ging aber erneut knapp ins Leere. Weil der Modus Jeder-gegen-Jeden keine Ausrutscher auf der Titeljagd verzeiht, landete der bayerisch-baden-württembergische Landeskader auf Rang zwei.

„In diesem Modus ist es halt einfach so, dass keine Schwächephasen erlaubt sind“, fasst Landestrainer Daniel Nustedt zusammen. Wichtige Erfahrungen bot schon der 7:1-Auftaktsieg gegen Sachsen-Anhalt. Die aggressive gegnerische Herangehensweise sorgte für einen wackligen süddeutschen Beginn, den aber bald ein sichtbarer Lerneffekt ablöste. „Ein wichtiger ordentlicher Start und am Ende ein echtes Statement“, lobt Nustedt.

Auch das hart erarbeitete 6:3 über den Westen deckte noch Potenziale auf. „Schwierigkeiten in der Spieleröffnung, ein nicht mehr so gutes Zusammenspiel“, bringt es Nustedt auf den Punkt, dass „vieles noch nicht so gut war, wie wir bis dahin dachten“. Der Einsatz aber stimmte, auch diese Prüfung bestand der Süden.

Eine laut dem Landestrainer vermeidbare Niederlage setzte es aber gegen den späteren Trophy-Sieger, den Norden. Dieser hatte sich schon in den Spielen zuvor als körperlich unangenehme Prüfung präsentiert. Mangelnde Effizienz vor dem Tor sowie individuelle Fehler, so Nustedt, mündeten in einer 3:4-Niederlage. Ein schmerzhafter Dämpfer, der die süddeutschen Talente aber auch weiter wachsen lasse.

Vier Siege braucht es üblicherweise zum Trophy-Sieg, das glückte diesmal nicht. Unter den Augen der Bundestrainer (auf der Tribüne) nahmen die süddeutschen Talente aber viele wichtige Impulse mit.

 

Denn so sei er nun mal, der Sport auf gehobenem Niveau: Einzelne Situationen prägen das Ergebnis ein ganzen Wochenendes. Der Anspruch zu bestehen freilich bleibt. Schon die Wintertrophy, die letzte für die Jahrgänge 2006/07 im Landeskader, bietet die nächste Möglichkeit, vier erfolgreiche Spiele abzuliefern und nach dem Pokal zu greifen. Auftakt dafür war bereits das abschließende 5:2 gegen den Osten. Wenngleich die vorangegangene Niederlage noch wehtat, habe die Mannschaft eine Reaktion gezeigt, freut sich Nustedt.

„Die Spieler können aus dem Wochenende einiges für ihre persönliche Entwicklung mitnehmen.“ Darüber hinaus sei, wohl auch den eingeschränkten Möglichkeiten im bisherigen Laufe der Corona-Pandemie geschuldet, technischer und individualtaktischer Nachbesserungsbedarf zutage getreten. „Die ganze Trophy über taten sich alle Teams mit einem ansehnlichen Spielfluss schwer.“ Hier gelte es anzusetzen – für die Kaderspieler zunächst auf eigene Faust und auf Vereinsebene, ab Herbst dann wieder im Rahmen von Lehrgängen des Landeskaders.

Fotos: Schanzer Ducks

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