U17 der Red Hocks Kaufering Süddeutscher Meister

München – Eine klare Sache war der letzte Spieltag in der Regionalliga Süd der U17: Gleich im ersten Spiel zwischen Kaufering und Gastgeber FC Stern entschied sich das Meisterrennen zugunsten der Red Hocks; auch die weiteren Partien nahmen einen deutlichen Verlauf.

Etwas an Intensität eingebüßt hatte der Titelkampf terminbedingt: Weil der FC Stern und die Red Hocks am selben Tag auswärts in den Playoffs der 2. bzw. 1. FBL standen, waren dort Kräfte gebunden – bei den Münchenern aber in größerem Umfang als bei den Kauferingern. „Die Priorität lag auf der Bundesliga“, bestätigt Münchens Trainer Sönke Grimpen. So durften sich bei der U17 verstärkt Spieler beweisen, für die das Großfeld noch kein allzu bekanntes Terrain ist. „Diese Erfahrung wird sich später auszahlen“, ist der Coach des FC Stern überzeugt.

Das U17-Trainerteam der Red Hocks hatte so vorab einem Trugschluss entgegenzuarbeiten, schildert Bernhard Wagner: „Bei einigen war wohl der Gedanke da, dass es nun eine einfache Aufgabe werden würde.“ München verteidigte allerdings stark, die Red Hocks fanden im ersten Durchgang kaum einen Schlüssel. „Wir hatten Schwierigkeiten uns auf den Gegner einzustellen“, so Wagner. Erst im Mitteldrittel kam Kaufering ins Rollen. Aus dem 1:0 zur ersten Pause wuchs so ein 5:0 zur zweiten. Bei 7:0 war Schluss.

Im zweiten Spiel des Tages warteten die Lumberjacks aus Rohrdorf auf den noch amtierenden deutschen Meister und neuen süddeutschen Meister aus Kaufering.  „Uns ging es darum, uns aufeinander einzustellen und verschiedene Kombinationen auszuprobieren“, erklärt Wagner. Geklappt habe das gut, lobt er seine Mannschaft für ihre Spielfreude. Habe er den ersten Durchgang mit 4:0 noch verhalten gesehen, kam sein Team dann bis zum Endstand von 23:0 immer besser in Fahrt. „Eine größere Freude als die eigenen geschossenen Tore brachte der Umstand, dass beide Spiele auch dank unseres Goalies Dominik Fellner zu Null ausgingen.“

Mit 0:6 endete auch das zweite Spiel der Lumberjacks deutlich. „Danke insbesondere nach Rohrdorf, die sich in eine Liga mit dem amtierenden deutschen Meister und Vizemeister gewagt haben“, sendet Münchens Trainer Grimpen einen Gruß.

„Nach längerer Pause konnten wir in dieser Saison wieder mit einer U17 bei der Großfeld-Liga teilnehmen“, schildert Rohrdorfs Trainer Simon Behringer. Seiner jungen Mannschaft sei anzumerken gewesen, dass die Gegner dort mehr Erfahrung mitbringen. „Unsere Spieler hatten es nicht leicht, konnten aber viel lernen und es hat ihnen Spaß gemacht, das Großfeld kennen zu lernen.“ Wünschenswert sei es nun, die bayerischen Großfeldigen in der U15 und U17 zu etablieren und ihre Teilnehmerfelder anwachsen zu lassen.

Dem pflichtet Grimpen bei: „Damit wir uns in Bayern weiterentwickeln können, brauchen wir einen attraktiven Spielbetrieb auf dem Großfeld.“ Ein Anfang sei gemacht. „Mein Traum wäre es, einmal einen stabilen und hochwertigen Spielbetrieb im Großfeld von der U13 bis U19 in Bayern zu haben.“

U17-Meister der Regionalliga Süd: die Red Hocks Kaufering. (Foto: Privat)

 

Nächste Etappe ist nun zunächst aber einmal die Süd/Ost-Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. „Die hier zu erwartenden Spiele werden mit denen von vergangenem Wochenende  ziemlich wenig gemeinsam haben“, blickt Kauferings Wagner dem Turnier Anfang Mai in Dessau entgegen. Um das Ticket für Potsdam zu lösen, werde noch einige Arbeit notwendig sein.

Beitragsfoto: Privat

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