Günstig leihbarer Outdoor-Boden: Ab an die frische Luft

Das Promotion-Set ist in Neustadt bei Coburg eingelagert.

Bayern – Jene bayerischen Floorballer:innen, die schon in den vergangenen Wochen ohne Körperkontakt und unter freiem Himmel trainieren durften, sammelten bisweilen die Erfahrung: Es holpert noch. Das gilt nicht nur für die angerosteten Skills, sondern auch für den Untergrund. Denn je nach Geläuf kann das Spielgerät ein störrisches Wesen sein. Floorball Bayern (FVB) macht seinen Vereinen deshalb das Angebot, den verbandseigenen mobilen Outdoor-Boden auszuprobieren. Dieser kann beim Restart ebenso helfen, wie beim Erreichen strategischer Ziele in der Öffentlichkeitsarbeit. 

Seit Freitag, 7. Mai, darf in Kommunen unterhalb der 7-Tage-Inzidenz von 50 theoretisch wieder mit Kontakt im Außenbereich gesportelt werden. Je nach Standort ist diese Marke schon erreicht, in naher oder noch weiterer Ferne. Ein Projekt für die ersten Wochen nach dem Lockdown lässt sich aber schon jetzt auf jeden Fall vereinsintern besprechen: Seit Anfang des Jahres verfügt der Floorball Verband Bayern über ein Außenfeld, das er günstig verleiht.

Dieses umfasst sieben mal elf Meter eines mobilen Sportbodens sowie entsprechende Banden, Tore, Schläger und Bälle. Mit Ansprechpartner Florian Sander, der im Januar seine Masterarbeit zum Thema Streetfloorball fertiggestellt hat, ist auch personelle und logistische Kompetenz an Bord, um das Streetfloorballfeld aufs Vereinsgelände zu bringen, aufzubauen und zu betreuen.

Lieber Tartan oder Kunstrasen als gar kein Stocktraining. So hielt es die Kauferinger U15 zuletzt. Doch unter anderem die Red Hocks haben erkannt: Auf einem eigenen Outdoor-Floorballboden wäre es noch schöner. (Foto: Verein)
Lieber Tartan oder Kunstrasen als gar kein Stocktraining. So hielt es die Kauferinger U15 zuletzt. Doch unter anderem die Red Hocks haben erkannt: Auf einem Outdoor-Floorballboden wäre es noch schöner. (Foto: Red Hocks)

 

Kurzfristig bietet der Verband seinen Vereinen damit eine weitere Option für einen Wiedereinstieg ins Training oder zur Überbrückung jener Sommerwochen, in denen die Hallen womöglich schon wieder gesperrt sind. Mittelfristig soll das Feld auch in der Öffentlichkeitsarbeit Wirkung entfalten. Die Einsatzmöglichkeiten sind weit gefächert, schildert FVB-Vorstandsmitglied Daniel Kehne: „Sei es als kleines Wiedereinstiegs-Event für euren Kinder- und Jugendbereich, in Kombination mit einem Angrillen des Herren- oder Damenteams, beim Sommer- oder Herbstfest eures Sponsors oder sonstigen Außenveranstaltungen“.

Auf Stadtfesten, Sportfesten oder Sponsorenevents kann das mobile Feld ein Werkzeug sein, um die Sportart bekannter zu machen. Wo die Neugier der Menschen erwacht, da besuchen sie die Heimspiele. Wo Entscheidungsträger:innen aus Politik und Wirtschaft schon einmal einen Schläger in der Hand hatten, wächst das Standing. Das ist gut für den jeweiligen Verein – sowie die ganze Sportart.

Und es gibt durchaus sportliche Perspektiven: „Je nachdem wie Streetfloorball in Bayern ankommt, können wir uns vorstellen, als Verband in Zukunft auch den Tschechen etwas mehr bei dem Thema nachzueifern“, findet Kehne. Dort und in den anderen großen Floorballnationen ist der Spaß unter freiem Himmel bereits etabliert, es werden Outdoor-Champions gekürt. „Den Einsatzmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt“, fasst er zusammen.

Vorbild Holzbüttgen: Der Bundesligist aus Kaarst hat das Projekt eines festen Outdoorfeldes bereits verwirklicht. (Foto: DJK Holzbüttgen)
Vorbild Holzbüttgen: Der Bundesligist aus Kaarst hat das Projekt eines festen Streetfloorballfelds bereits verwirklicht. Ein sehenswertes Video dazu gibt es hier. (Foto: DJK Holzbüttgen)

 

Organisatorisch will Floorball Bayern es seinen Vereinen so einfach wie möglich machen:

  • Der Verband bringt das Feld und weiteres Equipment im Sprinter, baut es auf und ab.
  • Die Vereine müssen sich um nichts kümmern als um Terminfindung, Spieler:innen und ggf. die Absprache mit Florian Sander zum Konzept drumherum (z.B. falls ein Turnier gewünscht ist).
  • Floorball Bayern gewährt jedem Mitgliedsverein im Jahr 2021 einmalig eine Subventionierung, sodass lediglich 150€ an Fixkosten/Eigenanteil in Rechnung gestellt werden. Den Rest der tatsächlichen Kosten von 550 bis 650€ pro Tag inkl. Logistik und Personal trägt der Verband.
  • Wer sich selbst um Hin- und Rücktransport sowie Auf- und Abbau kümmert, nutzt das Angebot kostenlos. Boden und Bande sind aktuell in Neustadt bei Coburg in einem Logistikzentrum gelagert.
  • Beim Einsatz des Feldes greift das dann gerade geltende Hygienekonzept für den Floorballsport. Es findet sich zum jeweiligen Zeitpunkt unter floorball-bayern.de.
  • Infos und Terminvereinbarungen per Mail an Florian Sander sowie auf der FVB-Verbandshomepage unter „Entwicklung“.

Das Angebot richtet sich auch an Vereine, die nicht Mitglied im Verband sind, sowie Unternehmen, Kommunen und so weiter. Es gelten die oben genannten Punkte, allerdings zu anderen Konditionen: 300€ pro Tag Materialverleih ohne Logistik (Selbstabholung), 900€ pro Tag Materialverleih inkl. Logistik sowie Auf- und Abbau durch Floorball Bayern.

 

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