Auf dem Weg zur Floorballtrainerlizenz: Einwöchiger Lehrgang in Kaufering

Kaufering/Bayern – Die Zwangspause ist beendet, ab Montag kehren die Floorballteams im Freistaat zum Kontaktsport in die Hallen zurück. Klar, dass der Kopf nach so langer Zeit ohnehin schon randvoll mit Ideen ist, doch für mehrere bayerische Trainer gilt dies aktuell ganz besonders: Sie nahmen während der vergangenen Woche in Kaufering am Hauptlehrgang teil, der im Erwerb der DOSB Lizenz „Trainer:in C Leistungssport Floorball“ münden soll.

Ein gewisser Pionierstatus ist niemandem, der oder die sich einer jungen Sportart wie Floorball verschrieben hat, unbekannt. Am vergangenen Sonntag, beim Antritt zum Präsenzlehrgang im Kauferinger Sportzentrum, waren die Erwartungen dann aber nicht nur wegen der zu beachtenden Corona-Auflagen gemischt: „Ich wusste nicht, was auf mich zukommt“, schildert Christoph Reichenberger seine Gefühlslage. War es doch nach der letztjährigen Berliner Erstauflage der erst zweite entsprechende Kurs überhaupt in Deutschland und der erste im Süden. Wie dem Kauferinger U11-Trainer ging es auch den 13 anderen Teilnehmer:innen; zwölf von ihnen bringen sich in bayerischen Vereinen, zwei in Ulm ein. Fünf Absolventen sind zudem Teil der Auswahl-Staffs.

Einen Tag lang standen die Goalies im Mittelpunkt: U19-Torwartnationaltrainer Pavel Lubentsov gab sein Know-How weiter. (Foto: FVB)

„Es hat Spaß gemacht, war ein wichtiger Schritt für die Floorballentwicklung und hat mir super neue Ideen gebracht“, fasst Reichenberger die Tage als Teil einer motivierten Gruppe um die Dozent:innen Margrit Rüst, Herren-Nationaltrainer Martin Brückner, U19-Nationaltorwarttrainer Pavel Lubentsov und Physis-Fachmann Christian Kluge zusammen. Das bestätigte das abschließende Feedback aller Teilnehmer, für die Sven Auerswald, U9-Trainer und Nachwuchsleiter beim FC Stern München, stellvertretend bilanziert: „Dieser Trainerkurs hat mir  unheimlich viel gebracht: Vom Grundverständnis für Physis, Taktiken, verschiedenen Spielertypen und strukturiertem Trainingsaufbau war alles dabei.“ Als besonders wertvoll empfand er auch den  Austausch mit den Trainern anderer Vereine neben dem Feld – denn der Blick über den Tellerrand komme im Alltag zu kurz.

Wie Reichenberger und Auerswald geht es vielen engagierten Floorballtrainer:innen in Bayern. „Ich bin als Floorballpapa irgendwann ins Traineramt eingestiegen, habe also nie aktiv gespielt“, blickt der Münchener auf seinen Werdegang. „Ich habe mir Trainingsaufbau und -übungen aus Büchern und Websites selbst angeeignet“ – nun kam ein weiterer gewinnbringender Baustein dazu. „Ich kann den Kurs nur empfehlen.“

Am Sonntag stand Physis mit Fachmann Christian Kluge (grauer Pulli) auf dem Plan. (Foto: Rüst)

Doch auch jene Teilnehmer, die sowohl die Spieler- als auch die Trainerperspektive kennen, äußerten sich dankbar angesichts der vielen Informationen und Anregungen. „Für mich als Torhüterin und Trainerin war der Goalietag einer der interessantesten Tage“, findet Barbara Brandmaier von den Lumberjacks aus Rohrdorf. „Pavel hat mir da sehr viel neuen Imput gegeben, um mein Torhütertraining noch effektiver und attraktiver zu gestalten.“ Dass alle interessiert bei der Sache waren, belegte auch das Ergebnis der Tests: Sämtliche Teilnehmer bestanden ihre Prüfungen.

Intensiv, lehr- und abwechslungsreich, so fasst Dozentin Rüst die vergangenen Tage zusammen. „Die Kurswoche war anstrengend und trotzdem vermisse ich schon kurze Zeit danach das Kursfeeling.“ Sie richtete einen Dank an alle Teilnehmenden und die Organisatoren vor Ort. „Der Kurs hat mir gezeigt, dass wir eine große Floorball-Familie sind. Ich wünsche viel Erfolg beim Training im Verein oder in den Auswahlmannschaften.“

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