Saisonabbruch: „Uns ging die Zeit aus.“

Bayern – Eine Wiederaufnahme wurde immer unwahrscheinlicher, seit dieser Woche steht fest: Die Floorballsaison 2020/21 ist auch in Bayern Geschichte. Im Gespräch beleuchtet Barbara Brandmaier, Chefin der Spielbetriebskommission, diese Entscheidung und wirft einen ersten Blick auf die Spielzeit 2021/22.

Servus Barbara, letzten Montag erreichte die bayerischen Vereine die E-Mail, dass auch die hiesige Saison abgebrochen wird. Wie kam es zu diesem Schritt durch den Floorball Verband Bayern e.V.? 

Brandmaier: „Servus! Ob die Saison abgebrochen wird, entscheidet der Vorstand. Dieser tagt meistens sonntags und einmal im Monat virtuell und bespricht die aktuellen Themen. Nachdem wir am vergangenen Sonntag wieder eine solche Sitzung hatten, haben wir auch das Thema Saisonfortsetzung beziehungsweise -abbruch behandelt.“ 

Im Vergleich zu anderen Landesverbänden und auch Floorball Deutschland hat sich Floorball Bayern für diese Entscheidung deutlich mehr Zeit gelassen. Wieso? 

Brandmaier: „Nachdem bereits im Dezember die Deutschen Meisterschaften abgesagt wurden, hätten wir letztendlich das ganze Frühjahr und auch einen Teil des Sommers zur Verfügung gehabt, um die Saison fortzuführen. Darauf haben wir immer gehofft. Aber es gab leider bis Mitte Mai keinerlei Erleichterungen für den Sport und so mussten wir uns dann doch auf den Saisonabbruch einigen.“ 

„Der Beschluss war einstimmig“

Wie kontrovers wurde die Diskussion im Vorstand geführt? 

Brandmaier: „Der Austausch war kurz und der Beschluss zum Abbruch einstimmig. Denn letztendlich ging uns die Zeit aus. In einem Gespräch im Oktober hatten wir uns mit den Vereinen verständigt, dass mindestens einen Monat lang vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs trainiert werden muss beziehungsweise soll. Das können wir aufgrund der aktuellen Lage für alle Vereine noch gar nicht gewährleisten. Somit waren der Zeitfaktor und die aktuelle Pandemielage die beiden ausschlaggebenden Punkte, die uns keinen Spielraum mehr gelassen haben. Denn in vielen Vereinen laufen längst die Planungen für die neue Saison, die ja auch Klarheit brauchen. Wenn die U15 der Saison 21/22 jetzt schon langsam wieder das Training aufnehmen will, ergibt es keinen Sinn, die U15 der Saison 20/21 nochmal für einzelne verbleibende Spieltage zusammenzutrommeln.“ 

Stichwort neue Saison: Aktuell lässt sich dieser ja wieder mit wachsendem Optimismus entgegenblicken. Wann steigt die SBK in die tieferen Planungen dazu ein? 

Brandmaier: „Die Ausschreibung würde bei einer normalen Saison Anfang Juli verschickt und der Meldeschluss auf 31. Juli festgelegt. Bereits im letzten Jahr haben wir uns aber auf der Delegiertenversammlung für einen späteren Zeitpunkt entschieden, deshalb kann ich das heute noch nicht final beantworten. Hier werde ich die kommende Delegiertenversammlung (Einladung folgt, d. Red.) abwarten und dann entsprechend den Termin für den Meldeschluss festlegen. Danach werden die Spielpläne erstellt. Das nimmt meist zwei bis drei Wochen in Anspruch.“

Neben dieser Entscheidung könnte die Delegiertenversammlung auch für weitere wichtige Entscheidungen sorgen, die sich auf den Spielbetrieb auswirken. Beispiele aus der Vergangenheit sind beispielsweise die U18-Schutzbrillenpflicht oder die Einführung der Overage-Regelung. Sind schon spannende Anträge eingegangen? 

Brandmaier: „Vorschläge seitens der Vereine, die sich auf den Spielbetrieb auswirken, habe ich noch keine erhalten. Ich könnte mir vorstellen, dass es in Sachen Corona/Hygiene Dinge gibt, über die wir nachdenken sollten. Bis eine Woche vorab können ja Anträge eingereicht werden. Außerdem stehen die Neuwahlen der Vorstandschaft an, Beschlüsse wird es also auf jeden Fall geben.“ 

Hast du denn für dich schon beschlossen, auf welchen Spielfeldern beziehungsweise an welchen Banden man dich kommende Saison sehen wird? 

Brandmaier: „Für die Lumberjacks Rohrdorf werde ich als Trainerin die U13 begleiten und als Goalie wieder im Herrenbereich im Tor stehen beziehungsweise knien. Ich freue mich aber, dass wir jetzt unserem aktuellen Nachwuchsgoalie Philip Irmak die ersten Minuten im Herrenbereich ermöglichen können, und deshalb findet Ihr mich vielleicht auch dort mal hinter der Bande. Ob ich in einem Damenteam noch aktiv bin, wird sich spontan ergeben.“ 

Mehr zum Spielbetrieb und weiteren Themen gibt es auch beim nächsten Online-Stammtisch am kommenden Mittwoch, 26. Mai, ab 19 Uhr. Zugangslink hier.

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