Planungen zum Restart: Die Entstehung der Spielpläne

Rohrdorf – Was steht am Wochenende an? Und wann kommt es zum nächsten Kräftemessen meiner Mannschaft mit unserem großen Rivalen? All diese Infos gehen aus den Spielplänen hervor, nachzulesen im Saisonmanager. Wie diese Termine entstehen und wie sie durch die aktuelle pandemiebedingte Saisonunterbrechung durcheinandergewirbelt werden, das weiß ein Vorstandsmitglied des Floorball Verbands Bayern (FVB) ganz genau.

Sie ist die Herrin der Kalender: Jeden Sommer erarbeitet Barbara Brandmaier die Spielpläne, die vor dem Start in die Saison mit Spannung erwartet werden. Im Laufe des Jahres kann es dann dazu kommen, dass sie nochmal ran muss. Zum Beispiel, wenn sich an die Vorrunde einer Liga eine Meister- und Platzierungsrunde anschließt – oder wie jetzt eine Pandemie Anpassungen notwendig macht.

Freilich ist in dieser Saison aufgrund der an- und abschwellenden Coronawellen erneut vieles anders, doch zumindest im Sommer ging das meiste noch seinen gewohnten Gang. Das läuft Jahr für Jahr so: Rund 14 Tage nachdem die Meldefrist verstrichen ist, sollen sämtliche Termine feststehen, setzt sich die Leiterin der Spielbetriebskommission (SBK) zum Ziel.

Wenn klar ist, welche Teams an welchen Wettbewerben teilnehmen wollen und welche Hallentermine sie an ihren jeweiligen Standorten gebucht haben, wird eine Rohversion des Spielplans erstellt. Dafür gibt es Vorlagen, je nach Ligenstärke. „Das geht also recht schnell“, schildert Brandmaier.

Doch nun wird es kniffliger: Die Termine müssen koordiniert werden; es gilt festzulegen, wann die Teams tatsächlich gegeneinander zu ihren Schlägern greifen. Der Rahmenspielplan des FVB, der unter anderem auch die Termine der Landeskader führt, Ferienzeiten und die gemeldeten Hallenkapazitäten der Teams sind nun wichtigste Planungsgrundlage. Das Fixieren der einzelnen Spieltermine pro Liga, von der Großfeld-Regionalliga bis hinab zur U7 oder U9, erfordert Sorgfalt. „Das nimmt die meiste Zeit in Anspruch, da mache ich meist zwei bis drei Ligen pro Tag“, erklärt Brandmaier.

Ist ein Spielplan fertig, wird er den Abteilungsleitern der teilnehmenden Teams zugesandt. Diese haben dann rund eine Woche Zeit, ihre Rückmeldung einzureichen. Bei Änderungswünschen wird die Anfrage geprüft und je nach Entscheidung Änderungen vorgenommen. Sind alle Spielpläne bestätigt, können diese in den Saisonmanager eingetragen werden.

Planungen für den Restart

Doch freilich sind Teile der im Spätsommer erstellten Termine aufgrund von Corona mittlerweile wieder Schall und Rauch. Brandmaier steckt erneut in den Planungen, diesmal für einen Restart ab dem 5./6. März – ohne zu wissen, ob dieser sich tatsächlich realisieren lässt.

SBK-Leiterin Barbara Brandmaier.

„Im Grunde mache ich gerade nix anderes als im Sommer“, schildert die SBK-Chefin: „koordinieren und Termine festzurren.“ Die bisher ausgefallenen Spieltage gilt es ab März passend zum Rahmenkalender nachzuholen und die Meister- und Platzierungsrunden zeitlich anzusetzen.

Dass sie das nun zum wiederholten Male tut, zwischenzeitliche Überlegungen pandemiebedingt wieder verworfen werden mussten und auch weiterhin eine Unsicherheit besteht, sei schade. Das Erstellen der Spielpläne an sich mache ihr zwar großen Spaß – auf die derzeitigen Rahmenumstände könnte auch sie aber natürlich gut verzichten. Doch es hilft nichts: umplanen – damit es weitergeht.

„Wir haben nun einige Zeit Erfahrungen mit Omikron gesammelt, auf deren Basis wir besser planen können als vor eineinhalb Monaten“, fasst Brandmaier die aktuelle Lage zusammen. Ausschlaggebend bleibt freilich auch weiterhin das Pandemiegeschehen. „Ich bin guter Dinge, dass wir ab März starten können.“

An den Modi der Ligen hat sich mit einer Ausnahme noch nichts ändern müssen – lediglich die Regionalliga auf dem Großfeld wurde von einer Dreifach- zu einer Zweifachrunde abgespeckt. Beliebig weit lässt sich das Zeitfenster aber nicht aufstoßen, um beispielsweise im Sommer Spieltage nachzuholen. Denn Folgetermine wie die Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften sind zu berücksichtigen. Geht der Spielbetrieb wieder los, könnte es zeitlich also gedrängter zugehen. Wichtig dafür wird das Zutun der Vereine sein: Wenn in kurzer Zeit viele Spiele stattfinden, ist neben ihrem organisatorischen Geschick auch die Verfügbarkeit ihrer Hallen gefragt.

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