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Floorball Verband Bayern e.V.

„München ist dabei“: Wiederaufstieg des FBC in die 1. FBL perfekt

München – Das bayerische Doppel-Comeback in der 1. FBL ist perfekt: Über den Umweg Relegation meldet sich nun auch der FBC München zurück im Oberhaus. Notwendig dafür war ein Kräftemessen mit dem SC Potsdam über die volle Distanz, doch nach einer bitteren Niederlage am Samstag fuhren die Gastgeber am Sonntag im entscheidenden Spiel drei einen überzeugenden Sieg ein.

 

Nach dem Auftaktsieg in der Ferne sah in Spiel zwei zunächst schon alles nach einem glatten Sweep in der Serie zugunsten des FBC München aus. Nach gerade einmal einer knappen Minute lagen die Hausherren durch Kai Finkenwirth und Federico Vanoni bereits mit 2:0 vorne. In Unterzahl (7.) legte Finkenwirth sogar noch nach und spätestens hier war bereits deutlich: Statt verstärkt die im Abstiegskampf viel zitierten Tugenden Bissigkeit und Körperlichkeit einzubringen, verlegten sich die Gäste eher auf ihre individuelle offensive Extraklasse – der Rückwärtsgang klemmte allerdings immer wieder massiv.

 

Nachdem Jere Hiironen (14.) verkürzte, staubte Lukas Cordes (17.) zum 4:1-Pausenstand ab. Trotzdem habe selbst dieser Traumstart seinem Team keine Sicherheit gebracht, kommentiert FBC-Coach Fredrik Ekvall: „Wir waren ziemlich nervös.“ Sichtbar wurde das dann im zweiten Drittel, als Janne Makkonen (22.) und Joona Nieminen (23.) rasch den Anschluss herstellten. Beide Teams machten das Scheunentor zu diesem Zeitpunkt weit auf – Ekvall zog zur Mitte des Spiels seine Auszeit.

 

„Wir hatten eine Phase, in der wir unter großem Druck Potsdams jegliche Struktur verloren haben“, fasst Münchens Trainer zusammen. Blieb sein FBC im Auftaktmatch trotz einem ähnlichen Verlauf schlussendlich obenauf, so kippte Spiel zwei vor 125 Zuschauern in Richtung eines völlig offenen Schlagabtauschs.

 

Paul Handrich brachte mit einem erneuten Shorthander noch vor der zweiten Pause wieder etwas Abstand zwischen beide Teams (38.), im Schlussdrittel stachen dann aber Potsdams Asse in zunehmender Häufigkeit. „Da wurde es dann etwas schwierig für uns, als uns ihre finnischen Spieler hart und aggressiv bedrängten“, so Ekvall.

 

Nachdem Henry Mettovaara (43.) verkürzte, traf noch Münchens Cem Beischl (46.). Fortan gingen aber alle erfolgreichen Abschlüsse auf das Konto der Potsdamer Finnenfraktion: Mettovaara (48.) und Nieminen (51.) glichen aus, eine Dreiviertelminute vor der Schlusssirene war dann durch Mettovaara die erste Führung der Gäste da. München bekam seinen eigenen Slot ein ums andere mal nicht sicher genug verteidigt. Mit einem Schuss ins leere Tor machte Makkonen den Serienausgleich perfekt.

 

Unverzagt in Spiel drei

 

„Wir müssen es wagen, unser Spiel durchzuziehen.“ So lautete die Münchener Erkenntnis, ehe es einige Stunden später an gleicher Stelle zum Entscheidungs-Match der Relegation kam. Zwar legte diesmal Potsdam durch Mettovaara vor (3.), doch bekamen die Gäste nun körperlich erkennbar immer größere Schwierigkeiten. Dazu kamen im Spielverlauf mehrere Ausfälle und einige Strafen. Torben Kleinhans (6.), Vanoni (13., PP) und aus ganz kurzer Distanz erneut Kleinhans (20.) besorgten Münchens 3:1-Pausenführung.

 

„Wir hatten eine gute Kontrolle, haben hart in der Verteidigung gearbeitet und haben uns getraut, unser Spiel zu entfalten“, lobt Ekvall. Obwohl Potsdam seine Stehauf-Qualitäten in dieser Serie schon nachgewiesen hatte, blieb der FBC nun Herr über das Geschehen. Ein Doppelschlag Finkenwirths und Tim-Volkan Adolphs (30.) kam schon einer Vorentscheidung gleich.

 

Anton Sehorcz (33., PP) verkürzte noch, fortan trafen bis zur Mitte des Schlussdrittels aber nur noch die Münchener. Nach Toren von Sebastian Unterberger (40.), Mikulas Nebrensky (41.), Imo Ziemendorf (46.) und Yannik Zölzer (49.) war beim Stand von 9:2 alles klar. München schöpfte seine körperlichen Vorteile voll aus und profitierte immer wieder von hohen Ballgewinnen. „Als es darauf ankam, haben wir unser bestes Spiel der ganzen Saison gespielt“, freut sich Ekvall.

 

Ein Kleinhans-Treffer (52.) sowie Potsdamer Ergebniskosmetik durch David Mix (50., Penalty), Hiironen (55.) und Lasse Fischer (60.) waren nur noch Randerscheinungen – der FBC sicherte sich überlegen den Aufstieg in die 1. FBL. „Es war fantastisch zu sehen, wie sich die Mannschaft nach der ersten Qualifikationsrunde gegen Kaufering zusammengeschweißt hat“, jubelt Ekvall.

 

 

Fotos (2): FBC München

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