U17 Trophy in Ingolstadt: Coach Daniel Nustedt im Interview

Bayern – Am kommenden Wochenende, 17., 18. und 19. Juni, messen sich die deutschen U17-Regionalauswahlen bei der Sommer-Trophy in der Paul-Wegmann-Halle in Ingolstadt. Daniel Nustedt, bayerischer Landestrainer und Coach der süddeutschen Auswahl, spricht über die Ziele seines Teams, dessen Potenzial, die Vorbereitung und die Entwicklung im Nachwuchsfloorball.

Servus Daniel, die letzte Trophy im Januar 2020 war eine Heim-Trophy, die nächste nach der Corona-Pause findet erneut in Bayern statt. Was bedeutet das für Euch? 

Nustedt: „Erst mal einfach wichtig, dass es überhaupt wieder eine Trophy gibt. Die Jungs brennen darauf sich mit den anderen Auswahlen zu messen und sich für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Und dann ist es natürlich schon ein Highlight, vor den eigenen Fans zu spielen. Familien werden da sein, Freunde werden da sein, darauf freuen wir uns einfach.“

Das Team ist ein anderes als noch 2020, der Jahrgangswechsel wurde vollzogen. Welchen Eindruck hat das Trainerteam des Landeskaders bisher gewonnen? 

Nustedt: „Wir haben ja schon eine Vielzahl an Trainingslagern absolviert. Der Eindruck ist gut. Die Stimmung und das Teamgefüge wachsen mit jedem Lehrgang. Es macht super viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten und ich glaube, wir haben einen sehr guten Kader.“

Landestrainer U17: Daniel Nustedt.

Welches Ziel gebt Ihr für dieses Team und diesen sehr guten Kader bei der Trophy aus? 

Nustedt: „Das Team ist bereit zu zeigen was es kann. Wir haben uns beim letzten Lehrgang viel über Teamziele ausgetauscht. Klar ist, dass angesichts des Modus der Trophy im Jeder-gegen-Jeden von Beginn an jedes Spiel zählt. Wir wollen immer gewinnen, müssen dafür aber auch jedes Spiel für sich neu annehmen. Darauf haben sich die Jungs eingeschworen.“

Für diese Bereitschaft braucht es eine entsprechende Vorbereitung. Wie lief die? 

Nustedt: „Die Vorbereitung lief gut. Im letzten Halbjahr 2021 konnten wir schon viele Inhalte besprechen. Zwar gab es keine Winter Trophy, wir haben aber viele Testspiele gegen vermeintlich stärkere Mannschaften absolviert, um uns eine gewisse Wettkampfhärte und Standortbestimmung einzuholen. Gerade die letzten Trainingslager waren, was das Drumherum und die Professionalität angeht, schon auf einem Niveau, wie wir uns das als Staff wünschen.“

Was zeichnet das Süddeutsche Team aus? 

Nustedt: „Auf jeden Fall eine in sich geschlossene Einheit, die bereit ist Großes zu erreichen. Wir wollen das Spiel dominieren, aktiv agieren, die Jungs sind hungrig. Wenn sie sich als Team verstehen, werden sie entsprechend erfolgreich sein. Wir trauen ihnen das definitiv zu.“

Es geht ja nicht nur darum, den Süden würdig zu vertreten und als Team gut abzuschneiden. Ein Ziel ist es auch, der Nationalmannschaft Spieler ins Schaufenster zu stellen. Wie vielen unserer Jungs räumt Ihr da nach aktuellem Stand Chancen ein? 

Nustedt: „Wir haben ja schon einen großen Kern an süddeutschen Talenten in der Nationalmannschaft. Gerade durch die Trophy könnten noch drei bis sechs Kandidaten dazukommen. Das ist ja auch das Ziel der Spieler, auch mal die Chance zu bekommen und den Adler auf der Brust zu tragen.“

Der Landeskader ist auch immer Spiegelbild der ganzen süddeutschen Nachwuchsarbeit. Welche Entwicklungen und welche Baustellen stellt Ihr da fest? 

Nustedt: „Bei der Deutschen Meisterschaft der U17 standen ja zwei bayerische Teams im Finale, die das Turnier auch geprägt haben. Nichtsdestotrotz fehlt mir ein bisschen die Breite und Tiefe, was die Nachwuchsarbeit im Süden angeht. Es mag auch an Corona gelegen haben, dass da einige Spieler etwas das Interesse verloren haben. Wenn wir mit den Jungs über die Trainingssituation in den Vereinen reden – dort ist es, wo sie besser werden – hört man, dass kaum Großfeldtrainings zustande kommen und die Trainingsbeteiligung überschaubar ist bzw. die Jungs sehr früh in den Herrenbereich hochgezogen werden, was für das Heranführen auch nicht optimal ist. Da sehe ich die Baustellen. Wir müssen den Gang aufs Großfeld im Nachwuchsbereich entsprechend früh fördern; auch in unserem jetzigen Kader sind Spieler dabei, die bei der Auswahl erstmals auf dem Großfeld standen.“

Dafür sollten wir alle gemeinsam anpacken. Jetzt wünschen wir dem Süden aber erst mal eine erfolgreiche Trophy!

Nustedt: „Ich freue mich auf unseren Gastgeber Ingolstadt, der uns ein tolles Event ermöglichen wird. Die Trophy hat einen hohen Stellenwert, bei ihr treffen die besten Talente und künftigen Nationalspieler aufeinander.“

 

Der Zeitplan des süddeutschen Teams: Spiel gegen Sachsen-Anhalt (Freitag, 18 Uhr), Spiel gegen den Westen (Samstag, 11 Uhr), Spiel gegen Norden (Samstag, 17.30 Uhr), Spiel gegen Osten (Sonntag, 9 Uhr); HIER GEHT ES ZUM LIVETICKER.

Der Trophy-Kader des süddeutschen Teams: Dominik Fellner (Kaufering), Felix Schröppel (Nordheim), Phillip Roßmann (Stern München); Oskar Hampel (Stern München), Julian Kappler (Kloten-Dietlikon), Hannes Priller (Puchheim), Tim Rossié (Ingolstadt), Lovis Sturm (Stern München), Lukas Trieb (Kaufering); Gregor Denk (Kaufering), Vincent Kliemann (Kaufering), Bastian Zölzer (Stern München); John Blümke (Kaufering), Jonas Knaus (Nordheim), Justus Kochsiek (Kaufering), Jannick Melchior (Haunwöhr), Fabian Nitschke (Puchheim), Ferdinand Reichenberger (Kaufering), Arthur Sobe (Stern München), Sebastian Unterberger (Stern München)

Weitere Kaderspieler: Lukas Ignatzek (Ingolstadt), Niklas Schweyer (Kaufering), Louis Roger (Ingolstadt), Elias Stecker (Nordheim), Finn Ernst (Ingolstadt), Leonard Riegg (Nordheim), Philip Irmak (Rohrdorf), Simon Gartner (Rohrdorf), Jannis Heil (Rohrdorf)

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