Großteil der Schirikurse noch vor den Sommerferien: „Euer Verein braucht Euch“

Bayern – Strahlende Gesichter betreten Sporthallen. Schläger, Bälle, Tornetze, Schuhe und Hallenboden sorgen für den heiß vermissten Sound.  Unter Bayerns Floorballer:innen ist die Freude darüber, dass wieder trainiert werden darf, greifbar. Die wöchentlichen Einheiten sind der wohl wichtigste Schritt zurück in den hoffentlich bleibenden sportlichen Alltag, nach und nach wird sich der Blick wieder auf den Spielbetrieb richten. In den Planungen dafür ganz zentral: die Schiedsrichter:innen in den Vereinen. Felix Stark, RSK-Chef beim Floorball Verband Bayern (FVB), gibt einen aktuellen Überblick.

Servus Felix, beim Thema Schiris bist du erster Ansprechpartner unserer bayerischen Vereine. Wo stehen wir?

Stark: „Servus. Die Abfrage unter den Vereinen ist erledigt, großzügig gerechnet landen wir in der kommenden Saison bei rund 200 Leuten, die wieder eine Schiedsrichterlizenz erwerben wollen. Ein bisschen was könnte sich daran noch nach oben oder unten ändern. Man merkt, dass die Vereine teils durch Corona in ihren Planungen ein bisschen hinten dran sind. Stellenweise wurde die Antwortfrist verpasst, da sind wir in diesem Jahr aber nicht streng.“

RSK-Chef Felix Stark.

Dennoch, da ist es neben dem Feld ebenso wie darauf, ist Verbindlichkeit für die RSK wichtig, oder?

Stark: „Klar. Einerseits wollen wir als Verband Planungssicherheit, um in Richtung Saisonstart zu steuern und gegebenenfalls Engpässen entgegenzuwirken. Das liegt ja auch im Interesse der Vereine. Während sich die einen Teams leicht tun, ihre Schiedsrichter:innen zu benennen, ist der Job an der Pfeife anderswo leider aber eben immer noch so ein bisschen ein notwendiges Übel.“

„Planungssicherheit auch im Interesse der Vereine.“

Vor allem du selbst bist ja ein super Beispiel dafür, dass die Schiedsrichterei auch eine echte Leidenschaft sein kann. Dein Appell an alle, die neu damit anfangen wollen oder sich überlegen, ob sie nach der langen Zwangspause wieder an die Pfeife zurückkehren?

Stark: „Zunächst einmal braucht euch euer Verein! Die meisten, die in Bayern eine Lizenz erwerben, tun dies, um damit den Schiedsrichterbedarf des eigenen Vereins zu decken. Das ist auch völlig okay so! Deshalb bleibt bitte dabei, damit wir in Bayern wieder einen guten und fairen Spielbetrieb auf die Beine stellen können! Dann wäre es irgendwann mein Traum, unter den Schiedsrichter:innen ein anderes Bild der Tätigkeit verbreiten zu können. Die Schiedsrichterei ist weder ein notwendiges Übel, noch darf das Denken der Koleg:innen zu sehr von den negativen Nachrichten, die vor allem aus dem Fußball kommen, beeinflusst werden. Sicher, auch bei uns im Floorball wird mal jemand mit einer Entscheidung nicht zufrieden sein. In welcher Lebenslage ist das auch der Fall, dass dir jeder nur Positives entgegenbringt? Richtig, in keiner! Deshalb ist die Schiedsrichterei auch eine Schule des Lebens, durch die man lernt, sich durchzusetzen und selbstbewusster zu agieren. Es lohnt sich also, Schiedsrichter:in zu werden! Wer mit ein wenig Ernsthaftigkeit dabei ist, kann auch schnell den Weg bis hin zu den höchsten deutschen Spielklassen schaffen.“

„Der Weg kann als Schiedsrichter schnell nach oben führen.“

Nun sind rund 200 auszubildende Schiris ja auch in organisatorischer Hinsicht eine anspruchsvolle Hausnummer. Wie kommen unsere Unparteiischen in diesem Sommer an ihre Lizenz?

Stark: „Unser Ziel ist es, weitgehend alle Kurse vor den Sommerferien abzuhalten; eventuell wird es auch im August einzelne Termine geben. Der allergrößte Teil wird sich in diesem Jahr noch online abspielen. Das ist sicherer – gesundheitlich und auch organisatorisch.“

Sind Online-Inhalte womöglich auch über die Pandemie-Zeit hinaus ein reizvolles Mittel im Rahmen der Schiedsrichterausbildung?

Stark: „Tatsächlich haben wir als bayerische RSK die vergangenen Monate genutzt, um ein E-Learning-Programm an den Start zu bringen. Damit wollen wir Inhalte auslagern, die sich die Teilnehmer:innen zuhause ebenso gut oder besser aneignen können, als es in einem Frontalunterricht der Fall ist. Für welche Lizenzstufen dieses Tool angewandt wird, ist noch zu klären. Vermutlich richtet es sich eher an Erwachsene. Die Präsenzkurse sollen ein wichtiger Teil der Ausbildung bleiben. Hier wollen wir den Fokus aber mehr darauf richten, einzuüben und Verständnisfragen zu erörtern. So wichtig das Lernen der Regeln ist: Der Part als Schiedsrichter:in ist derart spannend und vielschichtig. Das wollen wir mehr in den Mittelpunkt rücken.“

Du willst dich selbst in der RSK einbringen? Dann bist du hier genau richtig.

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