Bayern – Die deutsche Nationalmannschaft der U19-Damen und ihr bayerisches Trio Pia Landherr (SV Amendingen), Merle Grimpen (FBC München) und Ronja Trieb (Red Hocks Kaufering/FBC München) haben die WM im italienischen Lignano Sabbadioro auf dem neunten Platz abgeschlossen. Der angepeilte Sprung unter die besten acht Nationen muss damit bis 2027 warten – denn dann steht schon die nächste Weltmeisterschaft an.
Zum Auftakt blieb das zu diesem Zeitpunkt noch nicht komplette deutsche Team mit einem 4:4 gegen Japan hinter den Erwartungen zurück. In Vollbesetzung liefen die weiteren Gruppenpartien ab diesem Zeitpunkt besser. Es folgten ein 14:0 gegen Kanada und ein 4:1 gegen die vorab hoch einzuschätzenden Gastgeberinnen. „Das waren souveräne Spiele“, fasst Torfrau Landherr zusammen, die in den ersten beiden Duellen den Vorzug bekam.
Das Playoff-Spiel gegen Dänemark verlief dann nicht wunschgemäß; nach einem 2:2-Zwischenstand (27.) geriet Deutschland bis zum Schlussresultat von 3:9 immer mehr ins Hintertreffen. Durch ein klares 6:0 danach gegen Polen wurde es am Ende Platz neun.
„Die Mannschaft hat sich bei dieser Weltmeisterschaft insgesamt gut verkauft“, kommentiert Kevin Kapfer, Leiter Nationalteams bei Floorball Deutschland, das Abschneiden. Das Team sei noch sehr jung, haben wichtige internationale Erfahrungen gesammelt und werde in seinem Kern bei der nächsten WM, die bereits im Mai 2027 stattfindet, wieder angreifen.
„Auch wenn wir am Ende unser großes Ziel nicht erreicht haben, können wir trotzdem sehr stolz auf uns alle sein; wir haben eine klasse Leistung abgeliefert“, fasst Ronja Trieb zusammen. Das sieht auch Landherr so: „Obwohl wir es nicht geschafft haben, bin ich stolz auf unser Team, wir haben bis zum Ende gekämpft und gegen Polen nochmal gezeigt, dass wir gut mithalten können.“
„Es waren zwar sehr anstrengende Tage, aber auch sehr schöne Tage, ich habe vieles dazugelernt“, bilanziert die Angreiferin aus Kaufering. Mit ihrer eigenen Leistung sei sie sehr zufrieden, in der persönlichen Statistik stehen ein Tor und eine Vorlage. Die Zeit mit dem Team sei „unbeschreiblich schön“ gewesen. „Für die kommende Zeit möchte ich weiter an meinen individuellen Fähigkeiten arbeiten, mich sportlich weiterentwickeln.“
Das Ziel „Aufstieg 2027“ sei bereits ins Auge gefasst, so Landherr.

