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Floorball Verband Bayern e.V.

U15 auf dem Großfeld: Deutsche Meisterschaft ohne bayerische Beteiligung

Bayern – Die Deutsche Meisterschaft der U15-Junioren auf dem Großfeld muss diesmal ohne bayerische Beteiligung auskommen. Zwei Startplätze waren im Zuge der Quali am zweiten Maiwochenende in Berlin zu vergeben. Doch der FBC München, die VfL Red Hocks Kaufering und die SG Rohrdorf/Nordheim landeten auf den Plätzen drei, vier und sechs.

 

Nach jeweils einem 3:7 gegen die Red Hocks und gegen die PSV Black Wolves Dessau stand für die SG Rohrdorf/Nordheim am Samstagabend fest, dass es am Folgetag ins Match um den fünften Platz gehen würde. Dass ihr Team mit einer Außenseiterrolle ins Wochenende gehen würde, sei schon vorab klar gewesen, fasst das Trainer-Quartett Andreas Riedl, Elias Stecker, Jonas Knaus und Marco Endter zusammen. „Uns war bewusst, dass vor allem die Ost-Mannschaften spielerisch überlegen sein würden, allein aufgrund ihrer viel höheren Spielpraxis in der laufenden Saison.“ Dagegen setzen wollte die bayerische SG Einsatz und Laufbereitschaft.

 

In dieser Hinsicht und auch spielerisch habe man gegen Kaufering durchaus Akzente setzen können. „Aber viele individuelle Fehler wurden durch die starken Kauferinger effektiv und gnadenlos ausgenutzt.“ Gegen Dessau präsentierte Rohrdorf/Nordheim sich dann erneut als sperriger Gegner, loben die Coaches. „Erst als im Mitteldrittel die Schiedsrichter ein klares Tor der SG nicht anerkannten, konnte sich Dessau etwas absetzen“, hadert die SG. Ein Blitztor nach zehn Sekunden im letzten Drittel sei dann jedoch schon einer Vorentscheidung gleich gekommen.

 

Am Sonntag gegen die gastgebenden Eisbären aus Berlin lag die SG schon nach 18 Sekunden vorne, musste dann aber in rascher Abfolge vier Gegentore verkraften. Auch nachdem es im zweiten Drittel nach einer kleinen Aufholjagd ab dem Stand von 3:4 wieder drei rasche Gegentore setzte, steckte das Team nicht auf. „Das war große Moral“, kommentieren die Trainer. Nach dem 5:7-Zwischenstand zur zweiten Pause blieb die ganz große Trendwende aber aus, beim Stand von 5:8 war Schluss. „Hätten wir unsere Chancen besser genutzt, wäre eine Überraschung absolut möglich gewesen“, so das Fazit.

 

Trotzdem ziehen Riedl, Stecker, Knaus und Endter ein positives Fazit: „Insgesamt waren es für uns sportlich sehr schöne und lehrreiche Erfahrungen. Stolz sind wir besonders auf die große Einsatzbereitschaft und Moral unseres Teams. Das laute Anfeuern unserer Fans und die Unterstützung der anderen bayerischen Teams haben uns sehr viel bedeutet.“

 

 

Red Hocks: Einbruch an Tag zwei

 

Die Red Hocks hatten am Samstag vor dem Sieg gegen Rohrdorf/Nordheim auch Dessau mit 7:4 geschlagen und somit den ersten Platz in ihrer Gruppe belegt. Zum Auftakt sei man fokussiert aus den Startlöchern gekommen, so Trainer Christoph Reichenberger, während sich die Black Wolves noch schwer taten. Das bayerische Aufeinandertreffen sei dann schon etwas unrunder verlaufen.

 

Das Halbfinale gegen Wernigerode ging dann tags darauf deutlich daneben. „Nach einem frühen ersten Treffer haben wir den Faden verloren und fanden bis zum dritten Drittel nicht mehr ins Spiel“, so das Fazit. 4:7 lautete der Endstand nach einem noch deutlicheren Zwischenstand zur zweiten Pause und einem Schlussdurchgang, der zumindest noch eine Ergebnislinderung brachte. Dennoch: „Im Team herrschte großer Frust“, so Reichenberger. Das DM-Ticket war futsch.

FBC München: Trotz Bronze ohne DM-Ticket

 

Viel vorgenommen hatte sich der FBC München. „Die U15-Quali war für uns das wichtige Event der Saison, weil wir auf dem Großfeld die größte Entwicklung gesehen haben und mit unserer Kaderbreite punkten können“, fasst Coach Federico Vanoni zusammen. Der 3:2-Overtimesieg über die Red Devils Wernigerode und ein glattes 4:0 über die Eisbären Juniors in der Gruppenphase seien für die gesteckten Ziele eine gute Ausgangslage gewesen.

 

Das Halbfinale habe dann ein unglaublich gutes Spiel mit hoher Energie und einer super Stimmung gebracht, so Münchens Trainer. Dessau zog rasch davon, eine Aufholjagd des FBC im letzten Abschnitt fand kein Happy End. Dass es mit einer 7:8-Niederlage nicht zum Finaleinzug reichte, sei bitter, hadert Vanoni mit den Vergabe-Modalitäten des DM-Tickets. „Weil ein dritter Startplatz an den Ausrichter verschenkt wird, hatten wir keine Chancen mehr, uns diesen im Spiel um Platz drei zu erspielen.“

 

Im Bronzematch warteten die Red Hocks Kaufering. In deren Köpfen hing die Pleite gegen Wernigerode noch fest, so Kauferings Coach Reichenberger. Der Münchener 7:3-Sieg habe für seinen FBC die Saison einen versöhnlichen Abschluss finden lassen, findet Vanoni. „Alle konnten noch einmal Spielzeit sammeln, befreit aufspielen und vor allem Spaß haben.“ Dennoch ende die Spielzeit sowohl für die Red Hocks als auch die Münchener leider viel zu früh. „Wir hätten es sicher anders verdient und ich bin mir sicher, wir greifen nächstes Jahr wieder an!“

 

Fotos: Börsch

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