Bayern – Der männliche U17-Landeskader begrüßt seinen neuen Torwarttrainer. Raphael Holub ist Floorball-Quereinsteiger, bringt aber viel Goalie-Erfahrung und großen Enthusiasmus mit. Im Interview stellt er sich und seine Ziele vor.
Servus Raphael, was gibt es über dich zu wissen?
Holub: „Mein Name ist Raphael, ich bin 26 Jahre alt und bin seit eineinhalb Jahren in Bullach als Goalietrainer aktiv. Beruflich bin ich als Kfz-Mechatroniker in München tätig – ein Job, der Präzision erfordert. Genau diese Präzision möchte ich nun in die Ausbildung unserer bayerischen Floorball-Torhüter einbringen.“

Du bist quasi schon immer Sportler, Floorball ist dabei ein neueres Kapitel für dich. Wie kam es dazu? Und zu deinem neuen Posten?
Holub: „Mein Weg hat mich vom Eis aufs Floorballfeld geführt. Nach 20 Jahren im Eishockey-Tor habe ich eine neue Herausforderung gesucht. Ein guter Freund überzeugte mich, es im Floorball-Tor zu versuchen. Was als Experiment begann, wurde sofort zur Leidenschaft. Durch ein Seminar von Floorball Deutschland zur Goalie-Integration kam ich in Kontakt mit dem U19-Nationaltrainer. Als ich erfuhr, dass die Stelle des U17-Landestorwarttrainers in Bayern unbesetzt ist, war für mich klar: Ich möchte diese Chance nutzen, um mein Wissen weiterzugeben und mich selbst stetig weiterzuentwickeln. Auch die C-Lizenz sowie weitere Fortbildungen sind bereits fest eingeplant – zusätzlich zu den bereits absolvierten.“
Du hast dir in letzter Zeit ja einige Eindrücke verschafft.
Holub: „Um über den Tellerrand hinauszuschauen, habe ich Zeit in der Schweiz verbracht. Neben dem Besuch der Cupfinals konnte ich bei Trainingseinheiten von Floorball Thurgau, der Sportschule Erlen und dem Unihockey Verband Thurgau hospitieren. Diese internationalen Einblicke in die moderne Goalie-Schule möchte ich nun nach Bayern bringen. Zudem pflege ich einen stetigen Austausch mit Marius Fisterer, Johannes Schönmeier und Jan Sperber, den Torhütertrainern der Nationalmannschaft. Daneben freue ich mich auf den Austausch bei der Trophy mit den anderen Landeskadern, um die Entwicklung unserer deutschen Torhüter gemeinsam voranzutreiben. So will ich sicherstellen, dass auch unsere Talente in Bayern mit den aktuellsten Techniken und Tipps gefördert werden.“
Wie bündelst du diese Einflüsse und wie gehst du sie an?
Holub: „Bei meinen Zielen für den bayerischen Kader liegt mein Fokus darauf, das Stellungsspiel sowie das Spielverständnis zu vertiefen, um das Goaliespiel weiterzuentwickeln. Ich werde mir alle Goalies in Bayern genauer ansehen und würde mich hierbei auch sehr freuen mit den Vereinen an Spieltagen in Kontakt zu kommen um einen konstanten Austausch zu ermöglichen. Denn langfristig möchte ich die Kommunikation zwischen dem Landeskader und den Vereinen stärken. Mein Ziel ist ein gesunder, motivierender Wettkampf zwischen den Torhütern.“
Was können die Vereine zur Goalieentwicklung beitragen?
Holub: „Es wäre wünschenswert, die Goalies im Training mit einzubinden. Sei es durch kleine Aufgaben im Training (nicht Bälle sammeln) oder Sachen auf die sie achten sollen bei bestimmten Übungen wie Positionierung oder Handhaltung. Hierzu empfehle ich die Angebote von Floorball Deutschland zur Goalie-Integration im Training. Es lohnt sich! Vor allem freue ich mich darauf, bei Spieltagen mit euch Vereinen in Kontakt zu treten und gerne auch darüber zu sprechen.“

