Feuerbach – Am vergangenen Sonntag fand in in Feuerbach die Süddeutsche Meisterschaft im Kleinfeld statt. Vier Mannschaften kämpften um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im Juli in Dresden: die Sportvg Feuerbach, der TV Schriesheim, die Weßling Chiefs und die Sportfreunde Puchheim. Am Ende hatten die bayerischen Teams das Nachsehen: Den Titel sicherten sich die Gastgeber, Vize wurde Schriesheim.

Tom Riedinger (Spieler Sportvg Feuerbach): „Das Auftaktspiel gegen Weßling war spannend und erfolgreich. Gegen den TV Schriesheim behielten wir die Nerven und gewannen das baden-württembergische Duell. Gegen Puchheim ging es dann für uns darum, den Turniersieg und die sichere Qualifikation perfekt zu machen. Unsere Leistung war konzentriert und überzeugend, mit drei Siegen aus drei Spielen sicherte sich die Sportvg souverän den ersten Platz. Neben den sportlichen Erfolgen war auch die Atmosphäre in der Hugo-Kunzi-Halle ein Höhepunkt des Tages. Besonders beim Duell zwischen Feuerbach und Schriesheim sorgten über 100 Zuschauerinnen und Zuschauer für eine starke Kulisse. Wir bedanken uns herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Turniers beigetragen haben. Besonders erfreulich war zudem, dass viele Jugendspieler Einsatzzeiten sammeln und wichtige Erfahrungen auf hohem Niveau machen konnten.“

Vincent Schwab (Trainer TV Schriesheim): „Die Saison auf dem Kleinfeld war intensiv. Nach einer schwierigen Hinrunde hatten wir durch eine fehlerfreie Rückrunde Rückenwind für die Süddeutsche Meisterschaft. Unser klares Ziel war, um den Titel mitzuspielen. Mit einem breiten Kader gingen wir selbstbewusst ins Turnier und konnten die favorisierten Puchheimer deutlich besiegen. Dabei mussten wir allerdings viel investieren. Im Spiel gegen Gastgeber Feuerbach zeigte das Team erneut großen Einsatz. Trotz einer starken Leistung mussten wir uns am Ende geschlagen geben. Besonders erfreulich waren die Treffer unserer jüngsten Spieler Tom Heck und Felix Dietsche, die in diesem intensiven Spiel wichtige Akzente setzen konnten. Feuerbach nutzte an diesem Tag seine Qualität und die Unterstützung der heimischen Kulisse konsequent aus. Im letzten Spiel ging es für uns um alles, denn das Ticket zur Deutschen Meisterschaft war weiterhin in Reichweite. Das Team zeigte von Beginn an große Präsenz und überzeugte besonders in der ersten Hälfte mit hoher Intensität. Auch defensiv bewiesen wir in wichtigen Momenten Stabilität. Goalie Patrick Malmquist ersetzte nach starker Leistung Constantin Huller und verhinderte mit einer Weltklasse-Parade nach einem starken Vier-gegen-drei-Überzahlspiel Weßlings den möglichen Anschlusstreffer. Am Ende sorgte Topscorer Florentin Wölfer mit zwei Treffern für die Entscheidung und sicherte den wichtigen Erfolg. Als Trainer bin ich stolz auf ein insgesamt sehr junges Team, das immer bereit war Einsatz zu zeigen, wenn es nötig war, und alles gegeben hat, um das DM-Ticket zu lösen. Die Organisation vor Ort war hervorragend. Wir sind gespannt auf die Teams in Dresden und bereit wieder alles reinzuwerfen, um zu gewinnen!“

Silke Hager (Trainerin Sportfreunde Puchheim): „Wir sind als Titelverteidiger angereist und daher sollte auch wieder einer der ersten beiden Plätze rauskommen. Allerdings mussten wir wegen Verletzungen, Abiturvorbereitung und anderen Veranstaltungen mit einigen Ausfällen kämpfen. Viel Zeit zur Vorbereitung blieb uns nicht. Im ersten Spiel gegen Schriesheim haben wir die erste Halbzeit etwas verschlafen und mussten dann einen Rückstand hinterlaufen, den wir leider nicht mehr aufholen konnten. Gegen Weßling lief es besser. Das Spiel war anfänglich sehr ausglichen, so trennte man sich zur Halbzeit 3:3. Kurz vor Ende wurde es dann etwas unschön, was den Sieg etwas trübte. Im letzten Spiel des Tages musste wir gegen die Gastgeber Feuerbach ran. Mit zwei Spielen in den Beinen und weiteren Ausfälle, konnten wir hier nichts mehr ausrichten. Am Ende steht ein guter dritter Platz. Die Mannschaft hat bis zur letzten Sekunde gekämpft – um jeden Ball, in jedem Zweikampf. Aber es sollte dieses Jahr einfach nicht sein. Dennoch bin ich mega stolz auf das Team. Nächstes Jahr werden wir wieder angreifen.“

Jakob Wachter (Kapitän Weßling Chiefs): „Alle vier Teams waren ganz gut auf Augenhöhe und entsprechend waren es alles enge Spiele. Die beiden Mannschaften aus Baden-Württemberg waren aber insgesamt einen Tick überlegen und haben Platz eins und zwei damit auch verdient. Für die Weßling Chiefs war die Süddeutsche Meisterschaft ein lehrreicher erster Auftritt auf diesem Niveau. Zwar gingen alle Spiele verloren, doch wirklich deutlich wurde es nie – die Chiefs hielten jede Partie lange offen und ließen sich nicht abschießen. Genau das sorgt für gemischte Gefühle: Kein Sieg, aber viele knappe Ergebnisse, bei denen nur Kleinigkeiten entschieden. Angesichts der fehlenden Erfahrung auf diesem Level zeigte das Team jedoch eine starke, geschlossene Leistung und konnte mit etablierten Gegnern mithalten. Unterm Strich bleibt vor allem der Spaß sowie die Erkenntnis, dass man konkurrenzfähig ist und sich deutlich teurer verkauft hat, als es die Tabelle vermuten lässt. Die erstmalige Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft bildet einen würdigen Abschluss für eine tolle Saison und bleibt ein großartiger Erfolg in der noch jungen Geschichte der Weßling Chiefs.“

Beitragsfoto: Julian Renninger

