U15: Bayerische Teams deutschlandweit auf Platz drei und fünf

Schenefeld – Die beiden bayerischen Vertreter haben bei der U15 Junioren Kleinfeld Deutschen Meisterschaft in Schenefeld den dritten und fünften Platz erzielt. Der FC Stern München sicherte sich Bronze, der SV Amendingen verpasste das Halbfinale in einer engen Gruppenphase knapp und wurde Fünfter. Die nationale Endrunde verlief in einer Vielzahl von Partien äußerst knapp: Nach zwei Spielen in der Vorrunde, die in die Verlängerung mussten, waren es am Folgetag gleich vier.

Vielleicht wäre mit ein bisschen mehr Abgeklärtheit sogar noch mehr für die Stadtbach Piranhas drin gewesen. Denn beim Auftakt gegen Bonn war den Amendingern die Anspannung zunächst anzumerken – zwei Gegentore in den ersten drei Minuten waren die Folge. Angefeuert durch die mitgereisten Eltern gelang der Anschluss, bis zur Halbzeitpause stand es aber wieder 3:5. Zu Beginn des zweiten Durchgangs bauten die Bonner ihren Vorsprung sogar noch aus. Erst im Schlussspurt schob sich der SVA wieder heran, beim Stand von 5:6 war aber Schluss. Für die Dragons, die allerdings weiterhin durchaus gut mithielten, blieben dies die letzten Punkte des Wochenendes; dass die Amendinger gegen den späteren Letzten unterlagen, sollte am Ende dem Sprung auf die allervordersten Plätze im Weg stehen.

Denn in ihrem zweiten Spiel bezwangen die Piranhas den Gastgeber und späteren Vizemeister BW 96 Schenefeld mit 5:3 (0:1). Dafür brauchte es allerdings einigen Anlauf, denn erst eine Auszeit und ein starker Schlussspurt mit fünf Toren in Folge drehten ein 0:3 in ein 5:3. Spätestens jetzt unterstrich der SVA, was auch auf höchster deutschlandweiter Ebene in ihm steckt.

Körperbetont ging es dann gegen den SC DHfK Leipzig zu. Halbfinale oder Spiel um Platz fünf, war für beide Teams die Losung. Das mit 8:5 bessere Ende hatte aber der Ost-Vertreter.

Tags darauf gegen TV Eiche Horn Bremen führten die Stadtbach Piranhas nach zehn Minuten bereits mit drei Toren. Doch nun meldeten sich die Hanseaten zurück – Ausgleich. Amendingen behielt die Nerven und brachte ein 5:4 in die Pause. Nach Wiederanpfiff baute der SVA diesen Vorsprung aus und auch der Anschlusstreffer brachte keinen Umschwung mehr, sodass ein 13:9 den fünften Platz fix machte.

„Verdienter fünfter Platz und ein aufregendes Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird“, so das Amendinger Fazit. Trainer Andreas Karg sieht es so: „Wären die Köpfe bei allen frei gewesen und das Potenzial vollends ausgeschöpft worden, hätte das Team mehr erreichen können. Wir sind mit dem fünften Platz soweit zufrieden.“

Der SV Amendingen landete auf Platz fünf. (Foto: BW Schenefeld)

 

FC Stern: Overtime-Aus im Halbfinale

Ebenfalls etwas mehr erhofft hatte sich der FC Stern. Doch wenngleich das Ziel diesmal klar der Titelgewinn war, habe es am Ende nicht ganz gereicht, bedauert Trainer Moritz Fischer. Nachdem sich sein Team am Samstag in der Gruppenphase von Spiel zu Spiel steigerte (9:8 n.V. gegen Griedel, 6:5 gegen Eiche Horn, 13:5 gegen den späteren Meister Wernigerode), platzten die Meisterschaftsträume tags darauf jäh in der Overtime des Halbfinales.

„Wir haben das Spiel lange klar beherrscht“, schildert der Münchener Coach. Nachdem Schenefeld eine zwischenzeitliche 3:0-Führung des FC Stern in der Schlussphase der ersten Hälfte mit dem Anschluss beantwortete, legte der bayerische Champion neun Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch das 4:2 nach.

„Am Ende kam Schenefeld durch taktisch gute Entscheidungen und Spielzüge zurück ins Spiel“, erklärt Fischer. Knapp elf Minuten vor Schluss und bei immer noch unverändertem Spielstand zogen die Gastgeber ihre Auszeit, der nach nur einer Sekunde das 4:3 folgte. Genau eine Minute später schlug es erneut im Tor der Münchener ein, die sich zwar mit einer erfolgreich genutzten Strafe und dem 5:4 (35.) wehrten – doch da war das Momentum schon gekippt. Angetrieben von seinen Fans – rund 235 Zuschauer wollten das Match sehen – rettete sich Blau Weiß in die Overtime.

„Dort kann ein einziger Fehler über alles entscheiden“, weiß Fischer. Und dieser eine Fehler unterlief seinem eigenen Team. Eine Unaufmerksamkeit im Aufbau – Konter – Schluss. „Was wir letztes Jahr noch geschafft haben, sollte dieses Jahr nicht sein“, bedauert Fischer.

Wo andere ausgeschiedene Titelfavoriten komplett auseinanderfallen, bewiesen die Münchener aber Moral: Auch das Spiel um Platz drei, wenngleich nur das kleine Finale, ging in die Verlängerung; mit 4:3 behielt der FC Stern hier die Oberhand und sicherte sich Bronze.

Seine Mannschaft habe alles gegeben, lobt Fischer. Zum ganz großen Wurf in einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld habe heuer vielleicht einfach ein gewisses Etwas gefehlt. Dennoch überwiege der Stolz.

Münchens Bronze-Mannschaft 2023. (Foto: Thomas Ziemendorf)

Text: Daniela Thomas und FVB/Rasso Schorer

Beitragsfoto: Thomas Ziemendorf

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