Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Vor der WM-Quali der U19-Juniorinnen: „Gleich gut ins Turnier starten“

Wenn die U19-Nationalmannschaft der Damen ab dem heutigen Mittwoch in Berlin nach der WM-Qualifikation greift, sind auch drei Spielerinnen aus Bayern im deutschen Trikot dabei. Im Interview erklären Torhüterin Pia Landherr (SV Amendingen), Verteidigerin Merle Grimpen (FBC München) und Ronja Trieb (Red Hocks Kaufering, FBC München), worauf es ankommen wird.

 

Servus zusammen, zunächst nochmal Glückwunsch zu Eurer Nominierung. Wie hat es sich angefühlt, als Ihr im Trainingslager zu Beginn des Jahres die Zusage für die WM-Quali in Berlin bekommen habt?

 

Grimpen: „Vor meinem Einzelgespräch mit den Trainern hatte ich noch gemischte Gefühle. Ich war zum einen sehr positiv gestimmt, da ich wusste, dass ich alles dafür getan und mir diesen Platz verdient habe. Zum anderen hatte ich natürlich sehr Angst davor, dass ich den Staff nicht von mir und meiner Leistung überzeugen konnte.“

 

Landherr: „Ich habe mich sehr gefreut – und habe es erst gar nicht richtig realisiert.“

 

Trieb: „Die ‚Wartezeit‘ hat sich für mich sehr lange und nervenaufreibend angefühlt, sodass ich im Moment der Zusage sehr glücklich und erleichtert war. Bis ich es realisiert habe, hat es aber auch bei mir einige Tage gedauert. Es ist ein Kindheitstraum, der für mich in Erfüllung geht.“

 

Und jetzt ist es soweit. Wie habt Ihr Euch auf die Aufgabe in Berlin vorbereitet?

 

Trieb: „Wir hatten mit der Nationalmannschaft viele Trainingslager, in denen wir uns gut und intensiv vorbereitet haben. Zusätzlich habe ich jedes Teamtraining genutzt, um mich weiterzuentwickeln. Vor der Quali habe ich speziell noch an meinen Schwächen gearbeitet.“

 

Grimpen: „Die Saison der Damen verlief im Verein bis jetzt ganz gut, wobei ich konstant gute Leistung gebracht habe. Dazu kamen Trainings und Spiele mit den Herren 2 und der U19. Außerdem absolviere ich regelmäßiges Krafttraining.“

 

Landherr: „Meine bisherige Saison verlief sehr ausgeglichen und bisher persönlich ganz gut. Ich hatte viele Trainings und ein paar Trainingslager; dazu kommt mein persönliches Training, mit dem ich mich gut auf die Quali vorbereitet habe.“

 

Merle Grimpen, Pia Landherr und Ronja Trieb (v. links).

Ihr seid drei Spielerinnen aus drei verschiedenen Mannschaftsteilen. Torfrau, Verteidigerin, Angreiferin. Welche Aufgaben kommen auf Euch ganz persönlich, wenn das deutsche Team vier Spiele in den kommenden fünf Tagen absolviert?

 

Trieb: „Als Flügelspieler sehe ich meine Rolle darin, Tempo und Tiefe ins Spiel zu bringen, defensiv zuverlässig zu arbeiten und dem Team Energie und Druck zu geben. Gerade in der Qualifikation geht es darum, konsequent zu sein und Verantwortung im Detail zu übernehmen.“

 

Grimpen: „Durch ein starkes Zweikampfverhalten und einen guten Überblick behalte ich das Spiel gut im Griff und sorge nach dem Ballgewinn vor allem für Ruhe.“

 

Landherr: „ Mein persönliches Ziel ist es bei jedem Spiel fokussiert zu sein und eine gute Performance abzuliefern.“

 

Was habt Ihr Euch darüber hinaus vorgenommen? Welche Ziele hat sich das Team gesteckt?

 

Landherr: „Auf jeden Fall die Qualifikation zur WM.“

 

Trieb: „Eine erfolgreiche Quali soll uns für die WM eine gute Gruppe bringen. Dort ist es dann unser Ziel, in die A-Division aufzusteigen. Zu diesem Teamerfolg will ich meinen Teil beitragen, mich persönlich weiterentwickeln, wertvolle Erfahrungen sammeln und auch ein paar Tore schießen.“

 

Grimpen: „Mein Ziel ist es, in jedem Spiel mit guten Blocks und Auslösungen meine Bestleistung abzurufen und mich im Verlauf der Quali immer weiter zu steigern. Das Team will die Quali natürlich gewinnen, um dann mit gutem Gewissen weiter zur WM zu fahren.“

 

Wenn es im Mai zur WM nach Italien gehen soll, muss das deutsche Team mindestens auf Platz zwei landen. Wie soll das klappen?

 

Landherr: „Indem jeder für das Team kämpft und fokussiert bleibt.“

 

Grimpen: „ Entscheidende Faktoren für eine starke Teamleistung sind Motivation und Ehrgeiz. Alle müssen bereit sein alles zu geben. Dadurch pusht man sich gegenseitig und holt das Beste aus allen heraus.“

 

Trieb: „Wenn jeder seine Rolle annimmt und wir als Einheit auftreten, können wir unser Potenzial ausschöpfen. Der Weg dahin führt über Teamzusammenhalt, Disziplin und den gemeinsamen Willen.“

 

Ihr trefft zunächst auf Österreich (Mittwoch, 17 Uhr), dann auf die Ukraine (Donnerstag, 17 Uhr), Frankreich (Samstag, 15 Uhr) und Ungarn (Sonntag, 15 Uhr). Welcher Gegner steht für Euch besonders im Fokus?

 

Grimpen: „Das Schlüsselspiel wird laut den Trainern das Spiel gegen Österreich sein, da diese wahrscheinlich die stärksten Konkurrenten sind. Österreich ist auch unser erster Gegner, weshalb wir direkt den Fokus auf dieses Spiel legen können und zudem noch komplett frisch sind.“

 

Landherr: „Wir müssen schauen, dass wir gegen sie gleich gut ins Turnier starten.“

 

Trieb: „Wenn wir von Beginn an unser Tempo, unsere Intensität und unsere Struktur aufs Feld bringen, gibt uns das viel Selbstvertrauen und ein gutes Teamgefühl für das restliche Turnier.“

 

Ergebnisse, Statistiken, Highlights, Streams und vieles mehr gibt es auf der IFF-App.

 

Beitragsfoto: Floorball Deutschland

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