Bayern – Die floorballshop.com Regionalliga Bayern hat ihren Meister 2026 gefunden: Drei Spieltage vor der Ziellinie ist die zweite Mannschaft der Red Hocks rechnerisch nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Am vergangenen Wochenende setzten sich die Kauferinger mit 10:6 gegen den FBC München 3 durch. Dahinter ist das Rennen um den zweiten Platz und damit um die Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft spannend wie eh und je. Zuletzt besiegte die SG Amendingen/Puchheim den SV Nordheim mit 4:2 im Verfolgerduell. Eine klare Sache war das 15:3 der Lumberjacks Rohrdorf gegen die Wikinger des PSV München. Spannender machten es die Panther Regensburg und der FBC München 2 – am Ende behielten die Landeshauptstädter mit 5:4 die Oberhand.
SG Amendingen/Puchheim vs. SV Nordheim
Big Points im Rennen um Platz zwei hat die SG Amendingen/Puchheim gegen den SV Nordheim eingefahren. Nach der 9:5-Hinspielpleite gelang nun mit 4:2 die Revanche. Der am Ende womöglich wichtige direkte Vergleich liegt damit aber weiterhin beim SVN. „Die Niederlage war bitter, da wäre heute deutlich mehr drin gewesen“, bedauert Peter Kechele.
Nordheims Spielertrainer sah sei Team gut ins Spiel kommen, „wir hatten viel Ballbesitz und haben den Ball gut laufen lassen“. In Sachen Torerfolg galt im Anfangsdrittel jedoch auf beiden Seiten: Fehlanzeige.
Das änderte sich in Durchgang zwei – allerdings nur zugunsten der SG. Lorenz Mayer (22.) und Maximilian Hager (23.) stellten binnen nicht einmal einer Minute auf 2:0. Seine Mannschaft habe sich in dieser Phase zu viele Fehler geleistet, fasst Kechele zusammen. Zur Mitte des Spiels erhöhte Jannik Buhmann (31.) sogar noch. Der SVN brachte den Ball selbst im Zuge einer vierminütigen Überzahl nicht über die Torlinie. Erst zwei Minuten vor der nächsten Pausensirene verkürzte Elias Stecker (39.).
Ein schlagkräftigeres Powerplay zog dann die SG im Schlussdrittel auf, Hager (51.) schloss erfolgreich ab. Jonas Knaus’ 4:2 (58.) kam zu spät, um noch mehr als Ergebniskosmetik auszurichten. „Unsere Abschlüsse hätten heute für zwei Spiele gereicht“, so Kechele, „so einen Chancenwucher dürfen wir uns in der restlichen Saison nicht mehr erlauben“.
Als nächste Aufgabe geht es für die Nordheimer am 28. Februar in Rohrdorf gegen den alten und neuen Meister Kaufering. Die SG bekommt es mit den gastgebenden Lumberjacks zu tun.

Lumberjacks Rohrdorf vs. PSV Wikinger München
Reichte es beim PSV zuletzt immer öfter für ausgeglichene Drittelergebnisse gegen favorisierte Gegner, so war das jüngste Duell mit den Lumberjacks ein Rückfall in chancenlosere Zeiten. Mit 3:0, 5:0 und 7:3 entschied Rohrdorf alle drei Durchgänge klar für sich. Allein Daniel Nustedt und Kilian Tiefenthaler kamen auf fünf beziehungsweise vier Treffer.
„Das war ein gebrauchtes Spiel für uns“, kommentiert PSV-Spielertrainer René Ghigani-Braun. Ohne richtigen Zugriff habe man den spielstarken Lumberjacks wenig entgegenzusetzen gehabt. „Im letzten Drittel hat uns der Gegner etwas Luft gelassen“, sodass Tore von Ghigani-Braun selbst (50., 57.) und Florian Bains (54.) eine Zu-Null-Niederlage noch abwenden konnten.
„Unser Fokus liegt jetzt auf dem Spiel gegen Regensburg“, schaut der Wikinger-Chef nach vorne. „Hier wollen und müssen wir gewinnen um eine bessere Platzierung als im Vorjahr zu erreichen.“
VfL Red Hocks Kaufering 2 vs. FBC München 3
Den dritten Meistertitel am Stück und den vierten binnen fünf Jahren hat die Zweitvertretung der Red Hocks eingefahren. Bis am Sonntag der Sieg über Verfolger FBC München 3 errungen war, war aber einiges an Arbeit zu verrichten.
„In den ersten beiden Dritteln hatten wir immer wieder Schwierigkeiten, den Ball vorne festzumachen“, fasst Kauferings Verteidiger Jonas Rubenwolf zusammen. „Individuelle Fehler im Aufbau und unnötige Ballverluste in der gegnerischen Hälfte haben uns zur zweiten Drittelpause sogar in Rückstand gebracht.“
Vor dem ersten Gang in die Kabine hatte ein Doppelschlag von Dominik Fellner (19.) und Lukas Trieb (20.) die zwischenzeitliche Münchener Führung, markiert durch Liga-Topscorer Martin Hempfling (14.), noch in eine Kauferinger Führung umgedreht, im zweiten Durchgang lief es dann jedoch genau anders herum. Gabriel Matics (32.) Ausgleich beantwortete Trieb noch erfolgreich (36.), dann aber schlugen Elias Miladinov (40.) und Hempfling (40./PP) zu. „Es war körperlich intensiv und stark umkämpft, womit wir stellenweise Probleme hatten“, schildert Rubenwolf. Denn der spielfreudige Münchener Nachwuchs wusste auch Zähne zu zeigen. „In 50/50-Bällen waren wir teilweise zu zögerlich“, habe sein Team das deutliche Plus an Erfahrung bis dahin nicht recht auszuspielen vermocht, so Rubenwolf.
Aus der zweiten Pause seien die Red Hocks dann aber „unheimlich stark“ zurückgekommen, freut sich der Verteidiger. „Die Umstellung auf zwei Reihen hat uns die nötige Stabilität gebracht.“ Auf diese Sicherheit aufbauend, zeigten sich die Red Hocks vorne eiskalt. Trieb (44.), Raphael Heinzelmann (50., 55.) und Spielertrainer Marco Tobisch (52.) schossen zunächst ein 7:4 heraus und auch eine Münchener Auszeit richtete zu diesem Zeitpunkt wenig aus. Spätestens nachdem Liga-Toptoschütze Trieb (55., 25. Saisontreffer) und Stefan Bergmair (57.) auf 9:4 erhöht hatten, waren das Spiel und die Meisterschaft entschieden. „Die Tore waren teilweise echt wunderschön herausgespielt“, so Rubenwolf, „der Kampfgeist und das Zusammenspiel im dritten Drittel haben uns den vorzeitigen Titel eingebracht.“ Tom Zöllner (60.) auf Kauferinger sowie Kai Finkenwirth (59., 60.) auf Münchener Seite trafen zum Endstand.
Im Stallduell mit dem punktgleichen FBC 2 gibt es für Münchens Dritte am kommenden Spieltag einen wichtigen Fingerzeig für den weiteren Saisonverlauf.
Panther Regensburg vs. FBC München 2
Ordentlich mitgehalten, dennoch keine Punkte. „Einfach nur frustrierend“, schnaubt Panther-Sprecher Daniel Hollerauer. Auch wenn es „sicherlich wieder viele positive Dinge“ mitzunehmen gebe. Der Start allerdings zählte definitiv nicht dazu.
„Wie so oft sind wir nicht sonderlich gut in das Spiel hineingekommen“, erkennt Hollerauer ein Muster, nachdem Florian Riedl (2.) und Alesandro Jantscher (4.) bereits nach gut drei Minuten zweimal für München gejubelt hatten. Danach sei Regensburg besser ins Spiel gekommen, der Anschlusstreffer von Clemens Spitzenberg (8.) wurde aber wieder im direkten Gegenzug durch Sören Krieger (9.) und Jantscher (11.) neutralisiert.
Fortan aber sah Hollerauer seine Panther endgültig im Spiel angekommen. „Die Defensive stand ab da ziemlich gut, offensiv haben wir etwas zu oft die falschen Entscheidungen getroffen, konnten jedoch zumindest noch den 4:2-Anschlusstreffer durch Ludwig Erhardsberger (12.) erzielen.“ Ein Powerplay kurz vor Drittelende blieb ungenutzt.
Am zweiten Abschnitt gebe es dann wenig auszusetzen, so Hollerauer. Bis auf die Chancenauswertung. Lediglich Spitzenberg traf (38.). Gegen die im Vergleich zur Vorwoche, als sie in absoluter Rumpfbesetzung antrat, personell wieder deutlich besser ausgestattete Münchener Zweite wäre zu diesem Zeitpunkt schon mehr als der Anschluss drin gewesen, findet der Sprecher der Panther.
„Und wer sie dann vorne nicht macht, bekommt sie dann natürlich hinten.“ Nach gut 40 gegentorfreien Minuten war es Lassi Tyven (53.), der Regensburgs Schlussfrau Rebecca Haack überwand. Sein Treffer zum 3:5 entschied die Partie letztendlich. Denn mehr als der erneute Anschluss, diesmal durch Ingolstadt-Leihgabe David Kraus (59.), sprang in gut drei Minuten Sechs-gegen-Fünf nicht mehr für Regensburg heraus.

Beitragsfoto: Rubenwolf/Archiv

