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Floorball Verband Bayern e.V.

FD Pokal 2025/26: So lief das Achtelfinale

Bayern – Die Red Hocks stehen im Viertelfinale des FD-Pokals der Männer. Im Derby beim FBC München setzten sich die Kauferinger durch einen Last-Minute-Treffer mit 5:6 durch. Bei den Damen ist für den einzigen bayerischen Vertreter FBC München nach nur einem Spiel schon wieder Schluss. Gegen Bundesligist Bonn zeigten die Landeshauptstädterinnen mit 2:5 aber eine starke Leistung.

 

Herren: FBC München vs. VfL Red Hocks Kaufering

 

Lange war es der selbe Ablauf: Die Hausherren legten vor, die Gäste antworteten. Erst in der 44. Minute änderte sich dieses Bild, als die Red Hocks erfolgreich nachsetzten, Jeremias Probst einen Ball erlief und diesen aus der Halbdistanz zur erstmaligen Kauferinger Führung ins Netz setzte. Nun war es an den Münchenern, auf den Rückstand zu reagieren – und erneut lieferte Paul Handrich, der mit seinem dritten Tor (52.) sogar den Hattrick schnürte. Ausgleich, 5:5 und noch gut acht Minuten auf der Uhr.

 

Handrich war es auch, der mit einem präzisen Schuss ins kurze Eck für den ersten Treffer dieses Bayern-Derbys (12.) gesorgt hatte. Bis dahin hatten sich beide Teams ein ereignisarmes Spiel geliefert, in dem es erkennbar galt, nach der Weihnachtspause wieder in Gang zu kommen. „Es dauerte eine Weile unseren Rhythmus zu finden“, räumt Kauferings Trainer Henrik Nordström ein. Immer wieder schnappte das hohe Münchener Pressing zu. Kaufering kam nur zu zwei nennenswerten Offensivaktionen, von denen eine aber passte: Daniel Wipfler spielte Kapitän Benedikt Föhr frei und dieser verwandelte aus zentraler Position (18.). „In der ersten Hälfte hatten wir das Spiel unter Kontrolle – treffen wir hier öfter, läuft es vielleicht anders“, bilanziert FBC-Coach Fredrik Ekvall.

 

Im zweiten Drittel jubelte wieder Handrich, der die Kauferinger Unordnung nach einem Freischlag nutzte (21.). Wipfler glich per Konter aus (26.). In der Folge fanden beide Teams öfter den Abschluss: Nach einem Ballverlust der Red Hocks legte Sebastian Unterberger vor (29.), wenig später stellte Johannes Probst wuchtig aus der Distanz auf 3:3. Abermals nur 20 Sekunden darauf pennten die Gäste bei einem Freischlag schon wieder, diesmal schlug Federico Vanoni zu (33.), ehe erneut 26 Sekunden später Calli Rieß eine schöne Kombination mit dem 4:4 abschloss. „Es war ein umkämpftes Spiel“, fasst Nordström zusammen – „anders war das beim Aufeinandertreffen dieser beiden Teams aber auch nicht zu erwarten“.

 

Miro Akerlunds Treffer brachte seinen Red Hocks das Viertelfinale. (Archivfoto: Finkenzeller)

 

In der Schlussphase boten sich dann beiden Mannschaften Gelegenheiten zur Vorentscheidung, wobei den schmaler besetzten Gästen die Puste auszugehen drohte. Dass es nicht wie schon bei den beiden letzten Aufeinandertreffen in die Verlängerung ging, lag an einem FBC-Missgeschick und einem aufmerksamen Kauferinger Goalgetter: Nach einem Ballgewinn prallten zwei Münchener gegeneinander, Miro Akerlund stibitzte das Spielgerät und traf 13 Sekunden vor der Schlusssirene spielentscheidend in den Winkel.

 

An die Ligapartie Anfang November fühlte sich Ekvall erinnert: „Wir verlieren im Laufe des Spiels an Energie“; dass Kaufering in dieser Saison im direkten Duell nun zweimal hintereinander auf den letzten Metern die Oberhand errang, solle nicht als Zufall abgetan werden. Es gelte nun einige Dinge anders zu machen – das nächste Duell werde erneut eine spannende Nagelprobe für die Entwicklung beider Teams.

 

Ich bin wirklich stolz auf die Jungs“, jubelt derweil Nordström. „Uns allen ist bewusst, dass es nicht unsere beste Leistung war, trotzdem haben wir einen Weg gefunden dieses Spiel zu gewinnen.“ Ein großes Lob gelte den Kauferinger Fans, die rund ein Drittel der mit gut 200 Zuschauern besetzten Tribüne ausmachte; „sie haben uns wieder den nötigen Schub gegeben“.

 

Damen: FBC München vs. SSF Dragons Bonn

 

Dass es der Außenseiter so richtig wissen wollte, zeigten auch die Schlussmomente: Statt ein überaus achtbares Ergebnis ins Ziel zu bringen, ging der FBC beim Stand von 2:4 und einer Überzahl aufs Ganze. Schlussfrau Franziska Barner verließ ihren Kasten zugunsten einer weiteren Angreiferin. Das ging zwar nicht auf, das 2:5 durch Elena Bröker in den leeren Kasten besiegelte das Pokalaus endgültig. Dennoch hatten die Gastgeberinnen, derzeit bekanntermaßen im österreichischen Spielbetrieb aktiv, erneut eine vorzeigbare Visitenkarte auf deutscher Ebene hinterlassen.

 

Im ersten Drittel hatte Valerie Hartl den FBC sogar in Führung gebracht (11.), Bröker (17.) glich dann für die Favoritinnen aus. „Leider haben wir es verpasst einen höheren Vorsprung herauszuschießen“, bedauert FBC-Coach Lars Dreißnack. „Das 1:1 nach 20 Minuten war für Bonn schon glücklich.“

 

Die Dragons zeigten sich in der Folge zielsicherer: Theresa Beppler-Alt (26.) traf im zweiten Durchgang aus der Distanz, um später aus nahezu identischer Position zu erhöhen (34.). Die Doppeltorschützin sei eine „Lebensversicherung“ für Bonn gewesen, so Drießnack. „Es war schwer, gegen ihre Abschlüsse ein passendes Mittel zu finden.“ Angesichts eines Plus an Spielanteilen ging die Bonner Führung in Ordnung.

 

Spätestens als Bröker nach einem Fehlpass im Münchener Spielaufbau durch die Mitte zog und auf 1:4 stellte, war eine Vorentscheidung gefallen. München blieb aber dran, wie schon beim ersten Tor fand eine Kombination um das Gehäuse herum einen erfolgreichen Abschluss. Diesmal spielte Ronja Trieb Merle Grimpen frei, die aus kurzer Distanz verkürzte. Am Bonner Viertelfinaleinzug gab es dennoch nichts mehr zu rütteln.

 

Wir waren gut vorbereitet und auch über das komplette Spiel konkurrenzfähig“, lobt Drießnack den Auftritt seines Teams. Der Sieg für Bonn gehe in Ordnung, falle aber auch durch das Empty-Net-Tor am Schluss zu hoch aus. „Für uns bleibt die Erkenntnis das wir gegen Bundesligateams mithalten können. Wir nehmen den Schwung jetzt mit in die W-IFL Finalserie und wollen Ende Februar in Wien den Titel holen.“

 

 

 

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