Bayern – Erneut haben der U15- sowie der U17-Landeskader die Prague Games zur internationalen Standortbestimmung genutzt. Welche Erkenntnisse die Teams mit nach Hause nehmen, schildern U15-Landestrainer Maximilian Krammer sowie Johannes Schönmeier, der als Coach bei der U17 einsprang, im Interview.
Servus, was hatte sich der U15-Landeskader für die Prague Games vorgenommen und wie hat das geklappt?
Krammer: „An der Trophy sind unsere Defizite in Spiel mit Ball aufgefallen, daher haben wir das in der Vorbereitung auf teamtaktischer Ebene priorisiert. Wir haben dann zwar etwas besser mit Ball gespielt, uns ist in Prag aber auch aufgezeigt worden, dass das noch lange nicht reicht, weil wir technisch limitiert sind. Besonders in der Chancenverwertung waren wir unterlegen.“
Johannes, wie lief es aus deiner Sicht bei der U17?
Schönmeier: „Mit dem Duell in der UNYP Arena gegen den späteren Finalisten LevelUp Boys aus Schweden haben wir uns ein kleines Highlight erspielt. Uns war klar, dass es natürlich sehr schwer werden würde. Ich finde wir haben uns gerade in der ersten Hälfte sehr teuer verkaufen können. Der Auftakt in die B-Playoffs gegen Cesky Tesin war ein Spiel auf Augenhöhe. Am Ende liefen leider auch ein paar Entscheidungen gegen uns, die aber nicht als Ausrede herhalten dürfen. Wir hätten das Spiel durchaus früher entscheiden können und waren gerade am Anfang der zweiten Hälfte viel zu verschlafen aus der Pause rausgekommen. Wenn ich ein Fazit ziehen kann: Es wäre mehr drin gewesen, jedoch ist es hin und wieder in den entscheidenden Momenten an uns selbst gescheitert. “
Womit konnten wir mit unserem U15-Landeskader punkten?
Krammer: „In der Schnelligkeit sind wir dieses Jahr den Tschechen, den Letten und den Schweizern relativ stark unterlegen gewesen. Wenn wir den Zweikampf um den Ball aber bekommen haben, haben wir es dann ziemlich gut gemacht, dort haben wir sicher Fortschritte gemacht über die letzten Jahre.“
Und die U17?
Schönmeier: „Zum Beispiel gegen die Red Lions Frauenfeld haben wir sehr viel Charakter bewiesen und das Spiel dank einer sehr soliden Verteidigung auf unsere Seiten gezogen. Noch dazu haben wir auch in den Unterzahlsituationen die nötige Ruhe bewahrt und haben fast nichts zugelassen auf unser eigenes Tor.“
Welche Erkenntnisse nehmen wir mit nach Hause?
Krammer: „Die technischen Fähigkeiten unserer Spieler müssen tagtäglich unter hohem Druck und hohem Tempo in Training und vor allem Spielbetrieb abgefordert werden. Unsere Spieler können alles am Stock, solange sie keinen Druck bekommen. Alles in allem war es mal wieder eine sehr lehrreiche Woche, in der wir immerhin sechs Spiele mit starken Gegnern gehabt haben. Erfreulich ist in Prag immer, dass die Schiedsrichter eine lockere ‚let the boys play‘-Linie pfeifen, das würde uns im heimischen Spielbetrieb auch helfen.“
Schönmeier: „Mitunter haben wir viel vor dem Tor liegen lassen. Gegen die Masters Ulbroka aus Lettland wurden uns in Sachen Physis und Spielintelligenz deutlich die Grenzen aufgezeigt. Ich würde mir auch weiterhin wünschen, dass der Landesverband den Auswahlteams diese Möglichkeit offen lässt in Prag teilzunehmen. Der internationale Vergleich hilft bei der Entwicklung der Spieler hier im Süden ungemein weiter! Für mich war es natürlich nur eine Interimssache, jedoch bedanke ich mich für die Möglichkeit die Auswahl an diesem Event begleitet zu haben.“

