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Floorball Verband Bayern e.V.

U17 auf dem Kleinfeld: DM-Plätze sechs und sieben für Amendingen und SG Puchheim/Ingolstadt

Bayern – In der zweiten Hälfte des Klassements haben sich die zwei bayerischen Vertreter bei der Deutschen Meisterschaft der U17-Junioren auf dem Kleinfeld eingereiht. Während die Stadtbach Piranhas des SV Amendingen mit ihrem sechsten Rang durchaus im Reinen sind, hatte sich die SG Puchheim/Ingolstadt in Berlin mehr ausgerechnet als Platz sieben.

 

Seine Amendinger, die mit einem sehr kleinen Kader angereist waren, hatten sich von Beginn an auf einen echten Kraftakt eingestellt, fasst Trainer Andreas Karg zusammen. Unter dem Motto „One Team in Yellow and Green“ sei es um den Spaß gegangen und darum, den letzten Platz zu vermeiden. „Gegen Griedel konnten wir gut mithalten und hielten das Spiel offen“, bilanziert der SVA-Coach mit Blick auf die Auftaktpartie. Ab dem Stand von 9:8 (28.) musste sein Team aber abreißen lassen; mit 12:8 ging das Match an die Hessen. Gegen den späteren Champion SC DHfK Leipzig lagen die Piranhas zur Pause bereits mit 2:7 hinten. Es sei klar gewesen, dass die Messestädter sich als eine Nummer zu groß erweisen würden, räumt Karg ein, der nach dem Ergebnis von 7:12 aber auch den ein oder anderen überraschenden Wirkungstreffer zugunsten seiner Amendinger erkannte.

 

Sollte es am Folgetag nicht ins Spiel um Platz sieben gehen, musste gegen den TSC Wellingsbüttel ein Sieg her. Doch der Start missglückte. Einen anfänglichen 0:2-Rückstand glich der SVA noch aus, um dann kurz vor der Sirene noch zwei Tore zum 2:4-Pausenstand eingeschenkt zu bekommen. Zurück auf dem Feld präsentierten sich die Amendinger aber gefestigter. Der Kampf ums Oberwasser sei extrem zehrend gewesen, doch er gelang bis hin zu 8:4-Führung. Zwar leistete sich sein Team noch einen Einbruch, so Karg, doch der verbliebene Vorsprung von einem Tor hielt über die letzten vier Minuten hinweg. Mit 8:7 setzte sich das „Team in Yellow and Green“ durch.

 

Letzter Gruppenplatz für SG Puchheim/Ingolstadt

 

Das war anders geplant: „Auch wenn die Gruppe relativ eng gehalten war, haben wir nur selten zu unserem Spiel gefunden“, hadert Johannes Schönmeier, Coach der SG Puchheim/Ingolstadt. „Im Spiel gegen Bonn waren viel zu verspielt und haben teilweise leichtsinnige Fehler gemacht, die konsequent bestraft wurden. Noch dazu haben wir viel leichtfertig vor dem Tor liegen gelassen.“ In Summe war das gegen den späteren Finalisten zu viel. Nachdem die Dragons zu Beginn der zweiten Hälfte davon zogen, kam die bayerische Spielgemeinschaft nicht mehr näher heran als auf 5:7.

 

In der zweiten Partie schien die Lektion gelernt. „Eine sehr gute Hälfte“ sah Schönmeier, Lohn war eine 7:3-Pausenführung gegen den MFBC Leipzig. Dennoch ging das Spiel noch in die Binsen. „Die zweite Hälfte war zwar mehr Richtung unser eigenes Tor verlagert, aber wir standen defensiv sehr stabil“ – zumindest bis rund vier Minuten vor Schluss. Mit drei Toren Vorsprung und einer Überzahl schien nichts mehr anzubrennen, „doch wie im ersten Spiel stellten wir uns auch hier ein Bein und agierten in der Schlussphase unkonzentriert und undiszipliniert“, so Schönmeier. Tatsächlich kamen die Sachsen bei gezogenem Torwart zum Ausgleich. „Bezeichnend war dann der Schlusspunkt, wo wir mit einem individuellen Fehler den Leipzigern eine Sekunde vor Schluss den Siegtreffer auflegten“, war der Coach nach dem 7:8 bedient.

 

Zwar gab es gegen Tegel noch eine minimale Restchance auf Gruppenplatz zwei – mit späterer Schützenhilfe und einem deutlichen Sieg. Doch seien die Rückschläge des Tages seiner Truppe deutlich anzumerken gewesen, so Schönmeier. Trotz 7:6-Sieg habe man die schlechteste Saisonleistung abgerufen. „Wir waren nicht bissig genug in den Zweikämpfen und agierten sehr ungenügend nach Umschaltsituationen. Einzig dem Chancenwucher der Tigers sowie unserem Schlussmann Loan Sebrak war es zu verdanken, dass wir dieses Spiel am Ende knapp gewonnen haben.“

 

Sieg im Spiel um Platz sieben

 

Das Duell um den hinteren Trostplatz gegen den TSC Wellingsbüttel habe sich erneut zunächst als „Spiel gegen uns selbst“ entpuppt, schildert Schhönmeier. Mit fortschreitender Spielzeit sei man dann aber zusehends obenauf gewesen, sodass am Sieg früh kein Zweifel mehr aufkam. Endergebnis: 14:5.

 

Sechster Rang für Amendingen

 

Nach dem Vortag sei sein Team noch stehend k.o. gewesen, als es gegen Tegel um Rang fünf ging, fasst Karg zusammen. Mit vereinten Kräften brachte der SVA in einer ruppigen Partie ein 4:4 in die Pause. Dann aber zogen die Tigers davon. Mehr als ein 5:7 und der sechste Platz sei diesmal nicht drin gewesen. „Für uns war es in dieser Konstellation die letzte DM“, verweist Karg auf das Herauswachsen seines Teams aus dem Nachwuchsalter. „Die meisten der Spieler rücken jetzt endgültig ins Regionalliga Team auf.“ Er sei stolz auf die Mannschaft. „Elf Jahre durfte ich sie begleiten, von der U9 bis hin zum Endjahrgang U17. Mal schauen, was die Zukunft bringt.“

 

Seine SG werde indes im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen, kündigt Schönmeier an. Denn es gelte einen Stachel zu entfernen. „Für uns alle ist das Ergebnis natürlich eine große Enttäuschung“, sagt der Coach nach der Heimkehr aus Berlin. „Insgesamt war es in allen Mannschaftsbereichen weder technisch noch mental eine Leistung, die uns zufrieden stellen sollte.“ Abstand gewinnen, analysieren – und dann wieder Gas geben. „Das Ziel sollte sein, sich die Chance zu erarbeiten, dass man das im nächsten Jahr geraderücken darf!“

 

Foto: Piranhas

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