Bayern – Aus der Titelverteidigung wurde es nichts und der Sturz aus den Medaillenrängen ist besiegelt: Bei der U15 Herren Trophy kam Team Süd in Leipzig nicht über Platz vier hinaus. Insbesondere spielerisch griff diesmal wenig ineinander.
„Wir sind mit dem Ball zu schlecht gewesen“, fasst Landestrainer Maximilian Krammer zusammen. Am Stock sei der Vorteil diesmal deutlich bei den anderen Regionalauswahlen zuhause gewesen, gleichzeitig habe es an der Entscheidungsfindung gehapert. Die Folge: Offensiv blieb sein Team über weite Strecken zu ungefährlich, um die Spiele auf seine Seite zu ziehen. Gerade einmal fünf Treffer aus vier Partien belegen das. „Es war ein ziemlich Rumgewurschtel und Klein-Klein.“
Gänzlich ohne Erfolgserlebnis blieben die Angriffsbemühungen gleich im ersten Spiel. Die Partie gegen Sachen sei sicherlich über das ganze Wochenende hinweg der beste Auftritt des Südens gewesen, bilanziert Krammer. „Aber selbst mit deutlichem Chancenplus sind wir zu keinem Tor gekommen.“
Dem schlussendlich einzigen Sieg verdankte man dann den Einzug in die nächste Runde. Gegen Berlin-Brandenburg setzte es zwar einen raschen 0:2-Rückstand (10.). Nicht nur in diesem Spiel gut funktioniert habe aber das Pressing, so Krammer. „Wir haben uns dort genügend gute bis sehr gute Torchancen erarbeitet.“ Wenngleich man sich dafür zu selten belohnt habe, reichte es an dieser Stelle zur Aufholjagd. Mattis Haas (15.) verkürzte, nach einem abermaligen Rückschlag samt 1:3 in Unterzahl glichen Julius Harbich (35.) und Quirin Endter (42.) noch aus. Im Penaltyschießen machte der Süden dann das Halbfinale klar.
Dort, im dritten Spiel des Tages, sei dann aber die Puste derart ausgegangen, dass gegen ein sehr gutes Sachsen-Anhalt nichts mehr zu holen gewesen sei. Den späten Ehrentreffer zum 1:7-Endstand steuerte Paul Gocksch bei.
Auch im Bronzematch tags darauf gegen Sachsen „hatten wir dann nicht mehr die Körner, um wirkungsvoll zu pressen“, schildert Krammer. Dieser Stärke beraubt langte es abermals nur zu einem Tor – Lukas Jäkel (31.) traf zum 1:4-Endstand. „Immerhin konnten wir uns dabei im Spiel mit Ball über den Spielverlauf soweit steigern, dass wir am Ende zumindest noch annähernd das gespielt haben, was wir uns vorgenommen hatten.“
Das Rüstzeug, um künftig wieder vor die Welle zu kommen, müssen sich die bayerischen und baden-württembergischen Talente insbesondere im heimischen Spielbetrieb holen, fasst der Landestrainer zusammen, dessen Vereinsalltag sich derzeit in der Schweiz abspielt und so einen guten Vergleich bietet. Insgesamt brauche es im Süden mehr Spielsituationen, bei der Spieler unter hohem Druck und auf wenig Raum gute Entscheidungen treffen müssen. „Momentan fallen wir in der technischen Grundausbildung zurück; der Werkzeugkasten um solche Situationen gut zu lösen ist also nicht voll genug für das Niveau an der Trophy.“
Foto: Mühle/MFBC

