Jena – Mit der Silbermedaille hat der Landeskader der U17-Juniorinnen bei der Trophy in Jena ein starkes Ergebnis eingefahren und auch mit der Leistung ist der Staff des Teams überaus einverstanden. Mehr noch: „Das gesamte gelungene Wochenende macht Hoffnung auf eine talentierte Zukunftsentwicklung des Damenfloorballs in Deutschland“, so das Fazit.
Sämtliche Spiele von Freitag bis Sonntag seien intensiv und spannungsgeladen gewesen, die Stimmung auf der Bank und der Tribüne phänomenal, freut sich Betreuerin Julia Hauer. Offensiv habe man sich vorab ein bisschen mehr Output ausgerechnet, die Defensivleistung als Kollektiv habe das aber mehr als wettgemacht.
Ganz deutlich wurde das im zweiten Spiel gegen Sachsen-Anhalt. „Es wurde hart um den Ball gekämpft“, schildert Teammanagerin Anita Wagner; den Weg zum Tor fanden beide Teams aber selten zwingend. Sophie Spielvogels 1:0 (17.) entschied die Partie, in der an Süd-Schlussfrau Pia Landherr auch bei gegnerischer Überzahl zu heiklen Zeitpunkten kein Vorbeikommen war. „Eine souveräne Defensiv- und Torhüterleistung“, lobt Wagner.
Tags zuvor war ihr Team bereits gegen den Westen erfolgreich ins Turnier gestartet. Den Rückstand aus dem ersten Drittel (5.) bogen Kapitänin Ronja Trieb (19.) und Malia Lorber zu einer Führung um, auf die kurz vor der zweiten Pause der Ausgleich folgte, ehe Antonia Pianski nach Wiederanpfiff (34.) wieder vorlegte. „Spannende Zweikämpfe und verpasste Torchancen auf beiden Seiten trieben die Stimmung auf den Höhepunkt“, schnauft Wagner durch. Parallelität zum darauffolgenden Spiel gegen Sachsen-Anhalt: Auch hier kassierte der Süden kurz vor der Schlusssirene eine Strafe. Doch verteidigte das Team im Verbund mit Landherr den Vorsprung erfolgreich.

Gegen Top-Favorit Ost habe man einen harten Kampf geliefert, findet Wagner. Zum Coup reichte es hier aber nicht, Stück für Stück setzte sich der später erneute Trophysieger ab. Zwei Tore Triebs (34., 40.) richteten das Team auf, Punkte sprangen mit 2:4 jedoch keine heraus.
Den Silbergewinn festzuzurren galt es dann am Sonntag gegen den Norden. Der Start lief noch alles andere als gut, Quittung war ein 0:3-Rückstand. „Da waren wir nicht wach“, räumt Wagner ein. Zusehends bekam der Süden aber die Kurve, durch einen Doppelschlag Spielvogels (28., 30.) war man plötzlich wieder mitten drin im Geschehen und das Selbstbewusstsein zurück. Trieb glich aus (38.), „spannender hätte es kaum sein können“, so die Teammanagerin. Das Quäntchen mehr an Glück in der Overtime nutzte dann der Norden für sich – den Süd-Jubel bei der Siegerehrung schmälerte das aber nicht mehr.

„Es war ein friedliches Turnier, absolut perfekt organisiert“, bedankt sich Hauer bei Gastgeber USV Jena. Vielen jungen Talenten sei es gelungen, auf sich aufmerksam zu machen. Auch in ihrem Team, neben ihr und Anita Wagner betreut von den Trainerinnen Amelie Wagner, Daniela Thomas sowie Goalie-Fachfrau Paula Schedele, sei die Altersspanne bis hinab zu zwölf Jahre groß gewesen. Hauers Zusammenfassung: „absolut beeindruckende Leistungen der jüngeren Spielerinnen bestmöglich kombiniert mit der Erfahrung und Routine der älteren.“

Beitragsfoto: FD/Milena Pölöskey

