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Floorball Verband Bayern e.V.

FBC München in der Relegation: Erstliga-Comeback in Sichtweite

München – Nachdem Bayern zur Saison 2025/26 von der Landkarte der 1. FBL verschwunden war, wird ein Doppel-Comeback immer wahrscheinlicher. Denn dem FBC München fehlt nur noch ein Sieg zur Rückkehr ins Oberhaus. Das Auswärtsspiel beim SC Potsdam zum Auftakt der Relegation sah lange nach einer klaren Angelegenheit aus, wurde dann aber doch nochmal spannend.

 

Bis zur zweiten Pause ließ der FBC mal so gar nichts anbrennen: sattelfeste Defensive, abgezockte Offensive und eine Hundert-Prozent-Quote in zwei Powerplays brachten eine verdiente 1:6-Führung. Gastgeber Potsdam schien nach einem schwachen Endspurt in der 1. FBL auch weiterhin keinen Hebel zu finden, um den drohenden Abstieg abzuwenden.

 

Gleich der erste Treffer verdeutlichte, dass München in der Fremde besser im Spiel war: Eine schnelle Abfolge von Pässen deckte Potsdamer Lücken auf, ehe Youngster Cem Beischl per Direktabnahme auf 0:1 stellte (3.). Asko Heinaro (6.) und Federico Vanoni (8.) erhöhten mit einem vielfach erprobten Lauf durch die Mitte beziehungsweise ohne viel Schnickschnack mit einem verdeckten Abschluss im Powerplay. Kai Finkenwirth brachte die 0:4-Pausenführung per Volley aus kurzer Distanz (16.) in die Kabine. Vor allem Potsdams nominell dritte Reihe fand kaum defensiven Zugriff.

 

Münchens Anfälligkeit für Abpraller deckte dann zwar rasch nach Wiederanpfiff Anton Sehorcz (22.) auf – nur 25 Sekunden später wuchtete Beischl aber den alten Abstand zurück auf die Anzeigetafel. Dort tat sich dann einstweilen nicht mehr viel – was den vermeintlich komfortabel führenden Münchenern auch recht gewesen sein dürfte. Eineinhalb Minuten vor der zweiten Pausensirene war es wieder Vanoni, der eine Überzahl verwertete.

 

Das letzte Drittel stellte den bisherigen Spielverlauf dann jedoch auf den Kopf. Dass Henry Mettovaara (43.) und Jere Hiironen (48.) mit zwei Versuchen auf gut Glück verkürzten und die Hausherren eine zwischenzeitliche Unterzahl unbeschadet überstanden, schien der FBC durch das 3:7 von Heinaro (50.), der erneut den roten Teppich durch die Mitte nahm, gut wegzustecken. Doch Potsdam lief den Ball nun gefälliger laufen, München wählte einen zurückgezogeneren Ansatz.

 

Gut eineinhalb Minuten später war der SC bereits auf zwei Treffer dran: Joona Niemininen aus der Distanz (51.) und Lasse Fischer nach starker Kombination (52.) ließen ihr Team weitere Hoffnung schöpfen. FBC-Coach Fredrik Ekvall griff zur Auszeit.

 

Postwendend landete der Ball dann wieder im Potsdamer Tor, nach zwischenzeitlicher Unklarheit wurde dem Treffer aber die Anerkennung verweigert. Noch ärgerlicher aus Münchener Sicht: Mit noch siebeneinhalb Minuten auf der Uhr war nach einem erfolgreichen Potsdamer Pressing durch Janne Makkonen plötzlich sogar der Anschluss da.

 

Statt nun vollends den Faden zu verlieren, meldete sich der FBC aber zurück. Zwar hatten beide Teams noch aussichtsreiche Chancen, den anhaltenden ganz großen Druck ließen die Münchener aber nicht mehr zu.

 

Was bleibt? Das Aufarbeiten eines Spiels mit zwei grundverschiedenen Dynamiken für beide Teams – und der Matchball für München. Verwandelt werden kann dieser am Samstag (18 Uhr) oder spätestens Sonntag (13 Uhr) vor heimischem Publikum.

 

Foto: Finkenzeller/Archiv

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