Bayern – Der 14. und letzte Spieltag der floorballshop.com Regionalliga Bayern ist ohne größere Überraschungen über die Bühne gegangen. Die meisten Platzierungen standen schon davor fest. Im Ringen um den Bronzerang hat am Ende ein einziges Tor im direkten Vergleich den Ausschlag zugunsten der SG Amendingen/Puchheim gegenüber den Lumberjacks Rohrdorf gegeben.
Lumberjacks Rohrdorf vs. FBC München 2

Ein starker Zwischenspurt im zweiten Drittel hat schlussendlich das Spiel auf Rohrdorfer Seite gezogen: Zwischen der 28. und der 39. Minute knipsten die Lumberjacks gleich viermal am Stück; Daniel Nustedt (28.), Jannis Heil (31.), erneut Nustedt (34.) und Oliver Beer (39.) machten aus einem zwischenzeitlichen 2:3-Rückstand (27.) ein 6:3.
Durch Treffer von Simon Hechl (43.) und Tizian Dreizner (46.; PP) schob sich die Zweitvertretung des FBC zwar nochmal knapp heran. Rohrdorf hatte aber mehr Punch. Florian Faltermeier (49.) und Sandro Padula (54.) brachten entscheidend Abstand zwischen ihr Team und die Landeshauptstädter. Letzteren war sechs Sekunden vor der Schlusssirene noch das Tor zum 8:6-Endstand durch Arthur Sobe vorbehalten.
Die Lumberjacks belegen damit in der Abschlusstabelle Rang vier; im dafürmaßgeblichen direkten Vergleich mit der SG Amendingen/Puchheim hatten die Rohrdorfer um ein einziges Tor das Nachsehen. Der FBC 2, letztjähriger Vizemeister, kommt als Tabellensechster ins Ziel
PSV Wikinger München vs. SV Nordheim

Platz zwei klar gemacht hatte der SVN schon vorab. „Jetzt gilt es sich auf die Süddeutsche Meisterschaft vorzubereiten“, blickte Coach Peter Kechele gleich nach Abpfiff der Partie gegen die Wikinger voraus.
Festzuhalten gelte, dass der Start gegen den PSV nicht optimal lief, so Kechele. „Wir haben ihnen zu viel Platz gelassen.“ Die Folge: Nach Treffern durch Jonas Knaus (7.) und Philipp Hofer (9.) führten die Nordheimer zwar rasch, Wikinger-Spielertrainer René Ghigani-Braun (13.) verkürzte aber zum 1:2-Pausenstand. „Wir haben ein starkes erstes Drittel gespielt und waren gut im Spiel“, so der PSV-Torschütze.
Nordheim habe dann aber die richtigen Hebel betätigt, erkennt Ghigani-Braun an. „Ab dem zweiten Drittel haben wir besser ins Spiel gefunden“, bestätigt Kechele. Fortan schraubte der SVN das Resultat konsequent nach oben. Mit 2:6 ging es zum zweiten Mal in die Kabine, mit einem Resultat von 3:12 war dann Schluss, wobei Kechele selbst, Elias Stecker und Lukas Rebele in der Schlussminute noch dreimal den erfolgreichen Abschluss fanden. „Da war wieder die Luft raus“, konstatiert Ghigani-Braun. Der Auftrag für die Zukunft sei klar: „Da müssen wir angreifen um die Ergebnisse nicht immer so deutliche aussehen zu lassen.“
FBC München 3 vs. Panther Regensburg

So wie sie angefangen hat, so habe die Saison auch aufgehört, bedauert Panthersprecher Daniel Hollerauer: „unterbesetzt und relativ desolat“. Lediglich acht wackere Regensburger hatten sich auf den Weg gemacht.
Rosig sah es auch beim Gegner nicht aus: „Mit einem Torhüter als Feldspieler haben wir doch zwei Reihen zusammen bekommen“, fasst Trainer Sönke Grimpen zusammen. Den auf niedrigem Maße personellen Vorteil habe man mit aktivem Spiel ausnutzen wollen. „Außerdem wollten wir wieder das 2-2-1 üben und Konter unterbinden.“ Das habe recht gut geklappt. Im letzten Drittel seien die Panther dann endgültig eingebrochen.
Hollerauer sieht es ähnlich. „Das dritte Drittel war schließlich das Resultat aus der nachlassenden Kondition.“ Mit 4:1 uns 4:1 gingen die ersten zwei Abschnitte noch halbwegs glimpflich über die Bühne. Im Schlussdurchgang schepperte es dann immer und immer wieder. „Tore wie am Fließband, von denen der Großteil schon irgendwie vermeidbar gewesen wäre“, so Hollerauer. „Gerade im dritten Drittel haben sie uns hergespielt wie sonst was.“ Endstand: 19:2.
„Ziel der Saison war es, Erfahrungen in drei Spielsystemen zu sammeln und uns in der Regionalliga auf die U17 Großfeld DM vorzubereiten“, fasst Grimpen abschließend zusammen.
SG Amendingen/Puchheim vs. VfL Red Hocks Kaufering 2

Ein flottes Match mit Spitzenspiel-Vibes lieferten sich die SG Amendingen/Puchheim und die Zweite der Red Hocks. Schon nach sechs Sekunden klingelte es das erste Mal.
Lukas Wexenbergers Blitztreffer zur Kauferinger Führung beantwortete Benedikt Föhr (4.), danach trafen aber lange Zeit nur noch die in eigener Halle als Gäste firmierenden Hausherren. Dennis Häringer (8.) und Tom Zöllner (19.) hielten die Effizienzquote ihres Teams hoch.
Im zweiten Durchgang erhöhte Zöllner (23.) auch noch auf 1:4, ehe die SG-Offensive wieder schärfer schoss. Kilian Benischke (29.) und Maximilian Hager (36.) sorgten für den Anschluss.
Wieder waren die Red Hocks in Sachen Kaltschnäuzigkeit aber abgezockter. Ein Doppelschlag rund acht Minuten vor Schluss tütete den 3:6-Sieg ein. Lukas Trieb (53.) und erneut Zöllner (53.) machten alles klar.
Auch auf Kauferinger Seite laufen nun die Vorbereitungen auf die Süddeutsche Meisterschaft am 25./26. April. Und das sportlich wie organisatorisch: Die Red Hocks sind Gastgeber dieses Final Fours.

Beitragsfoto: Red Hocks

