Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Im Rückblick: Die WM-Quali der U19-Juniorinnen aus bayerischer Perspektive

Bayern – Mit vier Siegen aus vier Spielen ist der deutschen Nationalmannschaft der U19-Juniorinnen die Quali zur WM geglückt. Diese findet im Mai in Italien statt. Zum erfolgreichen Abschneiden trugen auch drei Spielerinnen aus Bayern bei. Knapp an der WM-Teilnahme vorbeigeschrammt ist indes das österreichische Team, das seinerseits zwei bayerische Talente aufbot.

 

Die deutsche Mannschaft habe alle ihre Ziele erreicht, blicken Torfrau Pia Landherr (SV Amendingen), Verteidigerin Merle Grimpen (FBC München) und Angreiferin Ronja Trieb (VfL Red Hocks Kaufering und FBC München) zufrieden auf die Tage in Berlin. Nachdem das zuvor zum Schlüsselspiel erklärte Match gegen Nachbar Österreich mit 9:2 einen erfolgreichen Verlauf nahm, folgten ein 12:1 gegen die Ukraine, ein 16:0 gegen Frankreich und ein 6:1 gegen Ungarn. Mit insgesamt nur vier Gegentoren und durchweg deutlichen Siegen spiegle sich die starke Leistung auch in guten Ergebnissen wider, fassen Landherr und Grimpen zusammen.

 

Die Torfrau des SV Amendingen bekam gegen die Ukraine und gegen Ungarn das Vertrauen der Bundestrainer. „Ich habe zwei gute Spiele gemacht und bin mit mir zufrieden“, kommentiert die 16-Jährige. Angreiferin Trieb, ebenfalls erst 16 Jahre alt, war mit fünf Toren eine der vier treffsichersten Spielerinnen ihres Teams; gegen Österreich und Frankreich gelang ihr je ein Doppelpack, ein weiterer erfolgreicher Abschluss kam gegen Ungarn dazu. „Ich bin glücklich über meine ersten Tore in der Nationalmannschaft und darüber, dass ich damit zum Erfolg der Mannschaft beitragen konnte“, freut sich die Kauferingerin. Auch Grimpen zieht ein positives Fazit: „Persönlich konnte ich viel dazu lernen, habe meine persönlichen Ziel weitestgehend erreicht sowie eine schöne Zeit mit dem Team verbracht.“

 

Nun richten sich die Blicke auf die WM. Der Aufstieg in die A-Division sei dort das erklärte Ziel des deutschen Teams, unterstreichen die bayerischen Nationalspielerinnen. Dazu gelte es aber noch an der ein oder anderen Schraube zu drehen, so Landherr. „Wir haben ein paar Dinge entdeckt, an denen wir noch arbeiten können“, stimmt Grimpen zu. Mut macht das immer bessere Zusammenspiel im Lauf der vergangenen Partien und das starke Teamgefühl, schildert das Trio. „Die Motivation ist auf jeden Fall da“, ist sich Grimpen sicher.

 

Pia Landherr, Merle Grimpen und Ronja Trieb (v. links). Fotos: IFF

 

Beinahe ebenfalls für die WM planen hätte das österreichische Team dürfen. Am Ende fehlten nur drei Tore, um die dafür notwendige Tordifferenz im Vergleich mit Ungarn für sich zu entscheiden. Auf die 2:9-Auftaktniederlage gegen Deutschland folgten ein 5:5 gegen Ungarn sowie ein 7:5 gegen die Ukraine und ein 12:4 gegen Frankreich. Verteidigerin Clara Schmidt-Wellenburg (zwei Tore, zwei Assists; FBC München) und Angreiferin Sophie Haushofer (FBC München) trugen ihren Teil zum dennoch ganz starken Abschneiden bei.

 

Die Enttäuschung über das knappe Aus sei zwar groß, gleichzeitig überwiege der Stolz auf das Geleistete, fasste der österreichische Verband hernach zusammen. Die Mannschaft habe eine außergewöhnliche Entwicklung gezeigt sowie enorme mentale Stärke und einen Teamgeist, der weit über das Ergebnis hinausgehe. „Wir sind mächtig stolz auf dieses Team und darauf, wie die Spielerinnen mit dieser Situation umgegangen sind“, wird Headcoach Nikita Münch zitiert. Rückblickend sei vor allem im zweiten Drittel gegen den direkten Konkurrenten Ungarn mehr drin gewesen. „Aber das ist Floorball. Als Team und als Menschen haben wir sehr viel gelernt.“

 

Das sieht auch Schmidt-Wellenburg so: „Wir sind im Verlaufe der Quali enger zusammengewachsen, haben uns immer gepusht und hatten Spaß.“ So habe die Leistungskurve immer mehr nach oben gezeigt. „Wir konnten unsere Leistung bis zum Ende hin steigern und haben bis zur letzten Minute gekämpft.“

 

Auch ganz persönlich habe das Turnier viele wertvolle Erfahrungen geboten. „Ich konnte mich mir selbst und meinem Team gegenüber beweisen. Ich habe viel dazu gelernt und bin sehr dankbar für die Möglichkeit.“ Das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft sei im österreichischen Team vorhanden. „In unserem Team steckt viel Potenzial“, ist sich Schmidt-Wellenburg sicher.

 

Clara Schmidt-Wellenburg (links) und Sophie Haushofer (rechts). Fotos: IFF

 

Alle Bilder: IFF

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