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Floorball Verband Bayern e.V.

floorballshop.com Regionalliga 2026/27: 2. Spieltag (Teil 1)

Bayern – Das ist ein Bild für Nostalgiker: Der aktuelle Tabellenführer der floorballshop.com Regionalliga Bayern ist der PSV München. Die Wikinger fuhren in Teil eins des gestückelten zweiten Spieltags einen knappen Sieg über die Panther Regensburg ein. Der SV Nordheim behielt die Oberhand bei Gastgeber Weßling Chiefs.

 

Panther Regensburg vs. PSV Wikinger München

 

Best Player: Rebecca Haack (Regensburg) und Niklas Wolf (PSV).

Ein ständiges Hin und Her haben die Wikinger mit einem Buzzerbeater auf ihre Seite gezogen. In der allerletzten Sekunde entschied Niklas Wolf die Partie mit 8:9 für seinen PSV.

 

Gut besetzt und mit einigen Lehren aus dem Auftakt-Match im Gepäck, stiegen die Panther mit den Wikingern in den Ring. „Die Defensive stand gegen Kaufering ganz gut“, daran habe man anknüpfen wollen, so Regensburgs Teamsprecher Daniel Hollerauer. „Im Aufbau wollten wir wieder etwas variabler und sicherer werden und in der Offensive etwas besser unsere Chancen nutzen.“

 

Letztlich aber habe man die Umsetzung der guten Vorsätze über weite Strecken des Spiels verpasst. „Gerade in der Verteidigung waren wir oft einen Schritt zu spät oder nicht nah genug am Mann. Die meisten Tore der Wikinger sahen so aus, dass plötzlich ein Spieler völlig mutterseelenalleine im Slot stand und sich die Ecke aussuchen konnte.“ Doch dank einiger Nehmerqualitäten und einer treffsicheren Offensivabteilung blieben die Panther stets dran. Sein Team indes habe es verstanden, die guten Vibes aus der Vorwoche mitzunehmen, lobt Münchens Spielertrainer René Ghigani-Braun.

 

Im zweiten Drittel habe das Spiel dann an Ruppigkeiten zugenommen, nimmt Hollerauer das Schiedsrichtergespann in die Gleichung mit auf. „Tore schießen oder verteidigen muss man aber letztlich immer noch selbst, die Mittel dazu hätten wir eigentlich haben müssen.“ Nach dem 4:5-Pausenstand glich Erik Schier (25.) aus, doch legte Marvin Gabler rasch wieder für München vor (26.). „Im zweiten Drittel wurde das Tempo etwas rausgenommen“, fasst Ghigani-Braun zusammen, dessen Team mit zwischenzeitlich nur noch acht Feldspielern auf das Verwalten des eigenen Vorsprungs setzte.

 

In der 51. Minute war Regensburg dann durch das 7:7 von Clemens Spitzenberg aber gleichauf und in doppelter Überzahl nutzte Schier eine starke Vorlage von David Kraus zur ersten Führung des Tages. „Endlich“, so Hollerauer. „Aber auch hier haben wir es wieder verpasst, in dann noch einmaliger Überzahl eine höhere Führung – und vermutlich eine kleine Vorentscheidung – herauszuspielen.“

 

Und dann begann die Zeit der Nackenschläge für Regensburg: Zuerst fälschte Dieter Haack einen harmlosen Schuss unglücklich ins eigene Tor ab und in einem anschließenden Powerplay fand der letzte Abschluss der Wikinger in der allerletzten Sekunde den Weg ins Tor.

 

„Die mentale Stärke meines Teams war hervorragend“, freut sich Ghigani-Braun nicht nur über den Siegtreffer auf den allerletzten Drücker. „Wir hatten wir immer eine Antwort auf die Tore der Regensburger.“

 

„Die Schuld an der Niederlage ist in erster Linie bei uns selbst zu suchen“, verweist Hollerauer auf eine zu löchrige Defensivarbeit. Acht eigene Tore sollten eigentlich zum Sieg reichen. Dennoch habe sich der PSV den Sieg verdient. „Obwohl ihr Oberwikinger René Ghigani-Braun weite Teile gefehlt hat, haben sie aufopferungsvoll gekämpft und ein richtig tolles Spiel abgeliefert.“ Letztlich bleibe jedoch ein fader Beigeschmack, „nicht nur wegen den zahlreichen seltsamen Entscheidungen, sondern in erster Linie deswegen, weil wir trotz optimaler Besetzung keine Lösungen gefunden haben, den Wikingern heute das Wasser zu reichen.“

 

 

Weßling Chiefs vs. SV Nordheim

 

Best Player (v. links): Lukas Rebele (Nordheim) und Tobias Leeb (Weßling).

Mit der ganzen Routine eines Regionalliga-Urgesteins hat der SV Nordheim die Newcomer aus Weßling in Schach gehalten. Wobei SVN-Trainer Peter Kechele dazu einlädt, genau hinzuschauen: „Mit Cosima Börsch, Paul Surek und Quirin Endter haben gleich drei Nachwuchstalente ihr Debüt bei uns gegeben“, verweist der Coach auf die ausgeprägte junge Fraktion im Kader. „Alex Bock hatte bereits letzte Woche seinen Einstand.“ Unter dem Strich habe der Altersdurchschnitt bei gerade mal 17 Jahren gelegen. „Trotzdem war es ein gutes Spiel, vor allem von unseren Jüngsten.“

 

Geholfen habe der optimale Start durch einen, der zwar immer noch zu den Jungen gehört, aber halt auch schon zehn Herren-Saisons auf dem Buckel hat: Marek Sedelmeier stellte rasch auf 0:2 (2., 4.). Dabei habe der Fokus seines Teams von Beginn an auf einer kompakten Defensive gelegen, schildert Weßlings Spielertrainer Elias Ostermair. „Natürlich gibt es noch einige Situationen, in denen die Zuordnungen und die Abstimmung nicht ganz passen. Das ist aber auch Teil unseres Lernprozesses.“

 

Tobias Leeb (13.) verkürzte noch im ersten Drittel, doch trotz einem für Kecheles Geschmack fortan zu statischen Offensivspiel und einer schadlos überstandenen großen Bankstrafe brachten Lukas Rebele (25.) und Julian Hitzler (35.) wieder Abstand zwischen Weßling und ihren SVN. Spätestens nach Rebeles 1:5 (48.) war die Vorentscheidung da; näher als durch Leebs letztes Tor des Tages (56.) kamen die Chiefs nicht mehr heran.

 

„Damit können wir gut leben, findet Ostermair. „Gerade für uns als neue Mannschaft auf dem Großfeld ist es wichtig, weiter zusammenzuwachsen und Abläufe zu entwickeln. Insgesamt sind wir noch am ausprobieren und wechseln Positionen noch munter durch.“ Man stehe ganz am Anfang, werde aus jedem Spiel lernen und zusammenwachsen.

 

 

Ausblick

 

Für Regensburg geht es am Sonntag in Olching gegen Rohrdorf weiter (14 Uhr). Für die Panther ist es das bereits dritte Saisonspiel, für die Lumberjacks der Saisonauftakt. „In der Trainingswoche müssen wir an der Defensive arbeiten und irgendwie unsere Niederlage aus den Köpfen bekommen“, so Hollerauer. Um 16.15 Uhr trifft dann die gastgebende SG Geiselbullach/Ingolstadt 2 auf die Reserve der Red Hocks Kaufering.

 

Parallel bekommt es in Memmingen Spitzenreiter PSV München mit Schlusslicht Weßling zu tun. „Trotz der guten Ausbeute werden wir jetzt nicht in Euphorie verfallen“, will Ghigani-Braun die Kirche im Dorf lassen. „Wir werden weiter von Spiel zu Spiel schauen und versuchen wertvolle Punkte zu sammeln.“ In Weßling wisse man darum, dass einem nichts geschenkt werde, schaut Ostermair voraus. „Wir freuen uns auf die Herausforderung und den nächsten Schritt.“

 

Um 15.45 kommt es mit dem Duell des FBC München 2 mit der SG Puchheim/Amendingen um ein nominelles Spitzenspiel. Der SV Nordheim ist spielfrei und werde nun vor allem an seinem Powerplay arbeiten, kündigt Kechele an.

 

 

Spielfotos: Börsch

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