Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

floorballshop.com Regionalliga 2026/27: 1. Spieltag

Bayern – Servus, floorballshop.com Regionalliga Bayern! Mit den Weßling Chiefs und den Bullach Bees – letztere als Teil der SG Geiselbullach/Ingolstadt 2 – haben zwei Standorte ihr Debüt auf dem Großfeld der Herren gegeben. Dabei sprang zumindest schon für einen ein Punkt raus. Der neue Tabellenführer ist der alte und ein nominelles Spitzenspiel ging in die Verlängerung.

 

Weßling Chiefs vs. FBC München 2

 

Best Player: Elias Ostermair (Weßling, links) und Lukas Jäkel (München, rechts).

Das Premierentor ließ nicht lange auf sich warten. Nach nur gut vier Minuten in der floorballshop.com Regionalliga Bayern war dieser Meilenstein für die Weßling Chiefs erreicht, als Elias Ostermair das vorangegangene 0:1 von Lukas Jäkel (4.) ausglich. Weitere zählbare offensive Erfolgserlebnisse sollten gegen den FBC München, der in dieser Saison wieder eine statt zwei Reservemannschaften ins Rennen schickt, aber nicht mehr dazu kommen.

 

Die Vorzeichen seien aufgrund einer verletzungsbedingt dünnen Personaldecke schwierig gewesen, erklärt Chiefs-Teamsprecher Michael Scheffold. „Unser Fokus lag von Beginn an auf einer kompakten Defensivarbeit.“ Tatsächlich habe das zunächst gut geklappt. Nach einem weiteren Jäkel-Tor (20.) war beim ersten Gang in die Kabine noch alles drin. „Wir konnten die eigene Zone weitgehend kontrollieren und den Gegner vor Herausforderungen stellen“, so Scheffold.

 

Im Laufe des Spieles habe die Anzahl an Unkonzentriertheiten aber zugenommen. „Durch kurzzeitige Zuordnungsfehler boten sich dem Gegner entscheidende Räume“, die Jäkel (22.), Lukas Stempfle (35.), Florian Riedl (38./PP), Philipp Kopp (49.) und Valentin Menz (51.) zu nutzen wussten. Beim Stand von 1:7 war Schluss.

 

„Für die kommenden Wochen gilt es nun, die gewonnenen Erkenntnisse aufzuarbeiten“, blickt Scheffold voraus. Gegen den SV Nordheim wolle man am kommenden Sonntag zuhause (15 Uhr) auf die gelegte defensive Basis aufbauen und mit mutigerem Angriffsspiel deutlich mehr Akzente setzen. Der FBC trifft am 11. Oktober auf die SG Puchheim/Amendingen.

 

PSV Wikinger München vs. SG Geiselbullach/Ingolstadt 2

 

Best Player: Thomas Köstler (PSV, links) und Raphael Holub (SG, rechts).

Am Schluss wurde es nochmal so richtig spannend: Nachdem die SG im letzten Drittel durch Paul Jungbauer (51.) und Julian Theis (57.) erfolgreich einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte, die Kevin Jungbauer (23.) und René Ghigani-Braun (26.) im zweiten Durchgang zugunsten der Wikinger herausgeschossen hatten, bot sich Geiselbullach/Ingolstadt sogar die späte Gelegenheit, das Spiel in Überzahl noch auf seine Seite zu reißen. Die große Bankstrafe gegen den PSV wurde aber weder vor Ablauf der regulären Spielzeit noch danach genutzt – stattdessen sicherte Dominik Jaumann (67.) mit dem 3:2 den Wikingern den Zusatzpunkt in der Overtime.

 

Diese verpasste Chance sei natürlich schade, bedauert SG-Teamsprecherin Sarah Scheffel. Dass ihr Team bei seiner Premiere und einer Vielzahl an Großfeld-Debüts das zwischenzeitliche 2:0 noch erfolgreich aufholte, sei aber als „mega Leistung“ zu bewerten. „Wir sind im Grunde zufrieden mit dem ersten Spiel in der Regionalliga.“

 

Ähnlich, aber freilich aus Münchener Perspektive, blickt PSV-Spielertrainer Ghigani-Braun auf das Geschehen. Nach Anfangsschwierigkeiten habe der Doppelschlag gutgetan. „Leider haben wir es verpasst, das Spiel früher zu entscheiden.“ Dass der Vorsprung nicht hielt, sei kleinen Unkonzentriertheiten zuzuschreiben. Der Sieg nach regulärer Spielzeit sei somit hergeschenkt worden. „Stark von meiner Mannschaft war die vierminütige Unterzahl, die sich mit in die Verlängerung gezogen hat.“ Dort sei der Sieg dann verdient gewesen, spricht er von einem gelungenen Start in die Saison.

 

„Für das erste Mal in der Regio freuen wir uns über einen Punkt“, fasst Scheffel zusammen. Nun sei die Vorfreude auf das Heimspiel am 11. Oktober gegen die Red Hocks Kaufering 2 groß (16.15 Uhr), „auch wenn wir mit dem amtierenden Meister als Gegner eine deutlich größere Herausforderung haben werden“. Die Wikinger bekommen es am kommenden Sonntag in Weßling (12.45 Uhr) mit Regensburg zu tun.

 

Panther Regensburg vs. VfL Red Hocks Kaufering 2

 

Best Player: Dennis Häringer (Kaufering, links) und David Kraus (Regensburg, rechts).

„Personell konnte man Samstag wohl auf die stärkste Regensburger Mannschaft der letzten Jahre zurückblicken“, findet Panther-Teamsprecher Daniel Hollerauer. Kein Gedanke an die Ergebnisse der letzten Saison, volle Kraft voraus. Weniger ideal hingegen war, dass ein nicht unerheblicher Teil der Saisonvorbereitung mangels Hallenverfügbarkeit auf die Theorie beschränkt werden musste. Doch wie würde sich das in der Praxis bewähten?

 

„Im ersten Drittel hat uns Kaufering das Leben ziemlich schwer gemacht, gerade in der Offensive konnten wir zu wenig Chancen generieren und von den wenigen Chancen dann keine nutzen“, fasst Hollerauer zusammen. „Wir wollten unsere technische Überlegenheit bestmöglich ausspielen und die Panther durch eine starke Konterabsicherung einer ihrer Stärken berauben“, hält derweil Kauferings Stürmer Lorenz Haslinger fest, der auch nach knapp viereinhalb Minuten das 0:1 beisteuerte. Zwar habe defensiv vieles geklappt, findet Hollerauer, kleinere individuelle Fehler seien aber mit einiger Konsequenz bestraft worden – so bis zur ersten Pause auch noch durch Tom Zöllner (12.) und Finn Weber (18.).

 

Deutlich besser in die Spur kamen die Regensburger dann durch eine eigene Unterzahl. „Die haben wir leidenschaftlich verteidigt, gleichzeitig konnten wir nicht nur einen Penalty herausholen, sondern schlussendlich dann auch einen Shorthander erzielen“, so Hollerauer. Zunächst vergab Erik Schier im Duell mit Kauferings Schlussmann Marco Trick, kurz darauf war dieser aber durch ein Eigentor geschlagen. „Zumindest bei den Special Teams haben wir Kaufering am Wochenende den Rang ablaufen können“, freut sich der Teamsprecher der Panther.

 

Tatsächlich schien das Match kurz eine andere Dynamik zu entwickeln. Unter dem Strich war es aber die offensive Effizienz, die die Red Hocks am Ruder hielt. Dominik Fellner (31.) und Paul Denk (37.) bauten den Vorsprung wieder aus. Dass der Regensburger Glaube an Zählbares zu diesem Zeitpunkt noch glomm, sei eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren, hält Hollerauer fest. „Der Unterschied war bei Weitem nicht mehr so groß wie die letzten Saisons.“

 

Zöllner (44.), Maximilian Manhart (54.) und Lukas Trieb (59.) machten es dann zwar noch deutlich, das Tor des Tages gehörte aber durch David Kraus’ Powerplay-Kracher (60.) den Oberpfälzern. „Ein souveräner Sieg“, bilanziert Haslinger nach dem 2:8-Erfolg für Kaufering. „Wir haben kaum gefährliche Situationen zugelassen und uns konstant Chancen herausgespielt.“

 

Die Red Hocks empfangen nun am Sonntag (15 Uhr) den Zweitligisten Tollwut Ebersgöns zum Pokalspiel. Die Panther stellen sich gegen die Wikinger München (12.45 Uhr) auf eine enge Kiste ein.

 

SV Nordheim vs. SG Puchheim/Amendingen

 

Best Player: Jonas Knaus (SVN, links) und Pia Landherr (SG, rechts).

Mit einem steten Hin und Her hielt das Aufeinandertreffen zweier Teams, die in den vergangenen Jahren stets um das Süddeutsche Final Four buhlten, was es versprach. „Es war wie zu erwarten ein intensives Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten“, fasst SVN-Trainer Peter Kechele zusammen.

 

Das einzige Tor des ersten Drittels erzielte Michael Ruepp (10.) für die SG. „Puchheim/Amendingen hat uns das Spiel mit ständigen, schnellen Kontern oftmals schwer gemacht“, so Kechele zum Rückstand.

 

Der Start in Abschnitt zwei habe dann seinem Team gehört. Nach dem schnellen Ausgleich durch Hannes Proeller (21.) legte die SG durch Kapitän Jannik Buhmann (22.) zwar nochmal vor, Torben Börsch (25.), Marek Sedelmeier (28.) und Jonas Knaus (29.) stellten dann aber rasch auf 4:2. „Da hätten wir auch noch den Deckel draufmachen müssen“, bedauert Kechele die verpasste Vorentscheidung.

 

Puchheim/Amendingen verkürzte noch vor Ablauf des zweiten Drittels durch Ruepp (40.) und glich dann im letzten durch Kilian Benischke (53.) aus. Die Quittung für die eigenen verpassten Chancen, so Kechele. Lorenz Mayers 4:5 (61.) entschied das Match dann in der Overtime zugunsten der SG.

 

Dennoch: „Der erste Punkt gegen einen starken Gegner ist in der Tasche. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, lobt Kechele. „Der ein oder andere Pfiff mehr oder eine Strafe hätten nicht geschadet.“

 

Am Sonntag misst sich Nordheim mit Liganeuling Weßling (15 Uhr), Puchheim/Amendingen duelliert sich am 11. Oktober mit dem FBC München 2.

 

Beitragsfoto: Ringo Börsch

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