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Floorball Verband Bayern e.V.

Bundesliga: So lief das bayerische Wochenende (3 – 2026/27)

Bayern – Die Treffsicherheit bleibt das große Manko: Auch gegen die Berlin Rockets zeigten sich die Red Hocks am Sonntag zu harmlos, um im vierten Saisonspiel in der 1. FBL endlich die ersten Punkte einzufahren. Mit 2:5 ging der Sieg an die Gäste. Eine deutliche Niederlage in herber Höhe kassierte der FBC München mit einem 3:15 gegen den MFBC Leipzig. Den Schanzer Ducks des ESV Ingolstadt ist hingegen mit 10:5 gegen die Rennsteig Avalanche ein erfolgreicher Saisonstart in der 2. FBL Süd/Ost geglückt.

 

1. FBL: VfL Red Hocks Kaufering vs. Berlin Rockets

 

Schüsse aus der Ferne, Schüsse aus der Nähe, Alleingänge, Powerplays: Nichts half den Red Hocks, um den Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Selbst ein Penalty durch Kapitän Benedikt Föhr klatschte ans Gehäuse, statt ins Netz zu gehen (31.). Erst in der 55. Minute schaffte es Raphael Heinzelmann, Berlins Schlussmann Maciej Jastrzebski nach einem Abpraller zu überwinden. Nachdem Tobias Hutter (57.) in Überzahl nochmals verkürzte, keimte nochmal kurz Hoffnung auf. Diese war aber spätestens abgeräumt, als Jakub Matula (60.) mit einem Schuss in den leeren Kasten den Entstand herstellte.

 

„Unser erstes Tor ist einfach viel zu spät gefallen“, räumt Kauferings Angreifer Johannes Probst ein. Wie es besser geht, hatten zuvor die Gäste gezeigt. Ein Freischlagtor durch Matula (16.), ein Kontertor durch Arttu Äijälä (25.) und ein Sahnetor durch Leon Schweiger, der den Ball aus spitzem Winkel genau in den Knick setzte, reichten den Rockets, um aus wenig viel zu machen. Ganz anders die Red Hocks: „Angesichts unserer 54 Abschlüsse sind zwei Tore eine deutlich zu schlechte Quote“, bedauert Probst. Dass auch aufgrund technischer Fehler immer wieder Gelegenheiten versandeten, tat sein Übriges.

 

Im Schlussdurchgang setzten die Gastgeber voll auf Offensive, mussten dann aber nach einem Ballverlust schon knapp zwei Minuten nach Wiederanpfiff das 0:4 durch Malte Weber (42.) hinnehmen. In der Nachbetrachtung war die Hypothek dann ab diesem Zeitpunkt endgültig zu groß.

 

Weiter geht es am Sonntag beim MFBC Leipzig. Jenem Gegner, mit dem es am Samstag Kauferings Mitaufsteiger FBC München zu tun bekommen hatte.

 

1. FBL: FBC München vs. MFBC Leipzig

 

Das erste Heimspiel der Saison hat dem FBC München gegen einen der abgezocktesten Gegner der Liga eine echte Reifeprüfung gestellt. Das Ergebnis: Defensiv muss nachjustiert werden. Mit 3:15 ließen die Leipziger rein gar nichts anbrennen.

 

Schon nach dem ersten Durchgang türmte sich ein 0:5-Rückstand vor dem FBC München auf, der dann im Mitteldrittel aber immerhin in erträglichen Bahnen gehalten werden konnte. Paul Handrich brachte die Gastgeber erstmals auf die Anzeigetafel (25.), auf Seiten der Messestädter markierte Veeti Nieminen zwei seiner an diesem Abend insgesamt fünf Tore (30., 35.).

 

Nachdem Youngster Cem Beischl nur elf Sekunden nach Wiederanpfiff nochmals verkürzte, öffneten sich bei seinem FBC die Schleusen aber nochmal sperrangelweit. Vor allem zwischen der 50. und der 55. Minute trafen die Sachsen fast nach Belieben.

 

Am Samstag ist der FBC nun in Berlin gefordert.

 

 

2. FBL Süd/Ost: ESV Ingolstadt Schanzer Ducks vs. Rennsteig Avalanche

 

Die Saisonvorbereitung war aufgrund der Hallenverfügbarkeit holprig verlaufen, das Pokalaus bei Regionalligist SC DHfK Leipzig 2 ließ aufhorchen. Nun stellte sich die Frage: Wie würden die Schanzer Ducks zum Zweitligaauftakt aus den Startlöchern kommen?

 

„Wir haben zuletzt hauptsächlich auf uns geschaut und mannschaftsintern an ein paar Punkten gearbeitet“, verdeutlicht Coach Johannes Schönmeier, dessen Staff mit Stefan Sebrak zur neuen Saison Verstärkung erhielt. Gleichzeitig galt ein Blick aber natürlich auch dem Gegner. Die Rennsteig Avalanche tummelt sich seit Jahren am Tabellenende, weiß aber zu verteidigen und zu kontern. Für Ingolstadt zuhause eigentlich ein Pflichtsieg – der aber jede Menge Fallhöhe barg.

 

Nach dem 10:5-Heimsieg an neuer Betätigungsstätte, der Bezirkssportanlage Süd-West, lässt sich sagen: erste Reifeprobe bestanden. Im Fünf-gegen-Fünf habe sein Team das Spiel weitestgehend im Griff gehabt, freut sich der Coach vor allem über den defensiven Zugriff bei gleichzeitiger offensiver Spielfreude.

 

Im ersten Drittel legten Julian Hitzler (3.) und Neuzugang Max Hager per Vier-Sekunden-Doppelschlag (11., 11.) mit 3:0 vor. Im zweiten ruckelte es dann aber auch aufgrund einer Vielzahl an Strafen arg. Viermal musste ein Schanzer auf die Strafbank, viermal schepperte es – dreimal in Unterzahl, einmal bei Vier-gegen-Vier. Den Gästetreffern durch Vaclav Veverka (23./PP, 34./PP, 37.) und Jan Petrik (26./PP) hielten Nico Willkomm (30.), Jannik Melchior (31.) und Michael Bachmann (32.) allerdings drei Ingolstädter Treffer in rascher Abfolge entgegen, sodass der Vorsprung nie auf weniger als zwei Tore zusammenschmolz. „Auf Rückschläge hat die Mannschaft zu jeder Zeit hervorragend reagiert und immer eine passende Antwort gefunden“, so Schönmeier.

 

Im Schlussdurchgang war die Entscheidung dann rasch da, Tor um Tor erhöhten die Hausherren. „Insgesamt bin ich durchaus zufrieden, wie das erste Spiel gelaufen ist, vor allem mit einem starken Debüteinstand unseres Neuzugangs“, freut sich Schönmeier. Freilich sei dennoch noch Luft nach oben, um auch größere Aufgaben zu bestehen. „Gerade im Bereich Spielphasensteuerung und Movement am Ball sehe ich noch durchaus Verbesserungspotenzial. Natürlich aber auch im Bereich Special Teams.“

 

Weiter geht es am 10. Oktober in Halle. Die dortige Klatsche der Vorsaison sei Warnung genug, so Schönmeier. „Ich denke, die Spieler sind genauso motiviert wie ich, den ersten Auswärtsauftritt in der Liga deutlich besser zu gestalten. Genau da setzen wir an!“ Der nötige Schwung dafür sein nun da.

 

 

Beitragsfoto: Archiv/Finkenzeller

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