Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Deutsches U13-Gold für FBC München, Platz sechs für die Red Hocks

Bayern – Der FBC München ist neuer deutscher U13-Meister. Bei der DM in Schenefeld holten die Landeshauptstädter den Titel des Champions. Die Red Hocks Kaufering landeten auf Platz sechs.

 

Ausgerechnet hatte sich der FBC München schon vorab einiges: „Nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr reisten wir als einer der Favoriten nach Schenefeld“, schildert Coach Paul Handrich. Zum nahezu komplett zusammengebliebenen Kader waren in der Zwischenzeit noch einige talentierte Nachwuchs- und Entwicklungsspieler gestoßen. Also: Voller Angriff auf den Titel.

Weil so ein Auftaktspiel, zumal nach langer Anreise, so seine Tücken haben kann, setzte Münchens Trainerteam im ersten Match gegen Floorball Mainz zunächst auf seine erfahrenen Spieler. Zwar habe der Start geholpert, mit 10:5 war am Ende aber der wichtige erste Sieg eingetütet, fasst Handrich zusammen.

 

Somit lockte gegen den ATS Buntentor bereits das Halbfinalticket. Die Knights hatten schon zuvor große Defensivprobleme erkennen lassen und auch der FBC München hielt sich schadlos. Der 35:1-Sieg sei eindrucksvoll gewesen, so Handrich. „Gleichzeitig nutzten wir die Partie, um vor allem unseren jüngeren und den Entwicklungsspielern wertvolle Einsatzminuten zu ermöglichen. Unsere Leistungsträger konnten dadurch für das abschließende Gruppenspiel gegen den MFBC Leipzig sowie die entscheidenden Spiele am Sonntag geschont werden.“

 

Im Duell um den Gruppensieg musste man sich dem sächsischen Mitbewerber aber mit 13:12 geschlagen geben. „Defensiv waren wir an diesem Tag nicht konsequent genug, verschliefen einige Situationen und verteidigten insgesamt nicht auf unserem gewohnten Niveau“, kommentiert der Coach. Die Lektion habe allerdings gesessen: „Im Nachhinein war diese Niederlage genau der Weckruf, den wir für die Spiele am Sonntag gebraucht haben.“

 

Kauferings Suche nach dem Rhythmus

 

Weniger glücklich mit dem Samstag waren die Red Hocks Kaufering. „Wir hatten einige Hürden zu meistern“, gibt Coach Norman Krevet zu: Eine Spielansetzung mit den ersten beiden Partien direkt hintereinander und ohne echte Erholungspause, verletzungsbedingte Ausfälle sowie die Herausforderung, in engen und teilweise strittigen Spielsituationen stets einen kühlen Kopf zu bewahren, forderten Widerstandsfähigkeit.

 

Nach einem 7:7 gegen Bonn und einer 5:6-Overtimeniederlage gegen Gastgeber Schenefeld – in beiden Spielen brachten die Lechfloorballer zwischenzeitliche Führungen nicht ins Ziel – musste für den Halbfinaleinzug ein Sieg gegen den stark aufgetretenen SC DHfK Leipzig her. Das klappte nicht: Die Red Hocks lagen schnell deutlich hinten, blieben aber kämpferisch und verkürzten immerhin noch bis zum Endstand von 8:11.

 

Krevet lobt die Einstellung seiner Truppe: „Trotz wiederholter Rückstände haben sich die Kinder immer wieder herangekämpft und vollen Einsatz gezeigt.“ Auch wenn sich das nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelte, könne die Mannschaft mit ihrer Leistung absolut zufrieden sein. „Das gesamte Teilnehmerfeld bewegte sich auf einem enorm hohen und ausgeglichenen Niveau – nahezu jede Begegnung wurde auf Augenhöhe entschieden und oft waren es nur Kleinigkeiten oder das Quäntchen Glück, das den Ausschlag gab.“

 

 

Sonntag: Bahn frei zum Münchener Titel

Am Sonntag wartete – wie im Jahr zuvor auch – im Halbfinale mit dem SC DHfK Leipzig der Sieger der anderen Gruppe auf den FBC München. „Wir hatten den Gegner hervorragend analysiert und die Kinder setzten den Matchplan mit beeindruckender Disziplin und mentaler Stärke um“, freut sich Handrich. Das geschlossene Auftreten habe die Entscheidung zugunsten seines Teams gebracht; Lohn waren ein 9:6-Sieg und der Finaleinzug.

Im Endspiel kam es erneut zum Duell mit dem MFBC Leipzig. „Unsere Mannschaft hatte aus den Fehlern gelernt und zeigte eine absolute Meisterleistung in der Defensive“, lobt der Coach. „Jeder kämpfte für den anderen, wir verteidigten konsequent und mit großer Leidenschaft. Gleichzeitig herrschte auf unserer Bank eine unglaubliche Stimmung, die den Spielern auf dem Feld die entscheidenden Extraprozente verlieh. Diese Energie trug uns bis zur Schlusssirene.“ Der Titel sei hochverdient gewesen und das verdiente Resultat für die kontinuierliche Entwicklung und die harte Arbeit der gesamten Mannschaft.

 

Im Kauferinger Lager hielten die Schwierigkeiten des Vortags indes auch am Sonntag an. Im Spiel um Platz fünf mündete das in eine 5:6-Niederlage gegen Mainz. „Auch wenn wir das Gefühl hatten, dass sportlich vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen wäre, fand unser Team nur schwer in das Turnier“, fasst Trainer Krevet zusammen. „Ein echtes sportliches Momentum wollte sich über das Wochenende hinweg leider nicht entwickeln. Dennoch stellte sich die Mannschaft jeder Herausforderung mit vollem Einsatz und Leidenschaft.“

 

Lob und Danke

 

„Nachdem wir im vergangenen Jahr noch den Vizemeistertitel gefeiert hatten, durften wir nun den größten Erfolg erleben und diesmal mit Gold nach Hause fahren“, freut sich Coach Handrich. Erwähnenswert sei auch die Wahl Hector Douxchamps ins „All-Star Team“. „Wir sind unglaublich stolz auf die  Leistung über die gesamte Saison und bedanken uns bei den Eltern für die ganze Unterstützung und Organisation sowie beim Ausrichter für eine hervorragend organisierte Deutsche Meisterschaft in Schenefeld.“

 

Allein die Qualifikation zur DM sei eine großartige Leistung gewesen, fasst Kauferings Krevet zusammen – der deutschlandweit sechste Platz sei ein Erfolg und das Wochenende intensiv und lehrreich gewesen. Am Ende überwiege deshalb der Stolz auf eine Mannschaft, „die sich mit den besten Teams Deutschlands gemessen hat und eindrucksvoll gezeigt hat, dass sie auf diesem Niveau absolut mithalten kann“. Die gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse seien ein wertvoller Grundstock für die weitere Entwicklung. „Ein riesiges Dankeschön geht zum Schluss an alle mitgereisten Eltern, Familien, Fans und Helfer! Eure Unterstützung, eure Stimmung und euer unermüdlicher Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute haben dieses Wochenende zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Gemeinsam dürfen wir stolz darauf sein, dass unsere U13 nun offiziell zu den sechs besten Mannschaften Deutschlands zählt!“ Glückwünsche und Komplimente sendet Krevet an den FBC München, der einen verdienten Titel in den Süden geholt habe.

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