München – Die U17 des FBC München ist mit einer Bronzemedaille von der Deutschen Meisterschaft in Bremen zurückgekehrt. Die bayerischen Landeshauptstädter behielten in allen ihren engen Duellen die Oberhand – ausgerechnet im Halbfinale zog man aber deutlich den Kürzeren und verpasste so den Sprung nach womöglich ganz oben.
Der spätere Champion Schenefeld sei einfach besser gewesen, räumt FBC-Coach Fredrik Ekvall ein. Nach einem schnellen Rückstand traf Cem Beischl noch früh im Halbfinale in Überzahl (6.), kurz vor Schluss sorgte Wolfgang Schmidt-Wellenburg bei Sechs-gegen-Fünf für Ergebniskosmetik (45.). Doch dazwischen ging offensiv viel zu wenig. Weil es derweil aber den Blau-Weißen immer wieder gelang, sich dem Münchener Zugriff zu entziehen, geriet der FBC mehr und mehr ins Hintertreffen. Nach dem 1:1-Zwischenstand am Ende des ersten Drittels wuchs der Abstand bis zur zweiten Pause auf 1:4 und dann im Schlussdurchgang sogar auf ein zwischenzeitliches 1:7 an. „Wir haben versucht, unser Pressing anders zu gestalten, aber die Gegner fanden immer wieder Lösungen, die uns zu schaffen machten“, so Ekvall. Der Titeltraum war im Halbfinale ausgeträumt.
Dabei war tags zuvor noch vieles nach Plan gelaufen. „Ins erste Spiel am Samstag gegen die Baltic Storm haben wir gut hinein gefunden“, schildert der Coach. Nach einem 1:3-Rückstand im ersten Drittel habe sich der FBC Stück um Stück Vorteile erarbeitet. Mit 4:4 ging es in die Overtime, wo Lukas Jäkel den Zusatzpunkt sicherte. Verdient, findet Ekvall.
Auch danach gegen Dessau mussten sich die Münchener kurz erfolgreich schütteln, spätestens zu Beginn des letzten Drittels war das erneute zwischenzeitliche 1:3 aber vergessen und die Weichen auf Sieg gestellt. Mit 6:3 ging der Gruppensieg an den FBC.
Im Bronzematch nach dem verpassten Finaleinzug setzte sich die offensive Ladehemmung fort. Gastgeber TV Eiche Horn hätte beinahe ein Tor aus der allerersten Minute für Edelmetall gereicht, doch nach spielübergreifend 85 Minuten ohne eigenen Treffer im Fünf-gegen-Fünf schickte Martin Hempfling (41.) das Match nach einer starken Balleroberung doch noch in die Verlängerung. Dort seien der Siegtreffer Kai Finkenwirths (47.) und der Sprung aufs Stockerl dann der Lohn für stetig erhöhten Druck und großen Einsatz gewesen, lobt Ekvall.
Sein Gesamtfazit: „An diesem Wochenende hat es einfach nicht so richtig geklappt.“ Über weite Strecken habe sein Team gut gespielt, an den entscheidenden Stellen habe dann das notwendige Tor gefehlt. „Ein großes Lob dennoch an alle Spieler, die wirklich alles gegeben haben.“

