Bayern – Die allererste U19-Großfeldsaison in Süddeutschland ist Geschichte. Hinter dem bereits seit dem vorangegangenen Premieren-Meister VfL Red Hocks Kaufering kamen am vorletzten Aprilwochenende der FBC München als Silber- und der SV Amendingen als Bronzemedaillengewinner über die Ziellinie. Für die Landeshauptstädter geht es am kommenden Wochenende zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft nach Weißenfels; die nationale Endrunde findet dann 27./28. Juni in Kaufering statt.
Norman Krevet (Trainer Red Hocks Kaufering): „Dass diese Liga zustande kam, war ein wichtiges Signal für den Nachwuchs. Besonders schön war die Atmosphäre an den Spieltagen, da man sich schon lange kennt. Natürlich gab es auch Hürden. Da viele Spieler bereits fest im Herrenbereich integriert sind, kam es durch Terminkollisionen immer wieder zu Engpässen. Der Modus mit zwei Spielen à 3×20 Minuten an einem Tag ist extrem fordernd – erst recht, wenn am Folgetag noch Einsätze im Herrenbereich anstehen. Für die Zukunft sollte man hier über eine Anpassung des Modus nachdenken. Was mich besonders stolz macht: Die Jungs und Mädels haben sportlich absolut überzeugt. Tatsächlich konnten wir uns bereits nach dem zweiten von insgesamt drei Spieltagen vorzeitig die Meisterschaft sichern! Dass wir die Saison so souverän dominieren würden, unterstreicht die Qualität im Team. Selbst am letzten Spieltag, als wir mit einem stark dezimierten Kader antraten, haben wir eine beeindruckende Moral bewiesen. Wir beenden diese Premierensaison also nicht nur mit erhobenem Haupt, sondern als hochverdienter Meister! Nach der tollen Deutschen Meisterschaft im letzten Jahr liegt der Fokus nun voll auf dem nächsten großen Highlight: der Heim-DM in Kaufering. Nachdem nun sowohl die erste als auch die zweite Herrenmannschaft ihre Saisons erfolgreich beendet haben, bündeln wir unsere Kräfte. Die kommenden Wochen werden wir für intensive, gemeinsame Trainingseinheiten nutzen. Wir freuen uns auf die Vorbereitung!“
Sönke Grimpen (Trainer FBC München): „Der Anfang war nicht besonders vielversprechend. Mit nur acht Feldspielern, die Hälfte davon aus der U17, war am ersten Spieltag nicht viel zu reißen. Durch großen Einsatz gelang noch der Punktgewinn gegen den SV Amendingen. Auch beim zweiten Spieltag waren wir trotz zwei Reihen, aber nur drei U19 Spielern nicht konkurrenzfähig besetzt. Erst am letzten Spieltag gab es für uns keinen Terminkonflikt mit der 2. FBL und wir konnten die U19-Spieler zumindest für ein Spiel und die U17 Spieler aus der Herren 1 für beide Spiele einsetzen. In der Folge konnten das erste Spiel deutlich und das zweite Spiel gegen Kaufering (auch sie haben ihre Top-Spieler für die Play-Offs am nächsten Tag geschont) knapp gewonnen werden. Ein Anfang ist gemacht. Es wäre schön, wenn Jugendspieler in Zukunft hier noch einen Wettbewerb bestreiten könnten, bevor sie bei den Senioren mitspielen. Der Weg dahin ist allerdings noch weit, denn bisher kann es sich noch kein Verein erlauben, diese Spieler nicht bei der Senioren einzusetzen. Und eine Dreier-Liga ist sportlich nicht wirklich attraktiv, als dass man die Spieler nur dort einsetzen würde. Als ergänzende Liga mit eher schwach besetzten Teams sind die Spielzeiten mit 3×20 Minuten effektiv und zwei Spielen pro Tag aber physisch viel zu anspruchsvoll.“
Andreas Karg (Trainer SV Amendingen): „Wir haben uns diese Jahr für eine U19-Mannschaft entschieden, sodass alle, die seit der U9 zusammen spielen, nochmal als Team agieren können. Die meisten kommen oder spielen schon im Regionalliga-Team unserer Piranhas. Wir konnten während der Saison nochmal viele Erfahrungen sammelb gegen den Nachwuchs der beiden Bundesligateams. Für uns war klar, dass wir nochmal was dazulernen können. Ich denke das haben wir. Im Großen und Ganzen konnte wir mit unsere Leistung sehr zufrieden sein. Wir wünschen den FBC München viel Erfolg bei der Quali zur DM und den Kauferingern viel Erfolg bei der Heim-DM.“


