Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Bayerisches Finale in der 2. FBL: Das große Trainerinterview

München/Kaufering – Wenn am kommenden Sonntag um 16 Uhr auf dem Bildungscampus in Riem der Anpfiff ertönt, startet das Finale um die Meisterschaft der 2. FBL zwischen dem FBC München und den Red Hocks des VfL Kaufering. Am Wochenende darauf geht es am Samstag (18 Uhr) und gegebenenfalls am Sonntag (16 Uhr) im Sportzentrum am Lech weiter. Der Sieger der Serie steigt auf, der Verlierer versucht sein Glück in der Relegation gegen den SC Potsdam. Vor Beginn des bayerischen Gipfeltreffens lassen sich die Trainer der beiden Rivalen in die Karten schauen – zumindest ein bisschen.

 

Servus Henrik, du hast München als Wunschgegner bezeichnet, nachdem das Aufeinandertreffen im Finale feststand. Wie war das gemeint?

 

Nordström: „Es ist ein Derby und ein Finale zwischen den beiden besten Teams der 2. FBL. Wenn man ein Finale bestreitet, möchte man gegen den besten Gegner antreten, und wenn diese Mannschaft zudem ein direkter Rivale ist, bedeutet das, dass alle – Fans, Spieler und Trainer – in jedem Spiel mit vollem Einsatz dabei sind. Wer würde so eine Konstellation nicht lieben?“

 

Fredrik, hattet auch ihr einen Wunschgegner?

 

Ekvall: „Nicht wirklich. Während der gesamten Saison haben wir versucht, möglichst wenig nach links und rechts zu schauen, und uns stattdessen vor allem auf uns selbst konzentriert – darauf, was wir weiterentwickeln wollen und wofür wir stehen. Es war ganz klar, dass Kaufering im Halbfinale die bessere Mannschaft war, und daran orientieren wir uns. Was das Publikum und die Stimmung angeht, könnte es nicht besser sein. Das werden unglaublich spannende Spiele werden.

 

Was werden eurer Meinung nach die Schlüsselfaktoren, die die Serie entscheiden werden?

 

Nordström: „Anpassungsfähigkeit.“

 

Ekvall: „Ich denke, der mentale Faktor wird entscheidend sein. Die Mannschaft, die einen kühlen Kopf bewahrt und an ihrem Spielplan festhält, wird einen großen Vorteil haben.“

 

„Der FBC München ist unser Wunschgegner“, sagt Kauferings Trainer Henrik Nordström. (Foto: Finkenzeller)

 

Welche Bedeutung hat das Auftaktmatch in München und wie groß ist das Pfund des Kauferinger Heimrechts in Spiel zwei und drei?

 

Ekvall: „Ich bin vor allem froh, dass wir nicht weit reisen müssen, denn bei jeder langen Auswärtsfahrt haben wir das halbe Spiel gebraucht, um richtig in Schwung zu kommen. Vielleicht ist es eine langweilige Antwort, aber es geht ohnehin um zwei Siege. Dennoch kann man nicht abstreiten, dass es viel schöner ist, mit einer Führung in Spiel zwei zu gehen. Kaufering hat die Vorrunde verdient gewonnen und den Heimvorteil errungen. Darauf können wir jetzt keinen Einfluss mehr nehmen, also habe ich mir darüber nicht viele Gedanken gemacht – es ist, wie es ist.“

 

Nordström: „Kein Team wird die Serie schon im ersten Spiel für sich entscheiden, aber es wird wichtig sein, den Ton anzugeben, um zu zeigen, in welche Richtung es geht: offensiver Schlagabtausch, Defensivschlacht, körperlicher Kampf oder etwas anderes. Ein Heimvorteil ist natürlich eine sehr schöne Sache, aber letztendlich geht es darum, zwei Spiele zu gewinnen, egal ob man zuhause oder auswärts spielt.“

 

Wenn man im Finale auf einen Gegner trifft, den man schon gut zu kennen glaubt: Wie groß ist die Versuchung, mit einem taktischen Winkelzug für einen Überraschungsmoment zu sorgen?

 

Ekvall: „Nicht besonders groß. Ich denke, es geht eher darum, die Schwächen des anderen auszunutzen und die eigenen Stärken bestmöglich einzusetzen.“

 

Nordström: „Ich glaube an meine Spieler und vertraue darauf, dass sie unseren Spielplan umsetzen, daher verspüre ich keine große Versuchung, München mit einer besonderen Taktik zu überraschen. Aber vielleicht habe ich noch ein paar Asse im Ärmel – werden wir sie brauchen? Wer weiß?“

 

„Wir haben aus den letzten Spielen gegen Kaufering viel gelernt“, sieht FBC-Coach Fredrik Ekvall sein Team bestens vorbereitet. (Foto: Christoph Pabel)

 

Bist du eher Fraktion „voller Fokus aufs eigene Team“ oder „Informationshamster was den Gegner betrifft“?

 

Nordström: „Ich konzentriere mich voll und ganz auf meine eigene Mannschaft.“

 

Ekvall: „Wie meine vorherige Antwort schon andeutet, vertraue ich auf eine Mischung aus beidem. Wir sollten auf jeden Fall mit unseren eigenen Stärken arbeiten, die wir während der gesamten Saison gezeigt haben. Gleichzeitig müssen wir die Stärken von Kaufering anerkennen.“

 

Bitte vervollständigt zum Abschluss folgende Sätze: An unserem Gegner schätze ich…

 

Ekvall: „…ihren temporeichen und unterhaltsamen Spielstil.“

 

Nordström: „…ihre Intensität, ihre Spielqualität und die Tatsache, dass sie immer das Beste aus meinen Spielern herausholen.“

 

Und mein Team gewinnt die Serie weil…

 

Ekvall: „…wir aus unseren letzten Spielen gegen Kaufering viel gelernt haben und auf die bevorstehende Serie viel besser vorbereitet sein werden.“

 

Nordström: „…wir mental stärker sind.“

 

Beitragsfotos: Martin Finkenzeller/Christoph Pabel

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