Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

floorballshop.com Regionalliga: Zehnter Spieltag

Bayern – Bis zur Zeit der ersten konkreten Rechenspiele in der Tabelle der floorballshop.com Regionalliga Bayern ist es nicht mehr weit. Diesen gab das vergangene Wochenende neue Dynamik. Im Duell der Zweitvertretungen setzte sich Kaufering deutlich gegen einen dezimierten FBC München durch. Der FBC München 3 hingegen beendete ein spannendes Spiel gegen die Lumberjacks Rohrdorf siegreich. Der SV Nordheim gewann ebenso gegen die Panther Regensburg wie die SG Amendingen/Puchheim gegen die Wikinger des PSV München.

 

FBC München 2 vs. Red Hocks Kaufering 2

 

Best Player: Paul Denk (Kaufering, links) und Julian Klados (FBC, rechts).

Gerade einmal sechs Feldspieler konnte der FBC München aufbieten. „Die Personalknappheit zieht sich bereits durch den gesamten Saisonverlauf“, schildert Spielertrainer Sören Krieger, der selbst ebenfalls abgesagt hatte. „Es ist alles dabei: Urlaub, Lernen, Krankheit, Verletzungen, Umzug, familiäre Verpflichtungen, parallel haben an diesem Tag noch die Damen und die H1 gespielt.“ Als dann am Vorabend noch zwei weitere Spieler ausfielen, war ein Nichtantritt nicht mehr fern.

 

Der FBC mobilisierte jedoch seine Kräfte zugunsten des sportlichen Vergleichs – stand dabei aber rasch auf verlorenem Posten. Drittelergebnisse von 0:3, 1:6 und 0:6 ließen den Spielstand bis auf ein Endergebnis von 1:15 anwachsen. Mit dem zwischenzeitlichen 1:9 in seinem Debütspiel sorgte Timo Nemitz für den Ehrentreffer.

 

„Wir wollten einfach von Anfang an wach sein, Druck machen und unser Spiel durchziehen, mit viel Tempo und Einsatz“, kommentiert Kauferings Angreifer Finn Weber. Das habe über die allerweitesten Strecken gut geklappt: „Wir haben kaum Chancen zugelassen und im Angriff unsere Möglichkeiten genutzt; vor allem nach der ersten Pause haben wir gut zu unserem Rhythmus gefunden.“

 

Für sein Team geht es am Sonntag in Riem mit dem Spitzenspiel gegen den FBC München 3 weiter. Der FBC 2 trifft auf die Panther Regensburg.

 

FBC München 3 vs. Lumberjacks Rohrdorf

 

Best Player: Kilian Tiefenthaler( Rohrdorf, links) und Cem Beischl (FBC, rechts).

Das spannendste Spiel des Tages – und ein wichtiges für den weiteren Saisonverlauf. Dank einem 9:8-Sieg bleibt die junge Garde des FBC weiter mitten im Rennen um das Ticket zur Süddeutschen Meisterschaft. Die Lumberjacks fallen im dicht gedrängten Tabellenmittelfeld zurück.

 

„Die frühe Führung hat natürlich viel Druck rausgenommen“, lobt FBC-Coach Sönke Grimpen den hellwachen Start seines Teams. Martin Hempfling (1.), Cem Beischl (7.) und Martin Hampel (13.) stellten schon vor dem ersten Rohrdorfer Treffer durch Simon Behringer (13.) auf 3:0. Den 4:1-Pausenstand steuerte wieder Beischl (17.) bei.

 

„Wir hatten uns vorgenommen, Rohrdorf nicht in unserem Slot kombinieren zu lassen und insbesondere die dortigen Querpässe zu unterbinden“, so Grimpen. Mit zunehmender Spieldauer sei die Fehlerquote jedoch gestiegen. Im zweiten Drittel habe man beim Backchecking geschludert; im letzten Durchgang sei die individuelle Fehlerquote dann zu hoch gewesen.

 

So ergaben sich einfache Chancen für die Lumberjacks – die diese auch nutzten. Ab der Mitte des zweiten Abschnitts war Rohrdorf beim Stand von 5:5 wieder gleichauf. Jannis Heil (25.), Oliver Beer (27., 29.) und Thomas Hallmann (32.) glichen aus, zwischenzeitlich hatte Nicolas Zinßer für München erhöht (27.). Allerdings: „Wir sind, auch als im zweiten Drittel recht wenig zusammen lief, nie in Rückstand geraten“, schnauft Grimpen durch.

 

Das blieb so auch im Schlussdurchgang. Cem Beischl sorgte (44.) für einen besseren Start des FBC. Fortan war es immer das gleiche: Rohrdorf kam durch Heil (51.) und Kilian Tiefenthaler (52., 54.) auf ein Tor heran, Martin Hempflings Tore sicherten die Münchener Führung ab (51., 53.). Und diese hatte auch in der sechsminütigen Schlussoffensive der Lumberjacks Bestand.

 

Die treffen am Sonntag auf die Wikinger des PSV München; die Dritte des FBC misst sich mit Spitzenreiter Kaufering. „Unsere Aufgabe ist, jetzt unsere taktische Variabilität in den kommenden Spieltagen weiter zu verfeinern“, blickt Grimpen voraus.

 

SV Nordheim vs. Panther Regensburg

 

Best Player: Lukas Rebele (Nordheim, links) und Daniel Böhme (Regensburg, rechts).

Improvisationsgeschick mussten beide Teams vorab beweisen, beide Seiten beklagten den ein oder anderen Ausfall. „Das Desaster von letzter Woche gegen die SG Amendingen/Puchheim haben wir gut aufgearbeitet“, schildert Panther-Sprecher Daniel Hollerauer. Eine Besinnung auf die Basics und die mannschaftliche Geschlossenheit wurde als Hauptaufgabe auserkoren.

 

Sein Team sei dann insgesamt auch ganz ordentlich ins Spiel gestartet, findet Hollerauer. Nordheim probierte es trotz einem Plus an Spielanteilen hauptsächlich aus der Distanz. „Wir waren im Abschluss oft zu hektisch“, bemängelt SVN-Coach Peter Kechele. Lukas Rebele war es, der dennoch zweimal (9., 16.) für die Schwaben traf; Regensburg hielt durch einen Treffer von Clemens Spitzenberg (19.) Tuchfühlung.

 

Auch der Einstieg in das zweite Drittel gelang aus Sicht der Panther. Nachdem Christoph Gehl (22.) ausglich und Marek Sedelmeier (23.) wieder für den SVN vorlegte, brachten David Haack (25./PP) und Spitzenberg (28.) Regensburg sogar zwischenzeitliche in Führung. „Sie konnten mit Kontern immer wieder Nadelstiche setzen“, so Kechele.

 

„Diese Führung wurde allerdings durch einen Doppelschlag durch Nordheim, bei der eine sicherlich strittige Szene leider zu unseren Ungunsten entschieden wurde, wieder in einen Rückstand gedreht“, kommentiert Hollerauer das weitere Geschehen. Fabian Müller (30.) und Julian Hitzler (30.) sowie später Philipp Hofer (38.) stellten auf 6:4. „In den ersten beiden Dritteln haben wir uns das Leben mit unnötigen Strafen selbst schwer gemacht“, war Nordheims Coach Peter Kechele dennoch nicht uneingeschränkt zufrieden.

 

Regensburg ging nun etwas mehr ins Risiko – auszahlen sollte sich das aber nicht. Zwar trafen die Panther durch Daniel Böhme (49.), Erik Schier (58.) und Gehl (60.) noch dreimal. Nordheim netzte seinerseits aber auch noch fünfmal ein und behielt so die Oberhand.

 

Sein Team sei hin und wieder einfach den einen Schritt zu langsam gewesen, um Zählbares zu holen, fasst Hollerauer zusammen. „Letztendlich hat sich die höhere Qualität von Nordheim durchgesetzt“; dennoch sei man im Regensburger Lager mit der eigenen Leistung im Reinen.

 

„Drei verdiente wichtige Punkte“, macht auch Kechele einen Haken hinter die Partie. Vor dem Duell am Sonntag mit der SG Amendingen/Puchheim gelte es dennoch nachzuschärfen. Weiterhin die ersten Punkte einfahren wollen die Panther. Im Hinspiel gegen den FBC München 2 sei man ganz nah dran gewesen, so Hollerauer. Jetzt soll Versäumtes nachgeholt werden.

 

PSV Wikinger München vs. SG Amendingen/Puchheim

 

Best Player: Linus Karg (Amendingen/Puchheim, links) und Dominik Jaumann (PSV, rechts).

„Die ersten beiden Drittel ging der Matchplan sehr gut auf und wir konnten das Ergebnis lange offen halten“, lobt PSV-Spielertrainer René Ghigani-Braun sein Team, das nach 20 Minuten ein 2:2 in die Kabine brachte. Der Ober-Wikinger selbst stellte zwischenzeitlich auf 2:1 (8., 19.), nachdem Maximilian Hager zehn Sekunden vor Ghigani-Brauns erstem Streich für die SG vorgelegt hatte (8.). Den Ausgleich zum Pausentee steuerte Hannes Priller (20.) bei.

 

„Von da an haben wir unser Spiel durchgezogen“, lobt SG-Trainer Marco Hagenauer sein Team. Nach einem ersten Drittel, das deutlich von Fehlervermeidung geprägt war, habe vor allem der eigene Spielaufbau immer mehr an Fahrt gewonnen. Linus Karg (21., 25.) und Hager (27.) schossen rasch ein 2:5 heraus.

 

Auch nach dem erneuten Wiederanpfiff habe sein Team an diesen Aufschwung anknüpfen können, so Hagenauer. Nach nur 25 Sekunden erhöhte Lorenz Mayer. „Dadurch und mit nur neun Felspielern war dann schnell die Luft raus“, so Ghigani-Braun. Er sah ein fortan „durch Kleinigkeiten sehr hitziges“ Spiel. „Es war sehr zweikampflastig und hart“, bestätigt Hagenauer.

 

Florian Bains (46.) traf noch für die Wikinger; für die SG taten es ihm Hager (48., 58.) und Mayer (55.) gleich, dann war beim Stand von 3:9 Schluss.

 

„Darauf wollen wir bis zum Ende der Saison weiter aufbauen schönen Floorball mit vielen Kombinationen spielen“, schaut Hagenauer voraus. Nächster Prüfstein dafür wird der SV Nordheim. Die Wikinger treffen auf die Lumberjacks Rohrdorf.

 

 

 

Beitragsfoto: Börsch/Archiv

Oh, hallo 👋
Schön, dich zu treffen.

Trag dich ein, um regelmäßig
die aktuellesten Inhalte rund um den gelochten Ball in Bayern zuerhalten.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Teile den Beitrag

Aktuelle Beiträge