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Floorball Verband Bayern e.V.

floorballshop.com Regionalliga: Neunter Spieltag

Bayern – Back to back in der floorballshop.com Regionalliga Bayern: Am vergangenen Samstag standen sich die Teams in eben jenen Konstellationen gegenüber, wie es sie auch schon vor der Weihnachtspause gegeben hatte. Dabei wurde manches bestätigt, manches gerade gerückt – und einiges auf den Kopf gestellt.

 

PSV Wikinger München vs. FBC München 2

 

Best Player: René Ghigani-Braun (PSV, links) und Arthur Sobe(FBC 2, rechts).

Mit 3:15 hatten sich die Wikinger im Dezember eine vorweihnachtliche Abreibung eingehandelt. Das lief diesmal völlig anders. „Unsere Leistung war gerade im ersten und letzten Drittel sehr gut“, lobt Spielertrainer René Ghigani-Braun sein Team. Mit 2:1 und 2:0 gingen diese Durchgänge auch an den PSV – doch mit einem 2:6 im Mitteldrittel erfolgten die entscheidenden Weichenstellungen zwischen der ersten und der zweiten Pause. „Da haben wir den Faden verloren“, bedauert Ghigani-Braun die ein oder andere doch zu freundliche Einladung an den FBC.

 

Nachdem der PSV-Spielertrainer nach dem Auftakttreffer von Amelie Wagner (2.) noch selbst für die Pausenführung gesorgt hatte (7., 13.) und Christian Lau (25.) nach Wiederanpfiff erhöhte, entglitt den Wikingern fortan die Partie. Nach Alesandro Jantschers Anschluss (26.) antwortete der PSV noch durch Florian Inderst (30.), dann brachen die Dämme. Zwischen 32. und 40. Minute stellten Arthur Sobe (32.), Philipp Kopp (34.), Jantscher (34.) und zwei weitere Male Sobe (39., 40.) auf 4:7.

 

„Durch eigene Unkonzentriertheiten und durch fehlende Durchschlagskraft im Abschluss haben wir uns selber um die eigentlich verdienten Punkte gebracht“, bedauert Ghigani-Braun. Denn obwohl zwei weitere seiner Treffer (43., 47.) noch genug Zeit für eine erfolgreiche Aufholjagd ließen, blieb es beim 6:7.

 

SG Amendingen/Puchheim vs. Panther Regensburg

 

Best Player: Jannik Buhmann (SG, links) und Daniel Böhme (Regensburg, rechts).

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu: Eigentlich wollten die Panther an ihre starke vorweihnachtliche Leistung anknüpfen, als ihre Rumpftruppe bis kurz vor Schluss die Hoffnung auf einen Punktgewinn hochhielt. Doch diesmal kam es völlig anders.

 

Herbe Ausfälle und eine zähe Anreise, die sich in einigem Zeitdruck vor Anpfiff niederschlug, mündeten in einen völlig verpatzten Start. Nach weniger als einer Minute hatten Fabian Nitschke und Emma Piesker schon auf 2:0 gestellt. Schlicht nicht wach sei sein Team gewesen, fasst Regensburgs Sprecher Daniel Hollerauer zusammen. „Unser Aufbauspiel war nicht vorhanden, obwohl Amendingen/Puchheim nicht mal viel machen musste, außer mit zwei Spielern Passwege zustellen“ – gleichzeitig habe die SG trotz einem Spielfeld mit Minimalmaßen mehr Platz bekommen als im Hinspiel. „Letztendlich muss man sagen, dass heute vom Torhüter bis zum Stürmer niemand so wirklich auf dem Feld war.“

 

Als es mit 6:1 in die Pause ging, war die Partie so gut wie entschieden. „Im Laufe des Spiels sind wir zwar etwas besser reingekommen“, so Hollerauer. „Aber insgesamt waren wir heute völlig chancenlos und konnten der SG, die selbst definitiv mehr Ausfälle als wir zu beklagen hatte, zu keiner Zeit irgendetwas entgegensetzen.“

 

SV Nordheim vs. FBC München 3

 

Best Player: Martin Hempfling (FBC 3, links) und Julian Hitzler (SVN, rechts).

Die Chance verpasst, sich als Tabellenzweiter vom restlichen Verfolgerfeld abzusetzen, hat der SV Nordheim. „Wir sind mit neun Spielern in die Partie“, fasst SVN-Topscorer Philipp Hofer zusammen. „Zudem waren einige Akteure angeschlagen, was die Ausgangslage gegen einen laufstarken Gegner nicht einfacher machte.“

 

Nachdem Julian Hitzler seine Nordheimer noch in Führung gebracht hatte (14.), schossen Cem Beischl (16.) und Martin Hempfling (19.) den 2:1-Pausenstand zugunsten der Münchener Youngster heraus. Deutlicher wurde das Gefälle dann nach Wiederanpfiff. Noel Schlösser (23.), Beischl (25.) und Roman Daugavet (26.) sorgten für einen FBC-Vorsprung, dem der SVN fortan das ganze Spiel hinterherlief. „Über weite Phasen funktionierte die Defensivarbeit ordentlich“, fasst Hofer zusammen. Aber:„Während eigene Chancen ungenutzt blieben, zeigte sich München klar effizienter.“

 

Am Ende sei so keine Umkehr mehr möglich gewesen. München hielt die Zügel fest in der Hand. Näher als beim 3:5 in der 47. Minute kam Hinspielsieger Nordheim nicht mehr heran. Dennoch: „Das 4:9 fiel etwas klarer aus als der Spielverlauf tatsächlich war“, so Hofer.

 

Lumberjacks Rohrdorf vs. VfL Red Hocks Kaufering 2

 

Mit einem 7:6-Sieg nach Verlängerung bei den Lumberjacks Rohrdorf hat die Zweitvertretung der Red Hocks in der Regionalliga Bayern erstmals in dieser Saison einen Punkt liegen gelassen. „Wir hatten leider einige krankheitsbedingte Ausfälle“, fasst Torwart Marco Trick zusammen.

 

„Durch das verkürzte Feld mussten wir uns auf viele Zweikämpfe und Torsituationen einstellen“, so Kauferings Schlussmann. Hohes Anlaufen, schnelles Kurzpassspiel und der ein oder anderen Schuss aus der zweiten Reihe seien die selbstgesteckten Vorgaben gewesen. „Mit langen, vertikalen Bällen in die Spitze wollten wir uns das verkürzte Feld zu Nutze machen.“

 

Das klappte insbesondere im ersten Drittel gut. Nachdem sein Team durch Lukas Trieb (4.), Laura Ballweg (10.) und erneut Trieb (14.) vorlegte, schlossen die Gastgeber im Spielverlauf aber immer mehr auf. „Die Lumberjacks waren auch sehr gut eingestellt und haben uns mit ihrem Pressing häufig in Bedrängnis gebracht.“

 

Florian Faltermeiers Treffer spät im ersten Drittel (20.) legte den Grundstein für einen heißen zweiten Durchgang. Nach Daniel Nustedts Anschlusstreffer (25.) baute Maximilian Falkenberger (29./PP) den Vorsprung wieder aus. Nustedt (32.) und Lukas Wexenberger (36.) wiederholten dieses Spiel. „Ab der Mitte der Spiels war es ein offener Schlagabtausch beider Teams“, schnauft Goalie Trick durch.

 

Im Schlussdurchgang antwortete Trieb (54.) nochmals auf Rohrdorfs erneuten Anschluss, diesmal durch Kilian Tiefenthaler (47.), dann durchbrachen die Lumberjacks dieses Muster. Tiefenthaler (54.) und Sandro Padula (58.) glichen für die Gastgeber aus. „Wir sind trotzdem ruhig geblieben sind und die Stimmung auf der Bank war durchgehend positiv“, lobt Trick den kühlen Kopf seines Teams.

 

Das zahlte sich aus: In der Lotterie Overtime sicherte Finn Weber dem Tabellenführer den Zusatzpunkt (63.).

 

 

Ausblick

 

Mit drei Siegen am Stück reitet der FBC München 2 derzeit eine kleine Erfolgswelle. Am Samstag (9 Uhr) machen die Landeshauptstädter gemeinsam mit den Red Hocks Kaufering 2 den Auftakt für den Spieltag in Amendingen. Einige Spannung dürfte dann das Aufeinandertreffen des FBC 3 mit den Lumberjacks bieten (11.15 Uhr). Für Nordheim geht es hernach darum, gegen Schlusslicht Regensburg wieder in die Spur zu finden (13.30 Uhr), die Panther trachten weiterhin nach dem ersten Punktgewinn der Saison. Den Abschluss macht das Match der Gastgeber Amendingen/Puchheim mit den Wikingern (15.45 Uhr).

 

Beitragsfoto: Lumberjacks Rohrdorf

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