Kaufering/Donauwörth – Kaufering hat seine Mühe gehabt, am Ende blieb die Bilanz mit einem Sieg über Rohrdorf aber makellos. Als schärfster Verfolger in der floorballshop.com Regionallga Bayern und heißer Aspirant auf ein Ticket für das süddeutsche Final4 hat sich der SV Nordheim gegen den FBC München 3 durchgesetzt. Nach einem schwachen Saisonstart weiter auf dem Weg nach oben ist der FBC 2, der gegen die Wikinger des PSV München einen Kantersieg einfuhr. Seine Konkurrenzfähigkeit bewies Regensburg im Duell mit der SG Amendingen/Puchheim.
FBC München 2 vs. PSV Wikinger München
Nach dem ersten erfolgreichen Raubzug der Saison in der Vorwoche haben die Wikinger des PSV München gegen den FBC München 2 eine harte Abreibung erlitten. „Wir haben das erste Drittel komplett verschlafen und keinen Zugriff gefunden“, kommentiert Spielertrainer René Ghigani-Braun den 9:1-Rückstand nach 20 Minuten.
Zwar habe sein Team sich noch gefangen – die weiteren Abschnitte endeten mit 4:2 und 2:0 zugunsten des FBC – doch auch aufgrund des gut aufgelegten Simon Aumüller im gegnerischen Kasten nahm das Ergebnis weiterhin unfreundliche Züge an. Immerhin habe der Einsatz gestimmt, so Ghigani-Braun: „Durch drei Verletzungen während der ersten 30 Minuten mussten wir mit nur noch sieben Spielern agieren und das hat sehr gut geklappt. Respekt an meine Mannschaft.“

FBC München 3 vs. SV Nordheim
Kurzfristig gesehen war es das Duell darum, wer als schärfster Verfolger Kauferings ins neue Jahr geht. Auf längere Sicht aber dürfte dies ein ganz wichtiger Meilenstein im Rennen um das Ticket zur Süddeutschen Meisterschaft gewesen sein. Dennoch bot die Dritte des FBC nur ein Rumpfteam mit sieben Feldspielern auf.
Zwar verkaufte sich die schmale Delegation aus der Landeshauptstadt teuer. Nach einem späten Rückstand aus dem ersten Drittel kam man aber nicht mehr näher als beim 2:3 (37.) heran.
„Gedanklich waren wir wahrscheinlich schon in der Winterpause“, bemängelt derweil SVN-Spielertrainer Peter Kechele den Auftritt seiner Truppe vor der heimischen Kulisse von 50 Zuschauern. Mit einigen Unsauberkeiten habe man sich das Leben selbst schwer gemacht. Das Ergebnis falle eher in die Kategorie ‚Arbeitssieg‘, fasst er den 5:3-Erfolg zusammen.

Panther Regensburg vs. SG Amendingen/Puchheim
Die SG Amendingen/Puchheim, ihres Zeichens mittendrin im dichten Gedränge des Tabellenmittelfelds, hätte gegen das dünn besetzt angereiste Schlusslicht Regensburg beinahe Federn gelassen. „Trotz der wenigen Wechseloptionen waren wir gut im Spiel“, lobt Panther-Kapitän Christoph Gehl seine Mannschaft.
Was wohl drin gewesen wäre, wenn nicht auch noch Teamtopscorer Erik Schier im Lauf des Spiels ausgefallen wäre? „Leider gab es im ersten Drittel fünf Minuten, in denen Amendingen/Puchheim mit 3:0 in Führung gehen konnte“, bedauert Gehl. Diese Hypothek sollte sich schlussendlich als zu groß herausstellen. „Nichtsdestotrotz konnten wir uns sehr gut verkaufen.“ Weil Torfrau Rebecca Haack stark hielt und Ludwig Erhardsberger dreifach traf, schnupperten der Tabellenletzte im Schlussdurchgang sogar am Ausgleich (57.). Jannik Buhmanns 4:6 zugunsten der SG machte aber alles klar (59.).

VfL Red Hocks Kaufering 2 vs. Lumberjacks Rohrdorf
In einem Spiel ohne das ganz große Tempo die Oberhand behalten haben die Red Hocks vor rund 90 Zuschauern. Die spannende Frage: Hätte der etwas fahrig auftretende Tabellenführer den Schalter erfolgreich umlegen können, wenn die Lumberjacks noch mehr als beim 2:1 (15.) und 3:2 (30.) auf den Pelz gerückt wären?
„Wir hatten anfangs einige Probleme, gerade im Aufbau haben wir zu viele leichtfertige Fehler gemacht“, räumt Kauferings Verteidiger Jonas Rubenwolf ein. Das Trainerteam der Red Hocks reagierte in der Mitte des zweiten Durchgangs mit einer Auszeit und bündelte seine Kräfte auf zwei Reihen. Das und eine zumindest defensiv konzentrierte Leistung reichten am Ende zu einem 6:2-Sieg.

Ausblick
Einer besonderen Situation sehen sich die Teams der floorballshop.com Regionalliga Bayern gegenüber: Am 17. Januar wird der eigentliche dritte Spieltag nachgeholt – damit treffen alle Vereine auf jene Gegner, denen sie am vergangenen Wochenende schon gegenüber standen. Chance zur Revanche also und Aufschluss darüber, wer die kleine Winterpause bis dahin am engagiertesten nutzt.

Beitragsbild: Börsch
