Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

2. FBL: So lief das bayerische Wochenende (Spieltag 8)

Bayern – Zwei Siege aus vier Spielen haben die bayerischen Vereine am Wochenende in der 2. FBL errungen. Während die Red Hocks mit 10:2 bei der Rennsteig Avalanche die Oberhand behielten, blieb eine Aufholjagd des ESV Ingolstadt gegen die Red Devils Wernigerode mit 8:9 unvollendet. Einen Ausrutscher leistete sich derweil der FBC München mit einer 1:4-Niederlage bei den Füchsen der TSG Quedlinburg; tags darauf meldeten sich die Landeshauptstädter mit einem 9:3-Heimsieg über Wernigerode erfolgreich zurück.

 

ESV Ingolstadt Schanzer Ducks vs. Red Devils Wernigerode

 

Die Schanzer Ducks haben am Samstagabend eine weitere starke Aufholjagd gezeigt. Am Ende standen sie jedoch erneut knapp ohne Punkte da. Gegen die Red Devils Wernigerode unterlag der ESV Ingolstadt mit 8:9.

 

In der 26. Minute schien bereits alles entschieden: Nachdem den Gästen bereits in der dritten Minute ein Doppelschlag durch Routinier Voijta Krupička und Torjäger Paul Sundt gelungen war, legten Frederik Gahlert (7.), erneut Sundt (14., 15.), Sullyvan Schröder (23.) und Hendrik Ratsch (26.) nach. Ingolstadts zwischenzeitlicher Anschluss durch Max Eberle (7.) und Luca Scharnagl (13.) war diskussionslos beiseite gewischt. „Nach dem 2:7 schien das Spiel vermeintlich gegessen“, schildert Eberle.

 

Dann aber kam sein Team furios zurück. Tim Rossié (27.) brachte die Initialzündung, nur neun Sekunden später jubelte dann Michael Bachmann. Nachdem Felix Melchior (30.) weiter verkürzte, bremsten ein Devils-Tor durch Constantin Prox (31.) und die zweite Pause die Aufholjagd der Ducks zwar ein – doch „auch das Schlussdrittel starteten wir voller Energie“, lobt Eberle sein Team. Rossié (43.) und Bachmann (48.) knüpften an den starken Ingolstädter Lauf an, die Gastgeber hatten sich erfolgreich auf 7:8 herangebissen.

 

Wernigerode taumelte, fiel aber noch nicht, denn auf Sundt war Verlass. Der Topscorer erhöhte wieder zugunsten Wernigerodes. Da auf Felix Melchiors 8:9 (53.) fast acht Minuten lang kein weiteres Tor mehr folgte, blieb es bei diesem Ergebnis. „Wir haben gedrängt, eine späte Strafe bremste uns aber und trotz Auszeit und vollem Einsatz reichte es am Ende nicht mehr“, so Eberle.

 

Rennsteig Avalanche vs. VfL Red Hocks Kaufering

 

Jonas Rubenwolfs erster Zweitligatreffer trug zum Kauferinger 10:2-Sieg bei der Rennsteig Avalanche bei. (Foto: Archiv/Finkenzeller)

Ihre Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten in Neuhaus am Rennweg ohne größere Probleme gemeistert haben die Red Hocks Kaufering. Bei der in absoluter Minimalbesetzung angetretenen Rennsteig Avalanche setzten sich die Lechfloorballer mit 10:2 durch.

 

Gerade einmal sechs Feldspieler brachten die Gastgeber auf den Spielberichtsbogen. Im ohnehin dünnen Kader ging die Krankheitswelle um. Formell spielfähig waren die Thüringer damit, ein gehaltvoller sportlicher Vergleich entwickelte sich so aber freilich nicht. Die Avalanche tat, was in so einer Situation legitim ist: nämlich Mann und Maus vor dem eigenen Tor abzustellen.

 

Lösten die Red Hocks diese Aufgabe im ersten Drittel noch glanzlos, aber souverän durch Tore von Miro Akerlund (4.), Tobias Hutter (9.) und Jeremias Probst (15.), so passten sie sich im zweiten Durchgang den äußeren Umständen an. Ferdinand Reichenberger erhöhte rasch (23.), doch erst zwölf unkonzentrierte Minuten später (35.) legte Joe Föhr nach. Nach einem Freischlag kamen die Hausherren durch Laurenz Köhler (38.) zum Ehrentreffer.

 

„Während des zweiten Drittels hatten wir das Spiel nicht wie gewünscht unter Kontrolle“, fasst Angreifer Calli Rieß zusammen. „Wir wollten mit hohem Tempo Druck aufs Tor bringen“ – so richtig klappte das dann erst wieder im Schlussdurchgang. Jonas Rubenwolf (45.) mit seinem ersten Zweitligatreffer, Hutter (46., 48., 49.) und Akerlund (59.) machten es zweistellig, zwischenzeitlich hatte auch Köhler nochmal für die Avalanche getroffen.

 

Dienst nach Vorschrift habe diesmal gereicht, kommentiert Cheftrainer Henrik Nordström: „Job erledigt“.

 

TSG Füchse Quedlinburg vs. FBC München

 

Mit nur einem Tor einen Spiel gewinnen – das ist im Floorball nahezu ausgeschlossen. Im Auswärtsmatch bei den Füchsen der TSG Quedlinburg bescherte eine lahmende Offensive dem FBC München die erste Saisonniederlage nach regulärer Spielzeit und den vorübergehenden Verlust der Tabellenführung. Der erste Treffer war durch David Lennartsson zwar den Gästen vorbehalten (16.), fortan jubelten aber nur noch die Hausherren.

 

„Am Ball war unsere Leistung absolut schauderhaft“, legt FBC-Coach Fredrik Ekvall den Finger in die Wunde. „Wir haben durchgehend nach der kompliziertesten möglichen Lösung gesucht, was uns einige knifflige Situationen beschert und unser Spieltempo gedrosselt hat.“

 

Tom Fiedler glich die Münchener Führung rasch aus; nach einem torlosen zweiten Drittel brachte Toni Henneberg die Füchse in der 57. Minute erstmals in Front. Als der FBC seinen Torwart Paul Stempfle zugunsten eines weiteren Angreifers vom Feld nahm, sprangen zwar noch ein paar aussichtsreiche Chancen heraus. Zwei Treffer von Sebastian Mennigke machten in der Schlussminute aber alles klar.

 

Immerhin: „In den vergangenen Wochen hatten wir viel über unsere Defensive gesprochen; hier haben wir im Fünf-gegen-Fünf nur zwei Tore kassiert“, erkannte Ekvall einen Mutmacher.

 

FBC München vs. Red Devils Wernigerode

 

Sein Team habe am Wochenende zwei Gesichter gezeigt, fasst Ekvall die beiden Auftritte des FBC zusammen. Ging der Samstag komplett schief, so meldete sich sein Team am Sonntag mit Nachhall zurück. Der FBC habe den Wiedergutmachungsbedarf erkannt, schon das Warm-Up sei bis in die Haarspitzen fokussiert durchgezogen worden.

 

Dabei sahen sich die Münchener einem durchaus kuriosen Spielplan gegenüber: In der Nacht von Samstag auf Sonntag spät aus Quedlinburg zurückgekehrt, trafen sie auf Red Devils, die zwar tags zuvor ebenfalls im Einsatz waren, ihr Quartier nach dem Ingolstadt-Sieg aber bereits in Oberbayern aufschlagen konnten. Die längere Anfahrt hatten somit die Gastgeber – wohlgemerkt zum eigenen Heimspiel.

 

Dennoch: „Wir waren das ganze Spiel über das bessere Team“, lobt Ekvall. Der Ball lief deutlich flüssiger, Chancen und Treffer waren die logische Konsequenz. „Einige davon sind genau so zustande gekommen, wie ich mir das vorstelle“, schildert der Coach.

 

Tor um Tor zog der FBC davon. Federico Vanoni (12.) und Yannik Zölzer (15.) legten im ersten Drittel vor, im zweiten erhöhten Kapitän Asko Heinaro (24.) und Kai Finkenwirth (28.), ehe Wernigerode durch Paul Sundt verkürzte (29.). Der Ligatoptorjäger der Red Devils langte auch noch zwei weitere Male zu (43., 52.). Weil aber auch der FBC durch Maxim Zhushman (35.), Tomas Stein (47.), Imo Ziemendorf (53.), Tim-Volkan Adolphs (54.) und nochmals Zhushman (58.) die Trefferquote hochhielt, brannte überhaupt nichts an. Beim Stand von 9:3 war Schluss. „Ich bin sehr froh über die Antwort, die wir am Sonntag auf das Samstagsspiel gegeben haben“, freut sich Ekvall.

 

Ausblick

Der FBC, der mit zehn Spielen bereits zwei Partien mehr als der Großteil des restlichen Teilnehmerfelds bestritten hat, geht nun in eine kurze Winterpause. Diese endet am 10. Januar mit einem Knaller: Für das Pokalachteilfinale hat das Los ein weiteres Bayern-Derby hervorgebracht – die Münchener empfangen die Red Hocks Kaufering.

 

Diese haben am 20. Dezember noch die Möglichkeit, sich selbst die Tabellenführung unter den Christbaum zu legen – dafür müsste in einem weiteren Derby gegen die Schanzer Ducks des ESV Ingolstadt aber ein Sieg herausspringen.

 

Beitragsfoto: Christoph Pabel/Archiv

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