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Floorball Verband Bayern e.V.

Dritte Runde im FD-Pokal: Kaufering weiter, München raus

Bayern – Mit zwei sperrigen Regionalligisten bekamen es die zwei letzten verbliebenen bayerischen Vertreter im FD-Pokal der Herren zu tun. Während die Red Hocks Kaufering ihre Pflichtaufgabe beim MTV Mittelnkirchen unglamourös, aber souverän lösten, stolperte der ungleich schwerer von einer Personalflaute betroffene FBC München bei der Zweitvertretung der Floor Fighters Chemnitz. 

 

MTV Mittelnkirchen vs. Red Hocks Kaufering

 

Kauferings Coach Henrik Nordström ist mit dem Auftritt seines Teams im Reinen. „Wir sind die zehnstündige Anreise mit einem klaren Ziel angetreten: zu gewinnen und
in die nächste Runde einzuziehen – und das haben wir geschafft.“

 

Die Gastgeber versuchten es immer wieder schnörkellos nach vorne, und tatsächlich rutschte einer dieser halbhohen Bälle früh unter der Kelle eines Kauferinger Verteidigers durch. So brauchte der Regionalligist gerade einmal gut drei Minuten, um es in Person von Topscorer Steffen Horn auf die heimische Anzeigetafel zu schaffen. Zuvor hatte Miro Akerlund (Beitragsfoto: Finkenzeller) nach einer schönen Kombination für die Red Hocks vorgelegt (3.).

 

Die Kauferinger waren zwar von Beginn an spielbestimmend, ließ aber erkennen, dass ihnen die Rolle des Underdogs aus der 1. FBL vertrauter ist. Erst nach 15 Minuten fielen dann weitere Tore: Akerlund (16.), Benedikt Föhr (16.) und Tobias Hutter (17.) machten Zählbares aus den Offensivbemühungen ihres Teams.

 

„Wir hatten Chancen für weitere Tore, aber man muss Mittelnkirchen auch Respekt zollen“, fasst Nordström zusammen. „Sie haben es zu einem spannenden Spiel gemacht, und ihr Torwart hat eine fantastische Leistung gezeigt.“ Schlussmann Jannick Tamcke sorgte mit einigen spektakulären Paraden sogar dafür, dass das zweite Drittel an seinen MTV ging – getroffen hatte in diesem Durchgang einzig Horn (31.).

 

Im Schlussabschnitt machten Abwehr-Youngster Paul Denk (50.) und erneut Akerlund (51.), jeweils nach Abprallern, dann endgültig den Deckel drauf. „Mittelnkirchen hat bewiesen, dass es im Pokal keine leichten Spiele gibt“, so Nordström. „Wir wiederum haben die Äpfel gepflückt, als sie zu pflücken waren. Auftrag erledigt, auf zum nächsten Spiel!“

 

Das Pokalachtelfinale steht am Wochenende vor Weihnachten an. Die Auslosung dafür erfolgt am 9. November. In der 1. FBL sind die Red Hocks am kommenden Samstag (18 Uhr) bei den SSF Dragons Bonn und am Sonntag (14 Uhr) bei Spitzenreiter DJK Holzbüttgen gefordert.

 

Floor Fighters Chemnitz 2 vs. FBC München

 

Ein nächstes Spiel wird es indes für den FBC München in der laufenden Pokalsaison nicht mehr geben. Das Ausscheiden des bayerischen Erstligisten bei der Reserve der Floor Fighters Chemnitz stellte die größte Überraschung der dritten Runde dar,

 

„Wegen Verletzungen und einer Krankheitswelle mussten wir mit einem dezimierten Kader nach Chemnitz anreisen“, steckt Interimstrainer Federico Vanoni ab, wieso nur ein Goalie und neun Feldspieler zur Verfügung standen. Vorwürfe machen will er dem schmalen verbliebenen Aufgebot nicht. „Die Jungs haben ein gutes Spiel gezeigt und ihr Bestes gegeben, konnten sich aber nicht mit Toren belohnen.“

 

Zwar legte Schweden-Neuzugang Andreas Johansson bereits nach zwei Minuten vor, doch kam in der gesamten verbleibenden Spielzeit kein einziger FBC-Treffer mehr dazu. „Der tiefe Block der Chemnitzer hat hart verteidigt und uns alles abverlangt“, so Vanoni. Auch Chemnitz’ junger Schlussmann Lukas Lippold erwischte einen Sahnetag. Dennoch: Klar sei ein einziges Tor zu wenig, so Vanoni. Erst recht um weiterzukommen.

 

Eine halbe Minute vor der ersten Pause glich Patrick Evers aus zentraler Position aus. Einen Volley verwertete Joel Magyar (28.) zur Chemnitzer Führung, die gleichzeitig der Endstand war. Ein weiterer Treffer der Hausherren wurde im Schlussdrittel wegen hohen Stocks noch aberkannt. Nach einer zu ungenauen Münchener Schlussoffensive war das Pokalaus nicht mehr abzuwenden.

 

„Abhaken und den Blick auf die nächste Trainingswoche werfen“, so Vanoni. Sein Team empfängt am Sonntag Rekordmeister UHC Weißenfels (16 Uhr). „Wir müssen auf jeden Fall in Sachen Mentalität und Offensive noch eine Schippe drauflegen.“

 

Die Damen des FBC greifen am 19. Dezember gegen den MFBC Leipzig 2 ins Pokalgeschehen ein (13 Uhr).

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