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floorballshop.com Regionalliga 2026/27: 3. Spieltag

Bayern – Ihre allerersten Regionalligasieg haben die Weßling Chiefs eingefahren, für die PSV Wikinger München ist die Tabellenführung dadurch futsch. Den Platz an der Sonne nahmen die Red Hocks Kaufering 2 durch einen Erfolg gegen die SG Geiselbullach/Ingolstadt 2 ein. Das nominelle Topspiel zwischen Puchheim/Amendingen und dem FBC München 2 entschied die SG deutlich für sich. Die Lumberjacks Rohrdorf behielten bei ihrem Saisonauftakt die Oberhand gegen die Panther Regensburg.

Weßling Chiefs vs. PSV Wikinger München

 

Best Player: Adrian Lietz (PSV, links) und Quirin Ostermair (Weßling, rechts).

Erste Saisonniederlage für die Wikinger, erste Regionalliga-Punkte überhaupt für die Chiefs: Mit 7:3 behielt Weßling die Oberhand, die Treffer der Newcomer teilten sich Quirin Ostermair (5., 19., 42.), Florian Winhart (8., 39., 49./PS) und Tobias Leeb (16.) untereinander auf. Den PSV dran hielten Benjamin Jurkoswski mit dem 1:1 (6.), Marco Gabler mit dem 3:2-Anschluss (17.) und erneut Jurkowski mit dem 4:3 (36.), dann mussten die Münchener abreißen lassen.

 

„Unsere Disziplin und unser Unterzahlspiel waren die Schlüssel zum Erfolg“, freut sich Chiefs-Sprecher Michael Scheffold. Die beiden Strafen gegen sein Team seien zu durchaus heiklen Momenten gekommen (47., 57.) – in ersterer holte sein Team dann aber sogar einen erfolgreich verwandelten Penalty heraus. „Die Marschroute für das Spiel war klar vorgegeben: ein kontrollierter, kompakter Aufbau aus einer strukturierten Defensive heraus.“ Das habe gut geklappt: „Das Team verzichtete auf unnötiges Risiko und setzte auf geordnete Abläufe im eigenen Drittel, um über gezielte Nadelstiche nach vorne Akzente zu setzen.“

 

„Wir konnten dem Spiel zwar unseren Stempel aufdrücken, haben aber leider vergessen Tore zu schießen“, bedauert PSV-Coach René Ghigani-Braun, dass der letzte Pass oftmals nicht saß oder Weßling rechtzeitig zu stören vermochte. Wenn es vorne nicht klappt, wird der Stellenwert der Defensive umso höher, doch auch hier patzten die Wikinger zu oft: „Durch Unachtsamkeiten haben wir dem Gegner die Tore geschenkt und ihn dadurch aufgebaut.“ Jetzt gelte es, die Niederlage abzuschütteln. Denn in die Partie gestartet sei man nach den vorherigen Erfolgen durchaus mit Selbstbewusstsein. Nach einem freien nächsten Spieltag treffen die Münchener am 8. November auf Kaufering 2. „Diese Aufgabe wird uns einiges abverlangen und wir wollen die hohen Niederlagen der letzten Saisons vergessen machen.“

 

Sein Team werde trotz dem ersten Punktgewinn fokussiert und sachlich bleiben, schaut Scheffold voraus. Die Chiefs bekommen es am 24. Oktober mit Mit-Neuling Geiselbullach/Ingolstadt 2 zu tun.

 

Panther Regensburg vs. Lumberjacks Rohrdorf

 

Best Player: David Kraus (Regensburg, links) und Oliver Beer (Rohrdorf, rechts).

Das 0:2, herausgeschossen durch Oliver Beer (5.) und Bernhard Pawlowski (11.), holten die Regensburger durch Clemens Spitzenberg (14.) und Christoph Gehl (16.) noch auf. Doch dann setzten sich die Lumberjacks Tor um Tor ab.

 

Den ersten zwei Tore seien individuelle Fehler seines Teams vorausgegangen, schildert Panther-Sprecher Daniel Hollerauer: „unnötig“. Dann aber habe man sich erfolgreich berappelt und Rohrdorf nicht nur beschäftigen, sondern sich auch durch zwei schöne Aktionen belohnen können.

 

„Obwohl wir früh in Führung gegangen sind, gelang es den Panthern, uns unter Druck zu setzen und unser Aufbauspiel durcheinander zu bringen“, räumt Rohrdorfs Spielertrainer Sandro Padula ein. Ein Doppelschlag durch Valentin Jell im Powerplay (18.) und Michael Holzinger (19.) brachte sein Team noch vor der Pause wieder nach vorne. Dem Spielverlauf habe das bis dahin nicht entsprochen, hadert Hollerauer. „Letztlich ist man wieder mal an den eigenen Fehlern daran gescheitert, mit einem positiven Gefühl in die Drittelpause zu gehen, obwohl es spielerisch eigentlich schon gepasst hat.“

 

Im zweiten Drittel habe die Körperlichkeit deutlich zugenommen, findet Padula: „Es war spürbar, dass beide Teams den Sieg wollten.“ Das Körperspiel anzunehmen habe nach den Lehren des letzten Spieltags auf der Agenda gestanden, bestätigt Hollerauer. Besser damit zurecht kamen die Rohrdorfer. Das einzige Tor des Drittels erzielte Beer (30.) – er wurde verdientermaßen Man of the Match auf Seiten der Lumberjacks, erkennt Hollerauer an. Sein Team indes konnte hohe Ballgewinne nicht nutzen – ohne Karlis Bubins und Dauerbrenner Erik Schier habe das entscheidende Quäntchen Offensivpower gefehlt. „Wir haben dem Druck und dem Pressing sehr gut standgehalten“, findet indes Padula. Und im Zweifelsfall war auf Schlussfrau Barbara Brandmaier Verlass. „Ihre Leistung war absolut herausragend“, stimmt Hollerauer zu.

 

Dass sein Team keine Wende mehr erzwingen konnte, habe erneut an blöden Fehlern gelegen, so der Panther-Sprecher. Nachdem David Kraus verkürzte (41.), folgte nur wenige Sekunden später das 3:6 durch Pawlowski. Das gleiche Spiel vollführten wenig später Gehl und Daniel Nustedt (44.) „Da waren wir nicht auf der Höhe“, ärgert sich Hollerauer. Beers 4:8 (50.) sei dann der „Todesstoß“ gewesen. Hollerauer (56.) selbst nach einem langen Ball und Clemens Spitzenberg (59.) verkürzten noch, das 6:8 war aber trotz Schlussoffensive der Endstand.

 

Hervorzuheben, so Padula, sei das Debüt der Nachwuchskräfte Daniel Knoblock, Cajetan Jelinek und Simon Riedl für die Lumberjacks sowie der mit zwei Toren und einem Assist gekrönte Auftritt von Talent Pawlowski. Auf Regensburger Seite gab Raphael Späth seine Pflichtspielpremiere.

 

„Ins nächste Spiel gegen Nordheim wollen wir genauso gut hineinfinden, uns nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und die Kontrolle zu behalten“, schaut Rohrdorfs Spielertrainer nach vorne. Für die Panther geht es gegen die SG aus Puchheim/Amendingen weiter. „Das war die letzten Jahre entweder echt knapp oder aber sehr deutlich“, so Hollerauer. „Jetzt haben wir auf jeden Fall erst mal zwei Wochen Zeit uns ordentlich von den anstrengenden letzten Wochen zu erholen und werden dann vorbereitet sein.“

 

FBC München 2 vs. SG Puchheim/Amendingen

 

Best Player: Florian Riedl (FBC, links) und Max Hager (Puchheim/Amendingen, rechts).

Mit dem ersten Pausenstand von 0:4 war im nominellen Spitzenspiel rasch eine Entscheidung gefallen. Insbesondere das 1:6-Schlussdrittel ließ die Partie mit 4:14 einen glasklaren Ausgang finden.

 

Vor dem ersten Bully war auf beiden Seiten Improvisation gefragt. Während sich die SG drei Reihen zurechtrotierte, musste der FBC mit nur neun Feldspielern hantieren. Florian Riedl ging als Aushilfsgoalie zwischen die Pfosten. „Das hat er gut gemacht“, zollt SG-Trainerin Silke Hager Respekt.

 

Ruhiger Aufbau – Tasche – Slot – Tor: So habe vorne Rezept auf der Seite Pucheims/Amendinges ausgesehen. Zwar war es ein früher Fernschuss, der den Dosenöffner machte. Doch klappte der offensive Output von Beginn an. Insbesondere Viererpacker Linus Karg (12., 16., 51., 53.) und Fünffachtorschütze Max Hager (32., 34., 51., 52., 55.) deckten Lücken auf. „Alle Ansagen in der Kabine wurden prompt umgesetzt und so bauten wir unsere Führung immer weiter aus“, lobt Coach Hager. In der Abwehr habe nicht alles geklappt, Tizian Dreizner (25.), Philipp Kopp (28.), Valentin Menz (31.) und nochmals Kopp (50.) hielten das offensive FBC-Fähnchen hoch. „Dennoch haben wir unsere Ziele umgesetzt und konnten einen verdienten Sieg mit nach Hause nehmen“, bilanziert die Trainerin der SG.

 

Mit dem Team und dem bisherigen Saisonverlauf sei man „mega zufrieden“. Nun gelte es den Flow mit ins Match am 24. Oktober gegen Regensburg zu nehmen. Die Zweitvertretung des FBC trifft dann auf Kauferings Reserve.

 

VfL Red Hocks Kaufering 2 vs. SG Geiselbullach/Ingolstadt 2

 

Best Player: Ronja Trieb (Kaufering, links) und Sophia Rimmelspacher (Geiselbullach/Ingolstadt 2, rechts).

„Mit den Red Hocks hatten wir in unserem zweiten Großfeldspiel einen denkbar schweren Gegner“, kommentiert SG-Sprecherin Sarah Scheffel das 16:1 (7:0/4:0/5:1). Doch habe man das beste daraus gemacht – vor allem defensiv habe sich immer wieder gezeigt, dass während der Partie gesammelte Lerneffekte direkt umgesetzt werden können. Ihre Mannschaft habe ihr Spiel nach vorne nach dem zweiten Drittel neu justieren müssen, räumt Kauferings Ronja Trieb ein: „Da haben wir häufig durch die zugestellte Mitte gespielt. Das haben wir in der Pause angesprochen und konnten es im dritten Drittel deutlich verbessern.“

 

Auch die kompakte Defensive mit einem aggressiven Zugriff habe sich bewährt. Das letzte Tor war aber Fabian Theis vorbehalten – er traf in der 58. Minute zum Ehrentreffer seiner SG. „Wir freuen uns jetzt auf machbarere Aufgaben“, sieht Scheffel den nächsten Partien entgegen. Geiselbullach/Ingolstadt 2 misst sich am 24. Oktober mit Mit-Neuling Weßling. Kaufering 2 steigt am selben Tag mit München 2 in den Ring. „Wir haben als Mannschaft zusammengespielt, uns gegenseitig unterstützt und dabei viel Freude am Spiel gehabt“, kommentiert Trieb für die Lechfloorballer das Spiel gegen die SG . Das habe sich letztlich im Ergebnis widergespiegelt – und so kann es aus Sicht der Red Hocks auch weitergehen.

 

 

Beitragsfoto: Börsch

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