Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Erste Pokalrunden ausgelost – Überschaubare Teilnehmerzahl aus Bayern

Bayern – Die ersten beiden Runden des FD-Pokals sind ausgelost, damit kennen alle bayerischen Teilnehmer unterhalb der 1. FBL ihre Gegner. Doch warum sind eigentlich nicht mehr Teams aus dem Freistaat dabei?

 

Das einzige Heimspiel der Männer auf bayerischem Boden in der ersten Runde am 12./13. September bestreitet der FBC München 2. Im Duell zweier Zweitvertretungen empfangen die Landeshauptstädter die Reserve der Frankfurt Falcons. Die SG Amendingen/Puchheim, ebenfalls aus der floorballshop.com Regionalliga Bayern, tritt die Reise nach Nordhessen zu den SV Espenau Rangers an. Die ESV Ingolstadt Schanzer Ducks (2. FBL) sind bei der zweiten Mannschaft des SC DHfK Leipzig (Regionalliga Ost gefordert).

 

In der zweiten Runde am 3./4. Oktober haben die VfL Red Hocks Kaufering 2 den Zweitligisten Tollwut Ebersgöns zu Gast. Der FBC München 2 trifft im Falle eines Weiterkommens auf den Sieger des Duells Floor Fighters Chemnitz 2 gegen FBC Heidelberg. Für die SG Amendingen/Puchheim ginge es gegen jenes Team, das sich im Spiel Sportvg Feuerbach gegen Rennsteig Avalanche durchsetzt. Die Schanzer Ducks bekämen es mit dem TV Schriesheim zu tun.

 

Die Damen des FBC München schauen sich die erste Runde mit einem Freilos aus der Ferne an. Im Achtelfinale am 19./20. Dezember empfangen sie den MFBC Leipzig 2.

 

Pokalteilnahme? „Für uns einfach nicht attraktiv“

 

Doch wieso entschied sich nicht eine größere Zahl bayerischer Mannschaften zur Teilnahme am FD-Pokal? Einige Teamsprecher geben Auskunft.

 

Barbara Brandmaier (Abteilungsleiterin/Torhüterin Lumberjacks Rohrdorf): „Der Pokal ist beziehungsweise war schon immer ein cooles Event. Wir melden dennoch seit einigen Jahren nicht mehr aus drei Gründen. Erstens hatten wir lange ein Goalie-Problem. Ich hatte mich im Winter 2022 am Knie verletzt und bin erst letzte Saison wieder aufs Feld zurückgekehrt. Bis dahin hatten wir nie eine Goalie, der für den Pokal überhaupt spielberechtigt gewesen wäre, da hier die Ausnahmen, die in Bayern gelten bei FD eben nicht gelten. Zweitens startet der Pokalwettbewerb – wenn man kein Freilos erhält – für uns zu einem schlechten Zeitpunkt. Im Sommer gehen die meisten Spieler anderen Aktivitäten nach, sodass bei uns bereits der Saisonstart mit knapp zwei Wochen immer etwas holprig wird. Ein Sommertraining gibt es bei uns deshalb auch nicht. Sollten wir dann auch noch ohne Training in ein Pokalspiel gehen müssen, sind Verletzungen so kurz vor der Saison nicht ganz auszuschließen. Daran knüpft der dritte Punkt an: Die meisten Spieler sind in der Zeit noch im Urlaub oder auch auf dem Herbstfest in Rosenheim, sodass wir kaum eine spielfähige Mannschaft zusammen bekommen. Man könnte dieses Jahr auch noch als Punkt anfügen, dass am Turner Hölzl eine etwas große Baummaßnahme stattfinden muss, sodass wir bis einschließlich Dezember mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert werden, was sich natürlich auch auf ein mögliche Heimrecht auswirken würde.“

 

Niklas Wolf (Teamsprecher PSV Wikinger München): „Wir haben letztes Jahr eine Teilnahme am Pokal gemeldet und hatten trotz einer sehr deutlichen Niederlage auch Spaß. Wir haben dieses Jahr jedoch keine Pokalteilnahme gemeldet, da wir die Notwendigkeit sehen, den Fokus auf die Regionalliga zu legen. Hier ist die Liga gegenüber dem Vorjahr noch einmal um eine Mannschaft angewachsen, was bereits 16 Spiele bedeutet. Das sind einfach sehr viele Spiele und Wochenenden für eine Hobbymannschaft wie die unsere. Eine zusätzliche Belastung durch eine Pokalteilnahme ist für uns einfach nicht attraktiv. Sollten wir in unserer Liga zukünftig weniger Spiele haben, werden wir erneut eine Pokalteilnahme erwägen.“

 

Daniel Hollerauer (Teamsprecher Panther Regensburg): „Bei Regensburg sprechen vor allem logistische und finanzielle Gründe gegen eine Teilnahme am Pokal. Wir haben eigentlich durchgehend mit wenig verfügbaren Hallenzeiten am Wochenende zu kämpfen, da die allermeisten Zeiten für die Basketballer und Handballer vergeben sind. Das Pokalspiel müsste – wie schon vor zwei Jahren – wieder wieder in einer Ausweichhalle stattfinden, was neben Mehraufwand auch zu Kosten für den Bandentransport führt. Zudem war das Pokalspiel nicht wirklich von Interesse in der Region: Wenn es hochkommt, hatten wir vielleicht zehn Zuschauer, sodass auch keine Einnahmen beim Essensverkauf reingekommen sind. Mit Blick auf die größtenteils sportliche Irrelevanz sowie die Tatsache, dass es finanziell immer ein Draufzahlgeschäft sein wird, haben wir uns dazu entschlossen, in Zukunft erst mal nicht mehr beim Pokal anzutreten.“

 

Foto: Börsch

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