Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Ligenmodelle: Wie sieht der bayerische Spielbetrieb der Zukunft aus?

Bayern – Die bayerischen Ligenmodelle sollen überarbeitet werden. Ein Ideenaustausch, wie es ab 2027/28 weitergehen könnte, hat nun stattgefunden.

 

Die jährliche Spielplanerstellung hat es bisweilen in sich. Sie ist eingebettet in Vorgaben und Termine des Weltverbands IFF und Floorball Deutschlands sowie in die bayerischen Ferien. Weil erfreulicherweise in der jüngeren Vergangenheit in vielen Wettbewerben die Anzahl der Teams stieg, nahm auch jene der Spieltage zu. Gleichzeitig sollen Überschneidungen möglichst vermieden und auch die Ressourcen der Vereine im Blick behalten werden.

 

Nun gibt es zudem die Initiative zu einer längeren und klarer abgegrenzten Sommerpause. Das hieße: Weniger Zeit für, läuft alles weiter wie bisher, immer mehr Spielbetrieb. Die Verantwortlichen des Floorball Verbands Bayern begrüßen den Anstoß. Klar ist aber auch: Er macht ein Überdenken der aktuellen bayerischen und vielleicht auch süddeutschen Ligenstrukturen notwendig.

 

„Ziel sollte es sein, jetzt die richtigen und nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, verdeutlicht SBK-Leiterin Barbara Brandmaier. Deren Anspruch ist eine Gültigkeit über mehrere Spielzeiten hinweg. „Wir können dann nicht jedes Jahr auf der Delegiertenversammlung über das jeweilige Modell diskutieren.“ Mit Blick auf die Terminverknappung gelte es, sich den entsprechenden Handlungsspielraum zu schaffen.

 

Um die Ansichten der Vereine einzubeziehen, fand am letzten Oktobersonntag ein Auftakt-Meeting statt. Dem Aufruf dazu waren mehrere Klubvertreter gefolgt. „Es gab viele Ideen“, fasst Brandmaier zusammen. Auf dem Tisch liegt die künftige leistungsbezogene Einteilung der Wettbewerbe in eine Regional- und eine darunter rangierende Verbandsliga. Beide würden bayernweit ausgetragen, mit der Möglichkeit zu Abweichungen und einer Kooperation mit Baden-Württemberg, wie schon bisher gepflegt. Die Einteilung könnte im Nachwuchs entsprechend der Selbstzuordnung der Vereine oder auch nach einem Punktesystem erfolgen. Angedacht wurde, ob zweite und dritte Kinder- und Jugendmannschaften eines Vereins automatisch der Verbandsliga zugeteilt sein sollten, und wie eine Verzahnung von Regional- und Verbandsliga während einer Saison vonstatten gehen könnte.

 

Wichtig ist zudem eine Festlegung, ab welcher Teamanzahl pro Liga welches Modell greift; die Teilnehmer sahen beispielsweise elf Teams in der U11 als Schwelle sowie zehn Teams in der Altersspanne von U13 bis U17. Angeregt wurde auch, die Overage-Regelung für Spielerinnen erneut zu überdenken.

 

Der zweite Austausch erfolgt in Kürze.

 

Foto: Börsch

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