Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Bundesliga: So lief das bayerische Wochenende (2 – 2026/27)

Bayern – Die Red Hocks haben die weite Heimfahrt mit leeren Händen angetreten: Am Samstag in Hamburg verteidigten die Kauferinger zu luftig, um nach einem rabenschwarzen zweiten Drittel über eine 6:3-Niederlage hinauszukommen. Bei Blau-Weiß 96 Schenefeld war es dann offensiv schlicht zu wenig – hier setzte es eine 4:1-Pleite. Deutlich besser machte es der FBC München. In Schenefeld gewannen die Landeshauptstädter mit 6:7; den Piranhhas trotzten sie einen Punkt ab und verloren erst im Penaltyschießen mit 6:5.

 

ETV Hamburg vs. VfL Red Hocks Kaufering

 

Teilweise sei es gegen den ETV Hamburg wirklich ordentlich gelaufen, findet Angreifer Miro Akerlund. Klar sei zurück in der 1. FBL aber auch: „Gegen solche Teams brauchst du ein von Anfang bis Ende gutes Spiel.“

 

Nach einem Eigentor in der Mitte des ersten Drittels (11.) war eine Strafe zu Beginn des zweiten fast schadlos überstanden, wenige Sekunden vor ihrem Ablauf schepperte es dann aber doch noch durch Jonathan Heins (22.). Kaufering hielt nach einem Freischlag durch Eetu Simola noch kurz erfolgreich dagegen (27.), verteidigte dann aber viel zu naiv. Die Folge: vier Gegentore zwischen der 28. und der 35. Minute und ein deutlicher 6:1-Rückstand. „Da war es zappenduster und schwer zurückzukommen“, räumt Akerlund ein.

 

Dennoch sei es gelungen, sich das Momentum nochmal zu holen. Im Schlussdrittel verkürzte erst Tobias Hutter (42.), dann machte Johannes Probst (51.) aus einer Vielzahl Kauferinger Chancen das 6:3. Knapper wurde es aber nicht mehr. „Sie haben hart verteidigt und ihr guter Goalie Jonas Jens hat den Rest herausgeholt“, so Akerlund.

 

Felix Vatterodt / cosmo.photos_

 

Blau-Weiß 96 Schenefeld vs. FBC München

 

Personell deutlich besser aufgestellt als in der Vorwoche, hat sich der FBC erfolgreich in sein Gastspiel in Schenefeld und auch in die 1. FBL zurückgebissen. Dabei waren durchaus Nehmerqualitäten gefragt, denn leicht ging das nicht von der Hand.

 

Zunächst deckte Christoph Goers (9.) erfolgreich ein bisschen zu viel Platz in der Münchener Hintermannschaft auf, dann tappte der FBC in die Pressingfalle der Hausherren und Frederic Thiele (16.) erhöhte. Per Doppelschlag glichen Justus Lerchl (17.) und Paul Handrich (18.) jeweils aus dem High Slot aus. Rund eine Minute später war dann aber auch schon in Unterzahl der erneute Rückstand durch Timo Rother (19.) hinzunehmen.

 

Die Wende brachte das Mitteldrittel. Defensiv komplett sauber, traf der FBC vorne dreimal am Stück. Erst spielte Elias Miladinov schön Imo Ziemendorf frei (26.), dann bestrafte Yannik Zölzer einen Schenfelder Ballverlust (31.). Einen Abpraller verwertete Comebacker Richard Kellenberger (34.) zum 3:5.

 

Im Schlussdrittel verkürzte Thiele zwar rasch (41.), in einem vor allem von Schenefelder Strafen geprägten Durchgang behielt der FBC aber den Überblick. Ziemendorf im Powerplay (45.) und dann bei gleich zweifacher Überzahl (49.) erhöhte auf 4:7. Dieser Vorsprung hielt, auch wenn Julius Dittmer aus dem Halbfeld (54.) und während einer Münchener Strafe Christian Besch (58.) noch verkürzten. Einen Hochkaräter kurz vor der Sirene überstand der FBC noch, dann war Schluss.

 

Blau-Weiß 96 Schenefeld vs. VfL Red Hocks Kaufering

 

Auch in Schenefeld blieb die Treffsicherheit ein Kauferinger Problem. „Wir wollten ihren aggressiven Druck ausnutzen und möglichst gut kontern“, schildert Jonas Knaus. Anfangs habe sein Team aber noch sichtbar gewackelt. Zunächst waren es nämlich die Gastgeber, die erfolgreich konterten und früh durch Timo Rother (6.) vorlegten. Beim 2:0 (19.) ließen sich die Kauferinger dann durch einen Freischlag und den völlig freien Sören Gittek überraschen.

 

Nach dem ersten Drittel habe man es dann deutlich besser verstanden, sich aus dem gegnerischen Pressing zu lösen, findet Knaus. Weil die eigenen Chancen aber allesamt unvollendet blieben, türmte sich der Rückstand nach dem 3:0 durch Julius Dittmer (35.) nochmals ein Stück weiter auf – Kaufering hatte sich erneut einen Ballverlust im Vorwärtsgang geleistet. Erst kurz vor der zweiten Pause jubelten dann die Red Hocks, als Youngster Jeremias Probst ein Powerplay nutzte (40.).

 

Es sollte dies aber der einzige Kauferinger Treffer bleiben. Zwar hatten die Gäste im letzten Drittel erneut mehr vom Spiel, doch fehlte ihren Aktionen die Genauigkeit. „Unser Abschlüsse brauchten häufig zu lang und landeten dann im Schenefelder Block“, so Knaus. Als dann auch noch bei verwaistem Tor das 4:1 fiel, war die Aufholjagd an diesem Tag endgültig vom Tisch.

 

ETV Hamburg vs. FBC München

 

Wie tags zuvor, so berappelte sich der FBC auch in Hamburg mehrfach erfolgreich. Lief es bis weit ins zweite Drittel hinein eher nicht wunschgemäß – Luca Vogel (13.), Friedo Bohls (21.) und erneut Vogel (28.) stellten auf 3:0 – gehörten die nächsten drei Treffer den Münchenern.

 

Erst bediente Zölzer nach einem schönen Einsatz Moritz Franz am langen Pfosten (37.), dann schlenzte Kellenberger (39.) den Anschluss herbei. Nachdem Lerchl früh im Schlussdrittel ausglich (22.), musste sein Team aber einen erneuten Zwei-Tore-Rückstand aufholen. Denn zunächst zog der ETV wieder davon: Ein Powerplay nutzte Flemming Kühl (50.) zum 4:3, rund eine halbe Minute später legte Meinert Wardetzki nach einem Rebound nach.

 

München griff rasch zur Auszeit und diese wirkte prompt. Ein Doppelschlag Kellenbergers (52., 53.) stellte auf 5:5 Auch dank einem starken Paul Stempfle im Tor war wenig später der nächste Punkt eingefahren. In der Overtime entschied kein Team mehr die Partie für sich; das Penaltyschießen brachte dann das bessere Ende für die Piranhhas.

 

 

Ausblick

 

Nach drei Spieltagen sind die Red Hocks das einzige Team ohne Punkt. Am Sonntag. empfangen die Kauferinger um 14 Uhr die Rockets aus Berlin. Der FBC München hat am Samstag um 18 Uhr den MFBC Leipzig zu Gast.

 

Beitragsfoto: Felix Vatterodt / cosmo.photos_

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